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Meinung

Kampf ums Wasser in Adlfurt: Kehrtwende, bevor es zu spät ist

Kathrin Gerlach
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    VonKathrin Gerlach
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Das Trinkwasserschutzgebiet in Adlfurt ist nicht mehr zu halten. Es müsste nach neuen Gesetzen vergrößert werden, doch das ist nicht möglich, weil sich dann Altlastenflächen und Siedlungen im Einzugsgebiet befänden. Das Grundwasser mehr Schutz verdient hat, meint OVB-Reporterin Kathrin Gerlach.

Bruckmühl/Tuntenhausen – Deutschland trocknet aus. Zwar ist das wasserreiche Oberbayern noch nicht so extrem betroffen wie andere Regionen. Doch auch hier werden die Probleme immer deutlicher: In der jüngsten Dekade ist die Grundwasserneubildung um zehn Prozent zurückgegangen. Hinzu kommt, dass der Zustand des Grundwassers vielerorts gefährdet ist. So auch im Mangfalltal. Untersuchungen ergaben, dass sich im Zustromgebiet des Adlfurter Brunnens anthropogene, also vom Menschen verursachte Gefährdungspotenziale befinden. Diese liegen zwar weit unter den Grenzwerten, verhindern aber die erforderliche Erweiterung des Trinkwasserschutzgebietes. Deshalb wird es 2025 aufgegeben.

Das ist kurzfristig gesehen der einfachste Weg, denn alternativ müssten Altlastenflächen saniert, Kiesabbau, Landwirtschaft und Neubauprojekte beschnitten werden. Trotzdem ist es der falsche Weg. Wasserknappheit und zunehmende Verschmutzung von Trinkwasserressourcen sind eine der größten Herausforderungen der Zukunft. Um sie zu meistern, braucht es eine Kehrtwende. Grundwasservorkommen müssen geschützt und Gefahren beseitigt werden, damit sie für die Trinkwasserversorgung nutzbar bleiben. In Adlfurt passiert nun genau das Gegenteil: Ein bestehendes Schutzgebiet wird aufgegeben. Und die Qualität des Grundwassers wird zur Privatsache gemacht, als ob es angesichts zunehmender Dürren daran kein öffentliches Interesse gebe.

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