Bruckmühler Trinkwasser ist gesichert: Neue Wasserversorgung für 3,3 Millionen Euro gebaut

Feierlicher Akt: Pfarrer Augustin Butacú (Zweiter von links) gibt dem Bauwerk im Beisein von Umweltminister Thorsten Glauber, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Paul Geisenhofer, dem Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, und der Landtagsabgeordneten Claudia Köhler (von links) den Segen.  Gerlach
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Feierlicher Akt: Pfarrer Augustin Butacú (Zweiter von links) gibt dem Bauwerk im Beisein von Umweltminister Thorsten Glauber, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Paul Geisenhofer, dem Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim, und der Landtagsabgeordneten Claudia Köhler (von links) den Segen. Gerlach

Der neue Trinkwasserbrunnen Götting sowie die Wasseraufbereitungsanlage und der Hochbehälter in Mittenkirchen wurden gestern offiziell eingeweiht. Im Dezember gehen sie ans Netz und versorgen 17000 Menschen. Damit ist die Trinkwasserversorgung der Marktgemeinde Bruckmühl langfristig gesichert.

Von Kathrin Gerlach

Bruckmühl – Seit gestern steht die Trinkwasserversorgung der Marktgemeinde Bruckmühl auf zwei Standbeinen. Das Wasserwirtschaftsamt übergab Brunnen und Brunnenhaus Götting sowie Trinkwasseraufbereitung und Hochbehälter in Mittenkirchen an die Marktgemeinde. Der Freistaat Bayern hatte in den vergangenen drei Jahren 3,3 Millionen Euro in die Anlage investiert.

Dem feierlichen Akt wohnten neben dem Zweiten Bürgermeister Klaus Christoph und Altbürgermeister Franz-Xaver Heinritzi auch Umweltminister Thorsten Glauber, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Landrat Otto Lederer, die Landtagsabgeordneten Claudia Köhler und Franz Bergmüller, Mitglieder des Marktgemeinderates, Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamtes, der Ingenieurbüros und der Baufirmen bei.

Die Weitsicht des Altbürgermeisters

Paul Geisenhofer, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes und damit „Bauherr“ der Trinkwasserversorgungsanlage, lobte die Weitsicht der Marktgemeinde: Altbürgermeister Heinritzi habe sehr früh erkannt, dass ohne eine Ersatzwasserversorgung perspektivisch keine sichere Trinkwasserversorgung der Gemeinde möglich sei.

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„Nach dem Pfingsthochwasser 1999 wurden die Planungen für den Hochwasserschutz an der Mangfall wieder aus den Schubladen geholt“, erinnert sich Heinritzi. Mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens in Feldolling wäre die Trinkwasserversorgung der Marktgemeinde über die Vagener Brunnen gefährdet gewesen.

„Sie müssen während der Bauarbeiten und wenn Hochwasser angestaut wird, vom Netz genommen werden“, erklärt Heinritzi. Also rang er dem Freistaat einen Ersatzbau ab. Viele Jahre später ist für 3,3 Millionen Euro nun die Wasserversorgung Götting entstanden.

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„Doch dass wir heute hier stehen, ist vor allem einem Glückskauf der Gemeinde zu verdanken“, betont Klaus Christoph. Diese hatte sich um potenzielle Grundstücke für die Trinkwasserversorgung bemüht. Bei Probebohrungen stellte sich heraus, dass sie auf eines der größten Grundwasservorkommen im Mangfallbecken gestoßen waren. „Wir haben ein Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen, das zu großen Teilen im Bereich der Irschenberger Leite, aber auch von landwirtschaftlichen Flächen liegt“, erklärt Geisenhofer.

Kampf um jeden Tropfen Trinkwasser

Umweltminister Thorsten Glauber lobte das Projekt: „Wasser ist Leben. Wir müssen auch in Bayern um jeden Tropfen Trinkwasser kämpfen. Doch die Menschen in der Marktgemeinde müssen sich nicht sorgen, weil Sie hier in Bruckmühl Vorsorge getroffen haben.“

Er dankte vor allem den Landwirten für ihre Partnerschaft im Trinkwasserschutzgebiet. Sie können ihre Flächen nur eingeschränkt nutzen, dürfen beispielsweise nicht düngen. Auch Spaziergängern sind Grenzen gesetzt. So gilt in der Trinkwasserschutzzone ein Hundeausführverbot.

Gestern wurde die Trinkwasserversorgung Götting an die Marktgemeinde Bruckmühl übergeben. Verantwortlich dafür ist nun Wassermeister Moritz Pröckl mit seinem Team. Er hat während seiner Ausbildung auch die Entstehung der Anlage begleitet. Von seinem Lehrmeister Franz Thalhammer wurde er auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet. Nun managet der 24-Jährige die Wasserversorgung von mehr als 17 000 Menschen.

Das Reich des Wassermeisters: Moritz Pröckl erklärt Klaus Christoph und Stefan Mager (von links) die Funktionsweise der beiden Filterkessel.
Das Bauwerk wird an Bruckmühl übergeben: Paul Geisenhofer (rechts) übergibt den symbolischen Schlüssel an Zweiten Bürgermeister Klaus Christoph.

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