Bruckmühler Rallye-Teams sind zurück: Mit 7810 Euro Spenden im Gepäck

Begeistert von den Menschen im Norden:Die Bruckmühler Martin Sollerspöck, Manuel Böhm, Michael Weißbrich, Melissa Agrinz, ihre neu gewonnene Freundin Ingrid aus Schweden, Florentine Stamouli und Marco Frazzetta (von links). WEISSBRICH

Sie sind zurück. Und im Gepäck haben sie Spenden in Höhe von 7810 Euro und Erinnerungen an ein unglaubliches Abenteuer – die „Baltic Sea Circle Rallye“. Manuel Böhm, Martin Sollerspöck, Michael Weißbrich, Melissa Agrinz, Marco Frazzetta und Florentine Stamouli sind wieder in Bruckmühl gelandet.

Bruckmühl – Als die Bruckmühler Teams „Boarisch Quattro 1“, „Boarisch Quattro 2“ und „Matilda“ haben sie an der „Baltic Sea Circle Rallye“, dem nördlichste Abenteuer der Welt teilgenommen. Gemeinsam mit 60 Teams wagten sie den wilden Ritt rund um die winterliche Ostsee. Jetzt sind sie wieder daheim. Mit einem Rucksack voller Erinnerung. Und mit Spenden für soziale Zwecke.

Spendenaktion war ein Riesenerfolg

Nun können sie 3450 Euro an das „BRK-Herzenswunsch-Hospizmobil“ übergeben.

Für die First Responder kamen 1400 Euro und die Feuerwehr Bruckmühl 1200 Euro zusammen.

Zu den Operationen, die die kleine Mathilda braucht, um irgendwann auf eigenen Beinen gehen zu können, steuern die Bruckmühler 1760 Euro bei.

„Wir sind allen unendlich dankbar, die sich an unserer Spendenaktion beteiligt haben“, sagt Michael Weißbrich im Namen der drei Teams.

Zwölf Tage Abenteuer

16 Tage lang haben sie ihre Eindrücke vom nördlichsten Abenteuer der Welt mit ihren „Followern“ geteilt und damit immer wieder auf ihre Spendenaktion aufmerksam gemacht. Viele Bruckmühler folgten ihnen auf FindPenguins oder erfuhren aus dem Mangfallboten von den ersten Tagen im hohen Norden.

Hilfsbereite Menschen

Jetzt sind sie wieder im Lande: wohlauf, mit 8850 Kilometern in den Knochen und mit wunderbaren Eindrücken von Ländern und Leuten in ihren Herzen. „Die Skandinavier sind unwahrscheinlich hilfsbereit“, betont Michael immer wieder. Es hat ihn beeindruckt, wie unkompliziert sie den Teams halfen.

Tagesaufgaben zum Kennenlernen

Nicht nur bei den ersten Pannen, sondern auch bei der Lösung der Tagesaufgaben, die zur Rallye gehörten. „Wir sollten einen Björn, Jan oder Anders finden und mit ihm ein Foto machen“, erzählt Melissa. Nach vielen Anläufen und Tipps, wie man die Namen in Norwegen richtig ausspricht, wurden sie fündig. Und mit dem Foto wurde eine neue Freundschaft geschlossen. Björn, Ende 50, und Geschäfsführer eines Spirituosengeschäfts, ist nun auch in Bruckmühl kein Unbekannter mehr.

Auf einen Kaffee in Vestvagoy

Oder Ingrid. „Wir waren nach einer Nacht auf der Fähre völlig erschöpft und ausgehungert, suchten auf endlosen Straßen irgendeinen Laden für einen Kaffee und ein Frühstück. In Vestvagoy wurden wir fündig – allerdings weit vor der Öffnungszeit“, erinnert sich Michael.

Neue Freunde: Ingrid, Björn, Jyri und Jakob

Die Inhaberin fackelte nicht lange. Sie hatte die Teams gesehen, öffnete ihren Laden. In Erinnerung bleibt den Bayern ein nettes Frühstück mit Ingrid aus Schweden.

Beeindruckt hat sie auch Jyri aus Finnland, in dessen Eisskulpturenpark die Bruckmühler zu Gast waren. Sie fragten ihn einfach nur, wo man Brennholz kaufen könne. Und schon waren sie versorgt: Mit einer Kiste Holz als Geschenk.

Oder Jakob aus St. Petersburg, der Rezeptionist ihres Hotels. Er bot sich ihnen spontan als Stadtführer an und zeigte ihnen ein kleines Stück seiner berühmten Heimatstadt. Mit Erfolg, denn „dort wollen wir unbedingt noch einmal hin und uns diese wunderschöne Stadt in aller Ruhe anschauen“, schwärmt Melissa.

Eine Kreuzfahrt mit dem Auto

Denn die Rallye war kein Erholungsurlaub. Jeden Tag waren die Teams viele Stunden im Auto unterwegs. Viel Zeit, die zehn durchstreiften Länder näher kennenzulernen, hatten sie nicht. „Es war wie eine Kreuzfahrt mit dem Auto“, beschreibt Manuel den Zeitdruck. „Jetzt wissen wir, wo wir noch einmal hin müssen.“

Nordlichter leuchten für die Teams

Dazu zählt auf jeden Fall auch Norwegen. Nicht jedem ist es vergönnt, die Nordlichter tatsächlich zu sehen. „Wir hatten dieses Glück und es war ein unbeschreibliches Leuchten“, sagt Michael.

60 Teams starten, 59 kommen ins Ziel

60 Teams sind an den Start gegangen. 59 kamen ins Ziel. Und das, obwohl sich ein Fahrzeug mehrfach überschlagen hat, und ein Fahrer eine Lungenembolie erlitt. Doch nur ein Teilnehmer brach die Rallye ab – allerdings unter glücklichen Umständen: Er ist Vater geworden.

Auch die drei Bruckmühler Teams kamen in voller Besetzung in Hamburg an. Und das, obwohl Florentine für die Betreuung ihrer Kinder schon in Finnland zurückfliegen musste. Doch für das Team-Gefühl der Bruckmühler war sie am Sonntag bei der Zieleinfahrt wieder mit dabei.

Mit Bingo zur nächsten Rallye

Für eines der Bruckmühler Teams war die „Baltic Sea Circle Rallye“ nicht die letzte. Michael Weißbrich und Melissa Agrinz haben beim Bingo eine Rallye ihrer Wahl gewonnen. Nun wollen sie mit „Knight of the Island“ eine märchenhafte Reise durch das Vereinigte Königreich antreten, Burgen und Schlösser, sagenumwobene Highlands und das Land des Drachens sehen.

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