Bruckmühl: Viel Arbeit für nichts – Keine PV-Anlage für Kita-Pavillons in Heufeldmühle

Die Pavillon-Kinderkrippe in Heufeldmühle bekommt jetzt zwar ein Dach, aber keine Photovoltaikanlage.
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Die Pavillon-Kinderkrippe in Heufeldmühle bekommt jetzt zwar ein Dach, aber keine Photovoltaikanlage.

Mit einer überraschenden Entscheidung passierte der geplante Neubau einer Photovoltaikanlage den jüngsten Marktausschuss. Nach vielen Vorgesprächen und Planungen wurde er abgelehnt. Der Grund: Die Genehmigung für den Container-Bau läuft 2021 ab.

Bruckmühl– Mit einem 13:8-Votum hatte der Marktgemeinderat die Verwaltung noch am 5. März beauftragt, die Installation einer Photovoltaikanlage (PVA) auf dem Dach der Pavillon-Lösung für die Kinderkrippe am „Haus für Kinder Vergissmeinnicht“ in Heufeldmühle zu prüfen. Das Dach soll im August gedeckt werden.

Im Ergebnis der technischen und wirtschaftlichen Prüfung durch ein Rosenheimer Planungsbüro wurden dem Marktausschuss nun zwei Varianten für eine PVA präsentiert: eine mit einer Leistung von 12,24 Kilowattpeak (kWp) für circa 30 000 Euro und einer Amortisationszeit von zehn Jahren sowie eine mit 24,48 kWp und einer Amortisation innerhalb von neun Jahren.

Heinz Inninger vom Fachbereich Wirtschaftsförderung der Verwaltung erklärte den Räten die gute Wirtschaftlichkeit der Anlage mit dem hohen Eigenbedarf der Kindereinrichtung an Strom. Dieser liegt mit elektrischer Heizung, Küchengeräten und Allgemeinverbrauch bei 73 bis 78 Prozent.

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Die jährliche Stromerspanis wurde für die kleine PVA auf 2515 Euro und für die große auf 4700 Euro geschätzt. Hinzu kommen Vergütungen für den eingespeisten Strom.

Der Arbeitskreis Energie hatte sich im Juni für die PV-Anlage mit der höheren Leistung und damit eine Investition von circa 50 000 Euro ausgesprochen. Fakten, die die Mitglieder des Marktausschusses überzeugten.

Bis zu einem Argument, das die Planungen überraschend schnell zunichte machte: Bürgermeister Richard Richter informierte darüber, dass das Baurecht für die Pavillon-Lösung schon 2021 auslaufe und neu beantragt werden müsse.

Und so entschied sich der Marktausschuss mit 8:3-Stimmen gegen die kleine Anlage und mit 6:5-Stimmen auch gegen die große. Im Ergebnis wird auf den Pavillons gar keine PVA errichtet, da es sich „um eine temporär genutzte bauliche Anlage“ handelt. Dabei hatte der Bürgermeister noch im März betont, dass die Pavillon-Lösung sicher 15 Jahre lang gebraucht werde.

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