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NACH PAUSE SEIT ZWEITEM LOCKDOWN

Bruckmühls First Responder dürfen endlich wieder zum Einsatz

Nach dem finalen Einsatz-Check von FR-Einsatzleiter Florian Kusterer (rechts) und Rettungssanitäter Manuel Böhm kann „RK Bruckmühl 79/1“ wieder zum Erste-Hilfe-Dienst vor Ort auf die Strecke geschickt werden.
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Nach dem finalen Einsatz-Check von FR-Einsatzleiter Florian Kusterer (rechts) und Rettungssanitäter Manuel Böhm kann „RK Bruckmühl 79/1“ wieder zum Erste-Hilfe-Dienst vor Ort auf die Strecke geschickt werden.

Der „RK Bruckmühl 79/1“ ist wieder „on air“. Die Integrierte Rettungsleitstelle Rosenheim, die die Einsätze koordiniert, hat dem Bruckmühler First Responder (FR) und den anderen FR-Teams im Landkreis jetzt „grünes Einsatz-Licht“ gegeben.

Bruckmühl – „Endlich! Unser komplettes Equipment ist gecheckt, die Motivation ist topp, wir sind bereit, wieder professionelle Erste Hilfe zu leisten“, bringt Bruckmühls FR-Einsatzleiter Florian Kusterer die Gefühlslage seines Teams auf den Punkt.

Seit dem zweiten Lockdown im Dezember wurden alle FR-Teams vom Katastrophenschutzstab des Landkreises Rosenheim aus versicherungsrechtlichen Maßgaben und Infektionsschutzgründen „an die Kette gelegt“.

Equipment und Crew einsatzbereit

„Das ist schon eine harte Nummer, wenn du in deinem neuen BRK-Zuhause sitzt und zur Untätigkeit verdammt bist“, blickt Kusterer auf die harte Zeit des Nichtstuns zurück. Seit Bekanntwerden der Einsatzfreigabe herrsche eine euphorische Stimmung im neuen Bruckmühler BRK-Heim.

Schon kurz darauf überprüfte Rettungsassistent Kusterer mit seinem Einsatzkollegen und Rettungssanitäter Manuel Böhm das komplette medizinische Einsatz- und Materialsortiment des RK 79/1. Dazu gehörten auch viele Funktions-Tests wie bei Defibrillator oder Pulsoximeter.

Nach Aussagen von Kusterer seien die meisten der ehrenamtlichen Bruckmühler FR-Einsatzkräfte bereits geimpft oder hätte Antikörper gebildet. „Von der Sache her sind wir also save“, reckt er den Daumen nach oben. Trotzdem werden bei den Einsatzfahrten die höchsten Sicherheits-Standards gewährleistet.

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Noch läuft nicht alles wie gewünscht. So finden die Fortbildungen immer noch online statt.

Positiv fällt dagegen ins Gewicht, dass die vor kurzem initiierte Mitgliederaktion „Eine Unterschrift für zehn FFP-2-Masken“ gut aus den Startlöchern gekommen ist. „Hier könnten wir aber gerne noch mit Neuaufnahmen zulegen, denn der erhöhte Materialaufwand und die hohen Hygienestandards gehen gehörig ins Geld“, legt FR-Einsatzleiter Kusterer die Stirn in Falten und ergänzt: „Wir sind für jede Art der Unterstützung mehr als dankbar“.

Mehr als 600 Einsätze im Jahr

Wie wichtig die Bruckmühler First Responder-Crew ist, zeigen die Jahresstatistiken. So wurde 2019 mit 687 Einsatzfahrten erstmals in der 22-jährigen FR-Geschichte die Schallmauer von 600 Einsätzen geknackt. Im vergangenen Jahr waren es 357, und das, obwohl die FR aufgrund der Pandemie mehrere Monate nicht ausrücken durften. Dazu merkt der Vorsitzende der FR-Fördervereins Reinhard Geigerseder an: „Diese Einsatzzahl macht uns zwar unheimlich stolz, aber auch gleichzeitig nachdenklich, denn jedes Mal, wenn wir gerufen werden, handelt es sich um einen Notfall, bei dem es um ein Menschenleben geht.“

Trotz dieses Zwiespalts gehen die Bruckmühler FRler ab sofort wieder engagiert und hoch professionell ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zum Wohle der Bruckmühler nach. Dabei ist ihnen wichtig: „Jeder Einsatz, der nicht gefahren werden muss, ist der beste.“ Trotz des großen Tatendrangs ist auch für die Bruckmühler FRler klar: „Sollte sich die Pandemie-Lage wieder ändern, muss darauf entsprechend reagiert werden.“

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