Trotz Corona-Einschränkungen: Bürger wollen ins Rathaus Feldkirchen-Westerham und klingeln Sturm

Das Rathausist derzeit für den Parteienverkehr geschlossen - daran hält sich allerdings nicht jeder Bürger. Foto: Merk

Sturmklingeln im Rathaus wegen Lappalien? Für „Uneinsichtige Bürger“ hat Hans Schaberl in Corona-Zeiten kein Verständnis. Er macht sich ernste Sorgen um seine über 30 Rathaus-Mitarbeiter, deshalb sein Appell: „Auch ein Anruf hilft weiter!“

Von Manfred Merk


Feldkirchen-Westerham - Das Coronavirus beeinträchtigt bei allen das tägliche Leben. Viele Gewohnheiten müssen umgestellt oder anders organisiert werden. Auch Arbeitgeber müssen alles nur Denkbare unternehmen, um ihre Angestellten, aber auch sich selbst vor dieser Krankheit zu schützen. Genau das ist nicht immer ganz einfach zu handhaben - das weiß auch Bürgermeister Hans Schaberl.

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Bürgermeister macht sich sorgen um Rathaus-Mitarbeiter

Er macht sich ernste Sorgen um seine über 30 Rathaus-Mitarbeiter. Und hat deshalb für „uneinsichtige Bürger“ absolut kein Verständnis. „Obwohl längst bekannt sein dürfte, dass im Rathaus aus bekanntem Grund nur die Hälfte der Mitarbeiter anwesend ist und es deshalb für den Parteiverkehr geschlossen ist, wollen einige Bürger das partout nicht einsehen“, klagt der Bürgermeister. „Sie klingeln so lange an der Rathaustür, bis ihnen jemand aufsperrt, ihre Anliegen entgegennimmt“, sagt der Rathauschef der Gemeinde.

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Schaberl verweist darauf und bittet gleichzeitig darum zu beachten, dass derzeit im Rathaus nur wichtige und unaufschiebbare Termine, auch nach telefonischer Anmeldung, persönlich wahrgenommen werden können. „Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass diese uneinsichtigen Bürger mit Lappalien zu uns gekommen sind, die auch telefonisch hätten erledigt werden können“, sagte der Rathaus-Chef den gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

Frühmorgens schon vor Ort

Auch der Bürgermeister ist derzeit nicht rund um die Uhr im Rathaus, sondern arbeitet des Öfteren von Zuhause aus. Wenn er aber den Weg Richtung Rathaus auf sich nimmt, dann ganz früh morgens: „Ich bin morgens gegen 6 Uhr in meinem Büro, stelle das Auto in die Tiefgarage.“

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Und was die „uneinsichtigen Bürger“ betrifft: Diesen eigentlich vermeidbaren Ärger schiebt Schaberl schnell beiseite. Denn: „Mich freut ganz riesig, dass viele Leute der älteren Generation in den drei Senioren- und Pflegeheimen, die sich dankenswerter Weise in unserer Gemeinde unverzichtbar gemacht haben, so großartig versorgt und betreut werden.“

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