Historisches mit Modernem verbinden

Bruckmühl: Spatenstich für Bürger- und Kulturhaus in einem ortsprägenden, alten Gebäude

Spatenstich in kleinem Rahmen (von links): Markus Zehetmaier, Vinzenz Schaberl (beide Rathaus), Bürgermeister Richard Richter, Johannes Romstetter und Siegfried Humm (beide Architekturbüro Romstetter).
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Spatenstich in kleinem Rahmen (von links): Markus Zehetmaier, Vinzenz Schaberl (beide Rathaus), Bürgermeister Richard Richter, Johannes Romstetter und Siegfried Humm (beide Architekturbüro Romstetter).
  • vonJohann Baumann
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Alte Mauern mit neuem Leben füllen: Jetzt geht es los. Bruckmühl bekommt ein neues Bürger- und Kulturhaus.

Bruckmühl –  Für das neue Bürger- und Kulturhaus fand jetzt in kleinem Rahmen der Spatenstich statt. Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter hob dabei die Zusammenarbeit mit den Beteiligten hervor, die das Vorhaben partnerschaftlich vorangetrieben hätten.

Haus soll Baustein zur Steigerung der Attraktivität sein

Besonders würdigte er die Leistungen des mit der Planung und Bauleitung beauftragten Traunsteiner Architekturbüros Romstetter: „Sie zeigen viel Gespür für die Bruckmühler Bürger und die Ästhetik.“ Lobende Worte fand er ferner für Rathaus-Sachgebietsleiter Markus Zehetmaier: „Er sorgt dafür, dass der Faden des Handelns nie abreißt.“

Der Rathaus-Chef wünschte einen unfallfreien Verlauf für das Projekt, in das der Schwung und das gute Miteinander hineingetragen werden soll. „Das neue Bürger- und Kulturhaus soll ein Baustein zur Steigerung der Attraktivität des Zentrums werden.“

Historisches mit Modernem verbinden

Architekt Johannes Romstetter sprach von einer „tollen Aufgabe“. Das alte Gebäude stehe zwar nicht unter Denkmalschutz, sei aber ortsprägend. „Es ist reizvoll, es aus dem schlafenden Zustand wiederzuerwecken, mit neuem Leben zu füllen und dabei Historisches mit Modernem zu verbinden.“

Parallel zum kleinen Spatenstich wurden „rund ums Haus“ Aushub- beziehungsweise Erdbauarbeiten begonnen. Baumann

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Parallel zum Spatenstich wurden „rund ums Haus“ Aushub- beziehunsgweise Erdbauarbeiten begonnen, der von der Firma Karl Röde (Traunstein) ausgeführt wird. Der Verbau der Baugrube soll bis etwa Ende November vollendet sein. Bevor jedoch die „häusliche Entkernung“ beginnt, warf unsere Zeitung noch einen „letzten Blick“ in das Innenleben des 1890 erbauten Gebäudes.

Kellergewölbe soll erhalten bleiben

Dabei erklärte Bauamtsmitarbeiter Vinzenz Schaberl einige Details des durch die staatliche Städtebauförderung unterstützten Bauvorhabens. So soll das von Eisenträgern gehaltene Kellergewölbe erhalten werden, sofern deren Tragfähigkeit dies zulässt.

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Nicht erhalten werden kann der Dachstuhl, er wird als Sichtdachstuhl über dem geplanten großen Veranstaltungsraum neu hergestellt. Komplett entfernt werden hingegen aus Brandschutz- und Statik-Gründen alle Geschoßdecken und die Treppen in die Obergeschosse.

Weiße Türen müssen weichen

Auch die ohnehin nicht sehr „historischen“, weiß lackierten Zimmertüren werden weichen müssen, da das Abschleifen der stark Schadstoff-belasteten Lacke sehr problematisch wäre. „Der Keller wird an drei Seiten erweitert und dadurch die bestehende Bausubstanz geschützt“ erläutert Vinzenz Schaberl. „Wir haben etwa 65 Prozent der Bauleistungen inzwischen ausgeschrieben“, so Zehetmaier, im Rathaus für die gemeindlichen Liegenschaften verantwortlich.

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