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Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

Internationale Beziehungen

Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden

Andrij Melnyk, der häufig kritisierte ukrainische Botschafter in Deutschland, soll Medienberichten …
Medienbericht: Ukrainischer Botschafter Melnyk soll aus Deutschland abgezogen werden
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Dezentrale Anlagen für Grundschulen

Bruckmühl will Lüften gegen Corona mit neuem Förderprogramm optimieren

Mit dezentralen Lüftungsanlagen sollen die Klassenzimmer der Holnstainer (Foto) und der Heufelder Grundschulen im kommenden Jahr ausgestattet werden, um das infektionsschutzgerechte Lüften zu verbessern.
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Mit dezentralen Lüftungsanlagen sollen die Klassenzimmer der Holnstainer (Foto) und der Heufelder Grundschulen im kommenden Jahr ausgestattet werden, um das infektionsschutzgerechte Lüften zu verbessern.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Nachdem die Unterrichtsräume der Grundschulen in Bruckmühl, Götting und Heufeld im November mit mobilen Luftfiltern ausgestattet wurden, sollen nun dezentrale Lüftungsanlage nachgerüstet werden. Das hat der Marktgemeinderat mit 22:2 Stimmen beschlossen.

Bruckmühl – Bernd Krist, Sachbearbeiter für Hochbau und Bauunterhalt in Bruckmühl, erläuterte den Räten die Beweggründe. Demnach hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein weiteres Förderprogramm zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf den Weg gebracht. Gefördert werden jetzt langfristige Konzepte für das infektionsschutzgerechte Lüften, also stationäre raumluftechnischen Anlagen und die dazu erforderlichen Planungen.

Förderquote liegt bei 80 Prozent

Der Bund übernimmt 80 Prozent der Kosten. Die Bauverwaltung legte dem Marktgemeinderat eine Kostenschätzung für die Schulen vor. In der Grundschule Bruckmühl werden 480 000 Euro gebraucht. Für die Grundschule in Heufeld wurden ebenfalls 480 000 Euro angesetzt, hinzu kommen dort weitere 75 000 Euro für die Ganztagsschule.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,035 Millionen Euro, für die es einen Zuschuss von 828 000 Euro vom Bund gibt. Die Marktgemeinde müsste 207 000 Euro aufbringen. „Wir sehen im Einbau von dezentralen Lüftungsanlagen ein hohes Potenzial zur dauerhaften Verbesserung der Luftqualität in den Klassenzimmern“, erläuterte Krist.

Die Vorteile der Anlagen bestehen in einer besseren Kontrolle des Luftaustausches, reduziertem Lärm durch geschlossene Fenster, Allergikerfreundlichkeit durch reduzierte Pollen und eine hohe Energieeffizienz durch Wärmerückgewinnung. Vom Lüftungsgerät wird 100 Prozent Frischluft von außen angesaugt, gefiltert, in den Raum abgegeben und die verbrauchte Luft gleichzeitig nach außen abgeführt.

Durch einen Wärmetauscher wird die Wärme der abgeführten Raumluft entzogen und der frischen Zuluft wieder zurückgeführt. Dezentrale Lüftungsanlagen fungieren auch als Klimaanlage, sodass im Sommer die Raumtemperatur gesenkt werden kann. Alternativ können sie durch eine Luftwärmepumpe auch als Heizung benutzt werden.

Wolfgang Huber (Grüne) fragte nach, was nach dem Einbau der dezentralen Lüftung mit den mobilen Luftfiltern passieren werde? „Diese müssen weiter betrieben werden, sonst verlieren wir die Förderung“, erläuterte Krist. Bürgermeister Richard Richter (CSU) ergänzte, dass die mobilen Luftfilter mit einem bayerischen Förderprogramm angeschafft wurden. Nun wolle die Kommune das Bundesprogramm nutzen. Dieses, so erläuterte Kämmerer Michael Lindner auf Nachfrage aus dem Rat, sei erst nach dem Förderprogramm für mobile Luftfilter aufgesetzt worden. Die Ausführungsbestimmungen dazu trafen am 1. September in der Marktgemeinde ein.

Georg Ziegltrum (CSU/PW) hatte die Idee, die mobilen Luftfilter danach in den Kindertagesstätten einzusetzen. Doch der Bürgermeister musste ihn enttäuschen, denn: „Der Förderbescheid ist für die Schulen ausgestellt, nicht für die Kitas.“

Kirsten Klein (Grüne) regte an, das Förderpgrogramm auch für die Kindertagesstätten zu nutzen, da es für Kinder unter zwölf Jahren gedacht ist. Wie der Bürgermeister informierte, verfügen einige Kindereinrichtungen bereits über dezentrale Lüftungsanlagen.

Auf Antrag von Stefan Mager (Grüne) prüft die Verwaltung jetzt, in welchen Kindertagesstätten die Anschaffung von dezentralen Lüftungsanlagen möglich sein könnte. Abhängig ist das auch von den Besitzverhältnissen der Gebäude und von perspektivisch geplanten Sanierungen in den Kitas. Der Martkgemeinderat stimmte dem Antrag mit 21:3 Stimmen zu. Schon Januar wird die Verwaltung die Ergebnisse dem Marktgemeinderat vorlegen, denn die Zeit drängt: Die Bundesmittel sind daran gebunden, dass die Maßnahmen bis zum 19. November 2022 umgesetzt werden.

Bartholomäus Krapichler (CSU/PW) befürwortete die Anschaffung der dezentralen Anlagen für die Grundschulen: „Es gibt nichts Besseres, als frische Luft von außen anzusaugen und die verbrauchte Luft abzuführen. Wenn damit die Räume im Sommer auch abgekühlt werden können, gibt es nichts Besseres.“

Bis November soll Einbau erfolgt sein

Der Bruckmühler Gemeinderat befürwortete die Ausstattung der Klassenzimmer und Fachräume der Grundschulen Bruckmühl und Heufeld sowie der Ganztagsklassen in Heufeld mit 22:2 Stimmen. Der Fördermittelantrag wurde vom Bund bereits bewilligt. Der Eigenanteil der Marktgemeinde ist im 2022er-Haushalt enthalten.

Die Verwaltung wurde nun ermächtigt, ein Vergabeverfahren für die Planungsleistungen einzuleiten und den wirtschaftslichsten Bieter mit den ersten drei Leistungsphasen der Honorarordnung für Architekten zu beauftragen. Inbegriffen sind Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung.

Die Entwurfsplanung als Grundlage der darauf aufbauenden Leistungsphasen und konkrete Kostenberechnung werden dem Gremium dann wieder zur Entscheidung vorgelegt.

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