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Antrag für Wohngebäude

Verwirrung um Parkplätze: Warum der Marktausschuss Bruckmühl 17 Wohnungen ablehnt

Ein verwirrender Parkplatznacheis, zu kurze Stellflächen und schlechte Anfahrtsbereiche führten zur Ablehnung eines Wohngebäudes für 17 Wohnungen an der Straßengabelung Sudentenstraße - Schlesierweg.
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Ein verwirrender Parkplatznacheis, zu kurze Stellflächen und schlechte Anfahrtsbereiche führten zur Ablehnung eines Wohngebäudes für 17 Wohnungen an der Straßengabelung Sudentenstraße - Schlesierweg.

Das Areal an der Sudentenstraße hat schon eine längere Geschichte. Nun diskutierte der Marktausschuss erneut und kritisierte dabei vor allem die Parkplatzsituation. Warum es am Ende ein klares Ergebnis gab.

Bruckmühl – Zu geringe Parkplatzlängen und -breiten. Schlechte Anfahrmöglichkeiten der Parkflächen vom Schlesierweg. Mangelhafte Breiten der Anfahrtswege zu Parkplätzen. All das gab den Ausschlag zu einem einstimmigen Nein des Marktausschusses für den Tekturantrag für ein Wohngebäude mit 17 Wohnungen, einer Tiefgarage für 28 Fahrzeuge und 18 Parkplätzen an der Sudentenstraße.

Ein Areal mit einer längeren Geschichte

Das Areal an der Sudentenstraße hat schon eine längere Geschichte: Nach Darstellung von Markus Schwinghammer, Bauverwaltung, hat der damalige Bau-, Umwelt-und Vergabeausschuss im März und April 2019 auf dem Gesamt-Areal an der Sudentenstraße einem Wohnhaus mit 15 Wohnungen, einer Tiefgarage für 30 Autos und elf offenen Parkplätzen zugestimmt. Mitte September letzten Jahres stimmte dann das Landratsamt Rosenheim einem Beherbergungsbetrieb für 30 Betten, sowie einem Wohnhaus mit sechs Wohnungen samt Tiefgarage (30 Fahrzeuge) und elf Parkplätzen zu.

Aktuell soll an dessen Stelle nun ein Haus mit 17 Wohnungen, einer Tiefgarage für 28 Autos samt 18 weiteren Parkplätzen folgen. Das Haus an der Ostseite des Grundstücks mit Querbau wird durch einen Verbindungsbau samt Treppenhaus und Aufzug mit dem zweiten Haus auf der Westseite des Areals verbunden. Der neue Hauskomplex entspricht nach Aussage der gemeindlichen Bauverwaltung im Wesentlichen der Baugenehmigung vom letzten Herbst.

Für die Hausnummern Sudentenstraße 1, 3, 5 und 5a wurde ein Parkplatzbedarf für 66 Autos errechnet. Christian Kastl bezeichnete das Vorhaben als „interessantes Bauwerk mit verwirrendem Parkplatznachweis“. Für den CSU/PW-Rat sind die notwendigen 66 Parkplätze in der Praxis nur sehr schwer umsetzbar. Er bemängelte dabei auch das Fehlen von Gäste- und Behindertenparkplätzen.

„Parkplatzsituation ist bedenklich“

Klar war die Sache für Stefan Mager, „nicht so, nicht an dieser Stelle, schon jetzt ist die Parkplatzsituation vor Ort bedenklich, mit einem Ja würden wir die Sudentenstraße mit Straßenparkern komplett dicht machen, wie sollen wir so etwas bitteschön den Bürgern erklären?“. Dem Grünen-Politiker waren schon die jetzt vor den bestehenden Häusern abgestellten Autos ein Dorn im Auge, die mit ihren Stoßstangen in den Fußgängerweg ragen.

Schon jetzt geht es auf der Sudentenstraße teilweise sehr eng zu, eine weitere Verschärfung der Situation durch noch mehr parkende Autos will der Marktausschuss verhindern.

Ähnlich sah dies Fraktionskollege Wolfgang Huber. Er will den Parkplatznachweis konsequent Eins-zu-Eins nachgemessen und neu berechnet haben. Für ihn geht es bei dem Antrag eher um die Erweiterung des bestehenden Beherbergungsbetriebes als um ein neues Wohnhaus.

Dies griff Rathauschef Richard Richter, CSU/PW, auf. Er sprach sich für die Hinzuziehung eines Baukontrolleurs aus. Nach Bewertung von BP-Rat Georg Oswald dürften die 66 ausgewiesenen Parkplätze bei genauer Betrachtung in Teilen lediglich eine Breite von 1,50 Meter haben.

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Ins gleiche Horn stieß Hubert Maier. Der CSU/PW-Rat bezweifelte nicht nur die richtige Vermaßung der 18 Parkplätze entlang des Schlesierweges unter irriger Einbeziehung des Fußgängerbereiches als auch deren Anfahrtsmöglichkeit. Fragwürdig waren für ihn auch die laut Plan ausgewiesenen Anfahrtsbereiche zu den Stellplätzen. Diese drei Negativpunkte fasste er dann in einen Antrag zur Ablehnung der Tektur zusammen. Die Mandatsträger schlossen sich dem einstimmig an.

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