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Sonnenwiese über einstiger Deponie

Bruckmühler Schwimmbadgelände wird nach der Saison mit Humusschicht abgedeckt

In der Badesaison 2022 werden die Badegäste auf der großen Liegewiese der Sonne um 35 Zentimeter näher sein, weil das Gelände aufgeschüttet wird.
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In der Badesaison 2022 werden die Badegäste auf der großen Liegewiese der Sonne um 35 Zentimeter näher sein, weil das Gelände aufgeschüttet wird.

Das Gelände des Bruckmühler Schwimmbades wird im Anschluss an die diesjährige Badesaison mit einer 35 Zentimeter starken Humusschicht abgedeckt. Der Grund ist die Hausmülldeponie, die sich bis 1965 auf diesen Flächen befand. Diese Vorsichtsmaßnahme kostet die Gemeinde 200.000 Euro.

Bruckmühl – Die Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – so kann man die Entscheidung der Bruckmühler Verwaltung skizzieren, das Gelände des Bruckmühler Schwimmbads im Anschluss an die diesjährige Badesaison mit einer 35 Zentimeter starken Humusschicht abzudecken. „Bei dieser Sanierungsmaßnahme handelt es sich lediglich um eine vorgeschriebene Vorsichtsmaßnahme“, informierte Bürgermeister Richard Richter, (CSU/PW) den Marktgemeinderat.

Bis 1965 wurde hier Hausmüll entsorgt

Zur Ausgangslage: Auf dem Gelände des heutigen Bruckmühler Schwimmbadvereins befand sich bis 1965 eine Hausmülldeponie. Bei den behördlich angeordneten umfangreichen Untersuchen des Bodens fanden zuerst Vorerkundungen mittels Kleinbohrungen statt. Danach wurde großes Gerät aufgefahren, hoben Bagger Schürfgruben mit einer Tiefe von bis zu fünf Metern aus.

„Das Auge muss schließlich sehen, was im Boden ist“, erklärte Ruth Url, Sachbearbeiterin Tiefbau, plastisch die akribische Vorgehensweise. Das Ergebnis der Bodenbohrungen und -freilegungen sowie der mehrfach wiederholten Grundwasseruntersuchungen auf dem Areal der ehemaligen Deponie: Es besteht keine Gefahr für das Grundwasser. Auch können die Auffüllungen im Boden verbleiben, sofern sie ausreichend abgedeckt werden.

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Nach Abstimmung mit den zuständigen Behörden soll zum Schutz des „Wirkungspfades Boden-Mensch“ die vorhandene Liegewiese mit einem 35 Zentimeter dicken Oberbodenauftrag überdeckt werden.

Zum Schutz des vorhandenen Baumbestandes wird eine Grabsperre in Form eines Geogitters eingebracht. Nach Darstellung des Bürgermeisters werde so künftig gewährleistet, dass auch bei einer eventuellen Beschädigung der Oberbodenschicht keinerlei „Kontaktaufnahme“ mit der Auffüllung möglich sei.

Sanierung des Schwimmbades eine reine Vorsichtsmaßnahme

Wichtig war in dem Zusammenhang für Richter vor allem die Feststellung, dass für die Besucher des Freibades zu keiner Zeit ein auch noch so kleines Gefährdungspotenzial bestanden hat und auch künftig nicht bestehen wird, denn: „Die Sanierung ist wirklich eine reine Vorsichtsmaßnahme.“ Mit einem Schmunzeln fügte er noch an: „Unter den Schwimmbad-Kids gibt es ja auch welche, die sich mit ihren kleinen Schaufeln zu richtigen Schürfspezialisten entwickeln, aber auch diese sind auf der sicheren Seite.“

Zum Zeitplan gab der Rathauschef an, dass mit den dafür erforderlichen Arbeiten nach dem Ende der diesjährigen Freibad-Saison begonnen werden solle.

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Mit der Planung und Überwachung der Arbeiten wurde die BFM Umwelt GmbH aus München beauftragt. Die dafür entstehenden Kosten belaufen sich nach derzeitigem Kenntnisstand auf 27.000 Euro.

Kosten liegen bei etwa 200.000 Euro

Insgesamt sind für die Planung und Ausführung der Bodenabdeckung Finanzmittel aus dem Gemeindesäckel in Höhe von 200.000 Euro im Haushalt 2021 eingestellt. Darüber hinausgehende Kosten werden von der Gesellschaft für Altlasten Bayern bezuschusst.

Den Verantwortlichen des Schwimmbadvereins wünschte der Bürgermeister, der dort selbst stellvertretender Vorsitzender ist, eine gute Portion Nervenstärke: „Die diesjährige Badesaison wird alleine schon wegen der behördlichen Auflagen und Vorgaben eine Mammutaufgabe werden.“ (re)

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