Bruckmühler First-Responder- Einheit darf nicht mehr ausrücken

Bruckmühl. – Die First-Responder-Einheit Bruckmühl darf seit dem 20. März nicht mehr ausrücken.

„Zwei Tage nachdem wir unsere Einsatzbereitschaft auf sieben Tage und 24 Stunden umgestellt hatten, kam diese Anordnung der integrierten Leitstelle Rosenheim“, informiert Reinhard Geigerseder, der Vorsitzende des Fördervereins.

Demnach dürfen die ehrenamtlichen Sanitäter vorerst keine Erste Hilfe mehr leisten. Der Grund ist ihr für den Fall einer Corona-Infektion während des Einsatzes unzureichender Versicherungsschutz.

Für die Bruckmühler Region bedeutet das, dass bei einem Notfall die in Bad Aibling oder Feldkirchen stationierten Rettungsdienste ausrücken. Sind diese gerade im Einsatz, muss die Rettungsleitstelle freie Kapazitäten suchen – beispielsweise in Agatharied, Kolbermoor, Rosenheim oder Holzkirchen.

„Und dann kann es schonmal bis zu 25 Minuten dauern, ehe ein Rettungswagen vor Ort ist“, weiß Geigerseder aus Erfahrung. Kein gutes Gefühl für die Bruckmühler First Responder. Doch sie können an der Situation nichts ändern.

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Derweil läuft trotz der Corona-Einschränkungen der Umzug ins neue BRK-Gebäude am Krankenhausweg. „Natürlich langsamer als geplant, weil immer nur zwei Leute arbeiten dürfen“, erklärt der Vorsitzende.

Doch die drei Einsatzfahrzeuge stehen bereits im neuen Domizil. Auch der Schulungsraum ist schon eingerichtet.

Teeküche, Tische, Stühle und Leinwand sind da. Nur der Beamer fehlt. „Der hängt in China fest“, so Geigerseder.

Coronabedingte Lieferengpässe sorgen auch dafür, dass die Küche noch nicht fertig ist. Als nächstes soll nun das Büro der First Responder eingerichtet werden.

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