Bruckmühler Haushalt hat ein Volumen von 66,7 Millionen Euro

Eines der größten Vorhaben der Marktgemeinde Bruckmühl ist das Bürger- und Kulturhaus. Dafür wurden im aktuellen Haushalt zwei Millionen Euro eingeplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 8,48 Millionen Euro. Architekten und Stadtplaner Romstätter

Der Bruckmühler Marktgemeinderat verabschiedete in konstruktiver, teils angespannter und am Ende sogar emotionaler Stimmungmehrheitlich mit einem 19:3-Votum den Haushaltsplan 2020. Das Zahlenwerk weist ein Gesamtvolumen von knapp 66,7 Millionen Euro auf.

Von Torsten Neuwirth

Bruckmühl – Der Verwaltungshaushalt beläuft sich dabei auf 38,7 (2019: 36,1 Milionen), der Vermögenshaushalt auf 28 Millionen Euro (2019: 21,4 Millionen). Kreditaufnahmen sind in einer Höhe von 2,1 Millionen Euro geplant.

Zukunftsorientiertes Zahlenwerk

Eingangs der Beratung bezeichnete Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) den Haushalt 2020 kurz und knapp als „sauber, realitätsnah und zukunftsorientiert“. Im Anschluss daran wurde das Zahlenwerk noch einmal von Kämmerer Michael Lindner umrissen.

Kreisumlage steigt auf elf Millionen Euro

Das Volumen des Verwaltungshaushaltes liegt um zirka 2,54 Millionen Euro über dem des Vorjahres, was einer Steigerung um sieben Prozent entspricht.

Die Kreisumlage an den Landkreis wurde auf knapp elf Millionen (2019: 9,4) beziffert. Dieses deutliche Plus basiert auf dem starken Anstieg der Steuerkraft aus dem Grundlagenjahr 2018.

Zwölf Millionen aus der Einkommenssteuer

Damit ist Bruckmühl nach einem Jahr Pause wieder der größte Kreisumlagen-Zahler des Landkreises Rosenheim. Die Deckungsreserve bleibt demgegenüber unverändert bei 200 000 Euro.

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Die Einkommenssteuerbeteiligung wurde mit zwölf Millionen Euro angesetzt. Dies ist gegenüber 2019 eine Steigerung von 139 000 Euro.

Keine Schlüsselzuweisungen für Bruckmühl

Nach 2018 erhält die Marktgemeinde in diesem Jahr zum zweiten Mal keine Schlüsselzuweisungen (2019: 382 000 Euro). Grundlage hierfür sind laut Kämmerer die Berechnungen des Bayerischen Landesamtes für Statistik. Diese werfen eine höhere Steuerkraft 2020 (Basisjahr 2018) als die für den Markt Bruckmühl berechnete einwohnerbasierende Ausgangsmesszahl aus. Dieser Effekt beruht insbesondere auf den außergewöhnlich hohen Gewerbesteuereinnahmen des Jahres 2018. Letztere liegen mit angesetzten zwölf um zwei Millionen höher als im vergangenen Jahr

8,2 Millionen Euro Personalkosten

Der Verwaltungshaushalt wirft einen Anstieg der Personalkosten um zirka 521 000 auf 8,2 Millionen Euro aus. Ursache hierfür sind Tarifanpassungen, Stufenentwicklungen und vom Gemeinderat genehmigte Personalaufstockungen.

3,8 Millionen für Gebäude- und Straßenunterhaltung

Der Gebäude- und Straßenunterhalt schlägt mit 3,8 Millionen zu Buche. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt – der Indikator für die Finanzkraft einer Kommune – beläuft sich im Jahr 2020 auf 2,6 Millionen Euro – im vergangenen Jahr waren es 1,8 Millionen Euro.

Große Projekte im Vermögenshaushalt

Beim Vermögenhaushalt stehen an vorderster Stelle der Agenda 2020 der Grunderwerb (2,8 Millionen), das Wohnungsbauprojekt Rübezahlweg (2,4), Sanierung beziehungsweise Neubau des Bürger- und Kulturhauses (2,0), die Turnhallensanierung Heufeld (1,8), der Straßenbau Högling/Weihenlinden (1,7), Wasserleitungsbau (1,0) und Parkplatz Bahnhof Heufeld (1,0).

Pro-Kopf-Verschuldung bei 400 Euro

Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei circa 400 Euro und damit 39 Prozent unter dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden von 659 Euro.

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