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MARKTGEMEINDERAT

Bruckmühl: Strom vom Dach der Kinderkrippe soll kommen

72 Photovoltaik-Module können auf dem 550 Quadratmeter großen Pavillon-Dach Platz der Kinderkrippe am „Haus für Kinder Vergissmeinnicht“ in Heufeldmühle montiert werden.
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72 Photovoltaik-Module können auf dem 550 Quadratmeter großen Pavillon-Dach Platz der Kinderkrippe am „Haus für Kinder Vergissmeinnicht“ in Heufeldmühle montiert werden.

Der Marktgemeinderat Bruckmühl gibt geschlossen grünes Licht für eine Photovoltaikanlage, mit 72 Modulen, auf dem Dach der Kinderkrippe in Heufeldmühle.

Bruckmühl – Die Marktgemeinde Bruckmühl kann das nächste „Umwelt- und Energiespar-Projekt“ in Angriff nehmen. In der jüngsten Sitzung stimmte der Marktausschuss geschlossen der Errichtung eine Photovoltaikanlage (PVA) auf dem Areal der Kinderkrippe „Haus für Kinder Vergissmeinnicht“ an der Gottlob-Weiler-Straße, Ortsteil Heufeldmühle, zu. Gleichzeitig beauftragte er damit die gemeindliche Verwaltung, die weitere Planung samt Ausschreibung und Bauausführung zeitnah umzusetzen.

Rückblick: zunächst abgelehnt

Rückblick: Mit einem 13:8-Votum hatte der Marktgemeinderat die Verwaltung Anfang März beauftragt, die Installation einer PVA auf dem Dach der Pavillon-Lösung für die Kinderkrippe am „Haus für Kinder Vergissmeinnicht“ in Heufeldmühle zu prüfen.

Ein Rosenheimer Planungsbüro präsentierte daraufhin nach eingehender technischer und wirtschaftlicher Planung zwei realisierbare PVA-Varianten. Doch mussten diese dann noch im selben Monat samt finaler Entscheidung und Umsetzung überraschend eingestampft werden.

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Grund hierfür: Das Baurecht für die Pavillon-Lösung (Mobile Bauweise) der Kinderkrippe ist lediglich auf das Jahr 2021 begrenzt. Im Verwaltungssprachgebrauch wurde von einer „temporär genutzten baulichen Anlage“ gesprochen. Als logische Konsequenz sprach sich der Marktausschuss Ende des vergangenen Monats mehrheitlich gegen beide PVA-Varianten aus.

Sachlage jetzt anders

Aktuell stellt sich die Sachlage aber gänzlich anders dar. Der Bebauungsplan ist mittlerweile rechtsverbindlich geändert, der Antrag zur Aufhebung der zeitlichen Befristung liegt dem zuständigen Landratsamt vor“, stellte Vinzenz Schaberl, Sachbearbeiter Hochbau, eingangs seines Sachvortrages klar.

SPD stellt Antrag auf Errichtung

Diese Wendung nutzte die SPD-Fraktion im Vorfeld der Sitzung, und stellte einen Antrag zur Errichtung einer PV-Anlage auf dem Dach der Kinderkrippe. Die Voraussetzungen dafür sind nach Darstellung von Schaberl bereits gegeben. So wurden die Pavillons bereits mit einem Dachaufbau aus Holzkonstruktion samt Blechdach überbaut. Auf der 550 Quadratmeter großen Dachfläche können 72 PVA-Module platziert und damit etwa 25 000 Kilowattstunden Strom produziert werden. Erfreulich ist auch der Umstand, dass nach derzeitigen Schätzungen eine Überkapazität von rund 7000 Kilowattstunden gegen eine entsprechende Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden können.

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Die Investitionskosten bezifferte der Sachbearbeiter auf 32 000 Euro zuzüglich der Planungskosten. „Diese können durch Umschichtungsmaßnahmen im Gemeindehaushalt problemlos gedeckt werden, die Amortisationszeit beträgt sechs Jahre“, so Schaberl.

Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) kündigte eingangs der Beratung eine zeitnahe Umsetzung des Projektes an. Für SPD/PU-Rat Josef Staudt war die Maßnahme eine „top Investition, die sich unter dem Strich aufgrund des reduzierten Stromverbrauchs schnell rechnet“.

Pavillon-Fassade aufhübschen

Auf die Fragen von OLB-Rat Richard Linke, ob die unbefristete Genehmigung auch Fakt ist, und von welcher Dauer der Pavillon-Lösung ausgegangen werden kann, erklärte Markus Zehetmaier, Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft, „der Bebauungsplan ist rechtskräftig, laut Landratsamt gibt es keine Zweifel an einer gültigen Baugenehmigung, auch gehen wir derzeit von einer zeitlichen Nutzung von zehn Jahren und mehr aus“.

Haushaltsmittel im Planungsjahr 2022

In dem Zusammenhang regte Linke noch eine „Aufhübschung“ der Pavillon-Fassade an, „scheena wär`s alawei“. Den Vorschlag untermauerte Josef Staudt, „damit könnten wir auch dem Aspekt der Wärmedämmung Rechnung tragen, was wiederum zu einer Verringerung des Stromverbrauches führt“.

Laut Zehetmaier könnten die dafür notwendigen Haushaltsmittel schon jetzt in das Planungsjahr 2022 aufgenommen werden. Geschlossen gab das Ratsplenum dem Projekt PVA Kinderkrippe am „Haus für Kinder Vergissmeinnicht“ schließlich grünes Licht. (re)

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