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Investition in technische Anlagen

Bruckmühler Schwimmbadverein erhält Zuschuss von 100.000 Euro für Sanierungen

Das Bruckmühler Freibad wird mit einem Finanzvolumen von 100000 Euro fit für die Zukunft gemacht.
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Das Bruckmühler Freibad wird mit einem Finanzvolumen von 100.000 Euro fit für die Zukunft gemacht.
  • VonTorsten Neuwirth
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Nach einer elf minütigen Beratung erhielt der Antrag des Schwimmbadvereins Bruckmühl für einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 100.000 Euro mit nur einer Gegenstimme einen positiven Bescheid.

Bruckmühl – Nach Darstellung von Michael Linder, Fachbereichsleiter Kämmerei, soll der Betrag für notwendige Sanierungsmaßnahmen der technischen Anlagen genutzt werden.

Dies umfasst die in die Jahre gekommene Technik – eine Filteranlage mit Pumpen und Dosiereinrichtung für die Beckenchemie – sowie die Mess- und Regeltechnik als auch die Hebeanlage des Pumpensumpfes zum Kanal. Nach Aussage der Vereinsleitung sollen diese wichtigen Komponenten überholt beziehungsweise teilweise erneuert werden. Diese Kosten belaufen sich auf 60.000 bis 70.000 Euro.

Laut Vereinsvorstand seien diese Investitionen notwendig, um den Badebetrieb aufrechterhalten zu können. Die weiteren 30.000 Euro sollen für Wartungsmaßnahmen, Servicearbeiten, den TÜV und die Umsetzung des Hygienekonzeptes eingesetzt werden.

Procedere unüblich wegen Covid 19-Lage

Grünen-Sprecher Stefan Mager hinterfragte das Procedere. „Normalerweise ist es doch so, dass der Verein Mängel und Handlungsbedarf feststellt, darüber die entsprechenden Fachstellen informiert, dann Angebote einholt und um Freigabe für die Auftragserteilung bittet. Nach Beendigung der Arbeiten und dem Eingang der Rechnungen werden diese dann unter Beachtung des Zahlungsziels der entsprechenden Verwaltungsstelle zur finalen Bearbeitung vorgelegt“, führte der Fraktionssprecher aus und fragte: „Warum, bitte, wird das Geld in diesem Fall im Voraus freigegeben?“

Kämmerer Lindner erläuterte, dass der Verein aufgrund der Covid 19-Situation und den dadurch fehlenden Einnahmen mit einer nicht gerade guten Liquiditätslage umgehen muss. „Um mit den Arbeiten überhaupt beginnen zu können, habe sich die Verwaltung zu diesem einmaligen Schritt entschlossen.“

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Wolfgang Huber (Die Grünen) griff das Thema noch einmal auf. Dabei stütze er im Grundtenor die Ansicht und Argumentation seines Fraktionskollegen. Für ihn wäre auch eine Stückelung des Betrages durchaus denkbar und praktikabel, „die Einzelrechnungen gehen unverzüglich bei der Verwaltung ein und werden dort auf die Richtigkeit geprüft und dann beglichen. Somit geht alles seinen normalen Weg“.

Dies bewertete der Finanzchef der Marktgemeinde wiederum anders. Aus Verwaltungssicht sei es besser, wenn Rechnungen im gesammelten Verfahren, quasi en bloc, bearbeitet werden können: „Das ist nicht nur für den Schwimmbadverein, sondern auch für uns einfacher und im Ablauf effizienter“. Er bot aber seine Bereitschaft an, wenn der Marktausschuss es wünsche, jeden Rechnungseingang einzeln abwickeln.

BP-Fraktionssprecher Georg Oswald hatte seine eigene Sichtweise auf den Tagesordnungspunkt. Er führte einen Schuldenstand von 85.000 Euro, laut einem Prüfbericht, des Schwimmbadvereins an. „Dazu kommen jetzt die 100.000 Euro und weitere 200.000 im Herbst, um das Gelände des Bruckmühler Schwimmbades im Anschluss an die diesjährige Badesaison mit einer Humusschicht abzudecken. Auch wenn das Bad wichtig ist, leisten wir uns hier eine teure Sache.“

200.000 Euro durch Vorsichtsmaßnahmen zu Altlasten begründet

Diese Aussage wollte der Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft & Wirtschaftsförderung, Markus Zehetmaier, so nicht unkommentiert im Raum stehen lassen. Er betonte, dass es sich bei den angesprochenen 200.000 Euro um eine reine Vorsichtsmaßnahme rund um Altlasten aus einer Hausmülldeponie handle, deren Ursachen weit vor der Vereinsgründung lägen. „Diese Summe kann man dem Schwimmbadverein so nicht zurechnen.“

Sitzungsleiterin Anna Wallner, CSU/PW attestierte den Vereinsverantwortlichen eine gute, solide und vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Wir können stolz sein, dass sich ein Verein als Träger um unser Schwimmbad kümmert. Uns als Gemeinde würde es viel teurer kommen, und überhaupt: Es sollte uns einfach das Geld wert sein.“

Bei der folgenden Abstimmung votierte der Marktausschuss mit einem 9:1 Ergebnis für den Antrag.

Sprung ins kühle Nass ab 19. Juni möglich

Am 19. Juni öffnet das Freibad Bruckmühl seine Pforten. Die Mitglieder des Bruckmühler Schwimmbadvereins können wieder ihre Bahnen ziehen und ins kühle Nass abtauchen. Neu ist dabei wegen Corona-Auflagen eine Voranmeldung aller Gäste über die Vereinswebseite www.schwimmbad-bruckmuehl.de. (zwingend erforderlich). Dies ist eine amtliche Vorgabe durch das Gesundheitsministerium und muss eingehalten werden- auch wenn die Mitglieder namentlich/ persönlich bekannt sind.

Da die derzeitige Inzidenz unter 50 liegt ist eine vorzeitige Buchung/Reservierung von „Timeslots“ zur Zeit nicht mehr notwendig.

Auch in diesem Jahr müssen Mitglieder und Gäste auf ihren Abstand achten und diesen auch konsequent einhalten. Dieser gilt im gesamten Freibad, das heißt sowohl im Kassen- und Umkleidebereich, sowie auf Wegen und im Becken.

Maskenpflicht an Kasse, Kiosk und in den Umkleiden

Weiterhin herrscht an der Kasse, dem Kiosk und in den Umkleiden Maskenpflicht. Die FFP2-Masken müssen allerdings nicht auf dem Liegeplatz, im Becken und in den Duschen getragen werden.

Eintrittspreise für die Saison 2021: Erwachsene zahlen 3,50 Euro, Kinder bis zwölf Jahre (in Begleitung eines Erwachsenen) 2,50 Euro Kinder unter sechs Jahren (in Begleitung eines Erwachsenen) freier Eintritt.

Der Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft im Schwimmbadverein Bruckmühl liegt bei 35 Euro. Mitgliedsanträge finden Sie an der Kasse, sowie zum Download im Internet.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 8.30 bis 19 Uhr. Sollte das Wetter jedoch nicht mitspielen, behält sich die Betriebsleitung vor, in diesem Fall früher beziehungsweise ab Mittag zu schließen.

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