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Bundeswehr hat Gegend bewusst gewählt

Warum marschieren Soldaten am Wochenende durch Bruckmühl?

Bundeswehrsoldaten bei einem Marsch durch Sachsen-Anhalt.
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Bundeswehrsoldaten bei einem Marsch durch Sachsen-Anhalt.
  • VonNicolas Bettinger
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In Zeiten des Ukraine-Krieges wird Bruckmühl an diesem Wochenende (28. und 29. Mai) Schauplatz einer Bundeswehr-Übung sein. Der zuständige Oberstleutnant spricht von „Sichtungsgründen“. Doch was steckt hinter dem Fußmarsch der Soldaten?

Bruckmühl – Am Samstag, 28. Mai, und Sonntag, 29. Mai, passieren Soldaten der Bundeswehr das Gemeindegebiet bei einem Fußmarsch über 45 Kilometer. Die Kompanie wird von Bruckmühl Mitte über Bergham in Richtung Feldkirchen-Westerham marschieren. Besonders in Zeiten des Krieges in der Ukraine stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Anlass der Übung.

Klar ist: Besondere Vorkehrungen müssen seitens der Marktgemeinde Bruckmühl nicht getroffen werden. Man sei selbst lediglich über den Marsch der Soldaten informiert worden. Bürger werden darum gebeten, Abstand zu den militärischen Übungen zu halten und den Anweisungen des militärischen Personals zu folgen. Was steckt also dahinter? Laut Thomas Sauer, Pressestelle des Landeskommandos Bayern, handele es sich bei der Übung „lediglich um einen Marsch zu Fuß über jeweils 45 Kilometer an zwei Tagen“.

25 Soldaten der Universität der Bundeswehr beteiligt

Insgesamt werden dabei 25 Soldatinnen und Soldaten der Universität der Bundeswehr (München) beteiligt sein, so Sauer. Der Leiter des Marsches, Oberstleutnant Volker Müller, stellte gegenüber den OVB-Heimatzeitungen klar, dass die Übung nichts mit den Geschehnissen in der Ukraine zu tun hat. Auch handele es sich nicht um eine militärische Übung im eigentlichen Sinne, sondern nur um einen Fußmarsch.

„Wenn die Bundeswehr auf öffentlichen Gebieten außerhalb der militärischen Liegenschaften unterwegs ist, brauchen wir eine Übungsanmeldung“, begründet Müller die öffentliche Ankündigung.

Hintergrund des Marsches durch Bruckmühl sei die Vorbereitung auf den „Vier-Tage-Marsch“ in der niederländischen Stadt Nimwegen. Die internationale Veranstaltung zählt mit 45 000 zivilen Teilnehmern und Soldaten zu den traditionsreichsten und weltgrößten Marschveranstaltungen. Vier Tage lang wandern und marschieren die Teilnehmer auf unterschiedlich langen und täglich wechselnden Strecken. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg nahmen daran auch deutsche Soldaten teil. Die Bundeswehr beteiligt sich 2022 seit genau 65 Jahren an der Veranstaltung und schickt eine eigene Delegation.

Tragen die Soldaten bei der Übung in Bruckmühl Waffen?

„Damit wir Leute für die Delegation finden und diese nicht gleich zusammenbrechen, findet der Fußmarsch in Bruckmühl aus Vorbereitungs- und Sichtungsgründen statt“, erklärt Oberstleutnant Müller. Die Gegend um Bruckmühl habe man deshalb gewählt, da die Truppe dort sicher, etwa ohne Autobahnübergänge, marschieren könne.

Mit dabei sein werden Offiziere und Offiziere in Ausbildung. Müller rechnet damit, dass die Soldaten die rund 45 Kilometer in acht bis zehn Stunden zurücklegen werden. „Sie werden sicher auch mal eine Pause zwischendurch machen“, so Müller. Da es sich nicht um eine militärische Übung handelt, werden die Soldaten keine Waffen und keine militärische Ausrüstung bei sich tragen. „Sie tragen einen Standardrucksack, in dem Wechselkleidung, Essen und Trinken sein wird“, erklärt der Oberstleutnant. Begleitet werden die Soldaten von zwei Fahrzeugen. Los geht es am Samstag um 7 Uhr in der Bruckmühler Bahnhofstraße.