Für Bürger in Not im Einsatz: Matthias Danner ist der neue Kommandant der Vagener Feuerwehr

Blickt positiv in die Zukunft: Der neue Kommandant Matthias Danner am Gerätehaus der Feuerwehr Vagen.
+
Blickt positiv in die Zukunft: Der neue Kommandant Matthias Danner am Gerätehaus der Feuerwehr Vagen.

Vagen – Die Aktiven der Feuerwehr Vagen wählten jetzt einen neuen Kommandanten. Matthias Danner (35) wird die nächsten sechs Jahre das Ehrenamt des Kommandanten übernehmen. Wer zu 100 Prozent hinter ihm steht, wer stolz auf ihn ist und was er sich für die Feuerwehr wünscht, verrät der Vagener im Interview.

Herr Danner, seit wann sind Sie bei der Feuerwehr?

Matthais Danner: Für mich war es eine Selbstverständlichkeit mit 14 Jahren zur Jugendfeuerwehr zu gehen, mit 16 war ich bei den ersten Einsätzen dabei und zwei Jahre darauf wurde ich in den Aktiven-Dienst übernommen. Seitdem durchlief ich die verschiedenen Ausbildungsphasen in der Wehr, habe den Gruppenführerlehrgang und die Atemschutzausbildung absolviert.

Wie wird man eigentlich Kommandant?

Danner: Als Kommandant wird man von der Mannschaft vorgeschlagen und dann offiziell gewählt. Der Lehrgang ,Leiter einer Feuerwehr’ an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried ist Voraussetzung für das Kommandantenamt. Hier erlernt man die Basis zur Führung einer Feuerwehr, wichtige Gesetzesgrundlagen und Details zur Ausbildung der Mannschaft.

An welche Einsätze aus der jüngeren Zeit erinnern Sie sich besonders?

Danner: Da würde ich sofort das Schneechaos in Sachrang in der Gemeinde Aschau im Chiemgau im letzten Jahr nennen und die starke Leistung und gute Zusammenarbeit der Landkreisfeuerwehren im betroffenen Gebiet. Auch an den Einsatz beim Großbrand in Krügling in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham im Juni 2014 erinnere ich mich gut. Höchsten Einsatz jedes Aktiven forderte auch das Mangfall-Hochwasser im Juni 2013.

Was möchten Sie in Ihrer neuen Dienstzeit beibehalten, verändern und was ist Ihnen besonders wichtig?

Danner: Unsere Feuerwehr ist im Moment gut aufgestellt, sei es mit den Aktiven oder unserer Jugend. In der jetzigen Zeit könnte eh nicht viel verändert werden. Coronabedingt finden ja keine Übungen oder Schulungen statt, wir rücken derzeit nur bei Einsatzalarmierung aus.

Wie sehen Sie den Stellenwert der Gemeindefeuerwehren?

Danner: Die Feuerwehren sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinde. Die fünf Wehren arbeiten Hand in Hand und auch von der Kommune werden die örtlichen Feuerwehren hervorragend unterstützt.

Wie lässt sich die Kommandantur mit Ihrem Berufsalltag verbinden?

Danner:Als Angestellter des Bauhofs Bruckmühl werde ich von der Marktgemeinde im Ehrenamt unterstützt, so dass ich auch während meiner Arbeitszeit mein Amt als Kommandant bei Einsatzalarmierung ausüben kann. Gleichzeitig unterstütze ich tagsüber die Feuerwehr Bruckmühl bei den Einsätzen.

Was sagt Ihre Familie dazu, dass Sie sich für dieses Ehrenamt beworben haben?

Danner: Meine Ehefrau Elisabeth, sie ist 31 Jahre alt, steht zu hundert Prozent hinter mir. Anderenfalls würde dieses Ehrenamt einfach nicht funktionieren. Meine Töchter Marlene (10), Lisa (5) und Christina (1) sind, glaube ich, auch ganz schön stolz auf ihren Papa bei der Feuerwehr.

Was wünschen Sie sich und Ihren Kameraden künftig?

Danner:Ich wünsche uns unfallfreie Einsätze, dass wir alle gesund heimkommen. Weiterhin einen starken Zusammenhalt der Kameraden, gute Zusammenarbeit, meinem neugewählten Stellvertreter Thomas Ramthun und mit derKreisbrandinspektion Rosenheim und Kreisbrandrat Richard Schrank.

Interview: Jeannette Wolf

Kommentare