Bruckmühler Verwaltung zieht im Januar ins „Wolldecken-Rathaus“ um

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Während der Umbau- und Sanierungsphase des Bruckmühler Rathauses zieht die Verwaltung in die einstige Wolldeckenfabrik um. War das ursprünglich für September geplant, sorgen die Corona-Einschränkungen nun für Verzögerungen. Auch in der „Wolldecke“ finden die Bürger ihren gewohnten Service.

Von Johann Baumann

Bruckmühl – Das 1955 erbaute und 1956 eingeweihte Bruckmühler Rathaus wird generalsaniert, erweitert und aufgestockt. Die Verwaltung bereitet sich für die Zeit der Bauarbeiten auf den temporären Umzug in das „Wolldecken-Rathaus“ – also die einstige „Bayerische Wolldeckenfabrik“ – im „Gewerbepark BWB“ vor.

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Im Gebäude 13 (Hochparterre – 435 Quadratmeter) wird das Bürgerbüro mit Sozial- und Rentenamt, Ordnungs-, Gewerbe-, Einwohnermelde- und Standesamt, Kasse und Steueramt sowie der Friedhofsverwaltung untergebracht.

Alle Bereiche finden Platz im Quartier

Im Gebäude 25 stehen für das Archiv und die Registratur 450 Quadratmeter zur Verfügung. In den Gebäudeteilen 25, 29 und 31 werden auf insgesamt 963 Quadratmetern Büro-, Besprechungs- und Aufenthaltsräume entstehen.

Dort haben das Bauamt, das Hauptamt, die Immobilienwirtschaft und die Kämmerei ihren vorübergehenden Standort. Auch der Bürgermeister wird dort sein Zelt aufschlagen. Südlich des angrenzenden Triftbaches werden zudem 41 Pkw-Stellplätze geschaffen.

Für die Nutzungsänderung der genannten Teilbereiche des „Gewerbeparks BWB“ wurden vom damaligen Bau-, Umwelt- und Vergabeausschuss in der vergangenen Legislaturperiode zunächst die baurechtlichen Weichen gestellt und der Bauantrag im Januar 2020 befürwortend an das Landratsamt Rosenheim weitergeleitet.

Umbauarbeiten haben begonnen

In den betreffenden Gebäuden werden verschiedene Umbaumaßnahmen notwendig. Diese beziehen sich unter anderem auf die Neuerrichtung von Sanitärbereichen, Heizungs-Ein- und Umbauten, Austausch von Fenstern, Raumunterteilungen, Verlegung der Bodenbeläge, den Einbau eines neuen Aufzuges, Dämmarbeiten und Brandschutzaspekte.

Der Markt hat die Planung an den Vermieter Werndl & Partner übertragen. Dieser beauftragte das Planungsbüro Moser, Kolbermoor. Die Aufträge erteilt der Vermieter, der für den Umbau Benjamin Ryklin als Projekt- und Bauleiter benannte.

Die Ausbaukosten werden gemäß einer getroffenen Vereinbarung zwischen Vermieter und Mieter aufgeteilt. Der Markt Bruckmühl trägt von den Ausbaukosten in Höhe von insgesamt 1,125 Millionen Euro einen Anteil von 646 325 Euro.

„Die Baugenehmigung seitens des Landratsames lässt leider auf sich warten“, erklärt Markus Zehetmaier, Leiter der Wirtschaftsförderung und Liegenschaften im Bruckmühler Rathaus.

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Immerhin konnten die genehmigungsfreien Arbeiten aus dem Umbaupaket bereits in Angriff genommen werden. Es habe aber im März und April auch coronabedingte Verzögerungen bei der detaillierten Ausbauplanung gegeben. Daher sei der für Ende September vorgesehene Umzug auf den 7. und 8. Januar 2021 verschoben worden. Am 1. Dezember 2020 erfolgt voraussichtlich die Übergabe der Räume.

Vorab werden im Laufe des Dezembers das Archiv sowie die Registratur verlagert. Nach dem vollständigen Auszug im Januar und dem Ausräumen der Gegenstände, die nicht mitgenommen werden, beginnt im Rathausgebäude in den ersten Monaten des Jahres 2021 die Innen- sowie Schadstoffsanierung.

„Anfang 2023 müssten die Arbeiten nach aktuellem Zeitplan abgeschlossen sein, sodass der ,Rückumzug‘ ins neue Rathaus erfolgen kann“, kündigt Zehetmaier an. „Während der Umbau- und Sanierungsphase wird für die Bürger eine funktionierende Verwaltung mit allen Serviceleistungen gewährleistet“, unterstreicht Bürgermeister Richard Richter.

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