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Bruckmühl schafft Platz für 148 Kinder

Planer sparen 1,3 Millionen Euro an der neuen Kindertagesstätte „Rösnerwiese“

Ab September 2024 sollen in der Kindertagesstätte an der Rösnerwiese 148 Kinder betreut werden. Jetzt wurden die Planungen optimiert und der Baubeschluss einstimmig gefasst. Der Bauantrag geht nun ans Landratsamt Rosenheim.
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Ab September 2024 sollen in der Kindertagesstätte an der Rösnerwiese 148 Kinder betreut werden. Jetzt wurden die Planungen optimiert und der Baubeschluss einstimmig gefasst. Der Bauantrag geht nun ans Landratsamt Rosenheim.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Die Weichen für die Betreuung von 148 Kindern in der neuen Kindertagesstätte an der Rösnerwiese sind gestellt. Falls die Baukosten weiter steigen, kann der Markt Bruckmühl zwar noch immer die „Reißleine“ ziehen. Jetzt wurden aber erst einmal 1,3 Millionen eingespart.

Bruckmühl – In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Marktgemeinderat der ersten Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet und der Entwurfsplanung des Bruckmühler Architekturbüros für die Kita einstimmig zu.

Gebäude um drei Meter verkürzt

Der Bruckmühler Architekt Christian Würfel hatte im Auftrag des Rates „nachoptimiert“, alle Einsparpotenziale ausgeschöpft und die Projektkosten von 14,8 auf 13,5 Millionen Euro reduziert. Die geänderten Planungen stellte er nun dem Marktgemeinderat vor. Ziel ist eine Kindertagesstätte mit vier Krippengruppen mit jeweils zwölf Plätzen und vier Kindergartengruppen á 25 Plätzen. Somit brauchen 148 Kinder ausreichend Platz zum Leben und Spielen.

Nach den Plänen steht ihnen eine Freifläche von 2542 Quadratmetern zur Verfügung – beispielsweise mit Terrassen, einer Bobby-Car-Bahn und einer großen Kletterlandschaft. Die Gesamtfläche des Grundstückes beträgt 6900 Quadratmeter. Es befindet sich am äußeren Ende der Rösnerwiese, ist im Süden vom Triftbach und im Westen vom Fußweg zur Bahnunterführung begrenzt. Im Norden führt die Bahnlinie vorbei. Das vorhandene Biotop schirmt den Kindergarten ab.

„Geschrumpft ist nur das Gebäude“, erklärte Würfel. Es wurde in der Länge im westlichen Bereich um drei Meter verkürzt. Trotzdem ist noch immer ausreichend Platz für acht Ensembles aus Gruppenräumen mit Nebenräumen und Sanitäranlagen. Zudem sind Therapie- und Mehrzweckräume, eine Kochküche und ein großer Essensraum angedacht. Das Treppenhaus soll in Form eines Baumhaus gestaltet werden, in dem es auch ein Bällebad geben soll.

Auf dem Flachdach mit Begrünung und Pultdächern soll eine PV-Anlage mit 220 Modulen und einem Energieertrag von 99.454 kWh pro Jahr installiert werden. Wärme wird über eine Luft-Wärme-Pumpe gewonnen. Die Lüftung verfügt über eine Wärmerückgewinnung. Die Oberflächenentwässerung erfolgt über Füllkörperrigolen.

Projektleiterin Hubavina Arnaoudova von der Bayerngrund GmbH als Generalauftragnehmerin machte darauf aufmerksam, dass aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage die Entwicklung der Baukosten nicht vorhersehbar sei. Es sei ein Rätsel, welche Ergebnisse die Ausschreibung der Leistungen bringen würden. Ein weiteres Problem sei die Verfügbarkeit der Baustoffe. Bei Gesamtkosten von aktuell 13,45 Millionen Euro rechnet Arnaoudova mit einer Förderung von 5,3 Millionen Euro über das Finanzausgleichsgesetz und weiteren 490.000 Euro über die KfW.

Denkmalamt begleitet Tiefbau

Ein weiterer indirekter Zuschuss: Das Landesamt für Denkmalpflege stellt während der Tiefbauarbeiten auf eigene Kosten einen Baubegleiter zur Seite, da aufgrund des Verlaufs der Römerstraße mit Bodendenkmälern gerechnet werden muss.

Die Verwaltung wurde beauftragt, den Bauantrag dem Landratsamt zur Genehmigung vorzulegen. Einstimmig fasste der Marktgemeinderat den Baubeschluss für die Kita an der Rösnerwiese. Ziel ist es, diese im Herbst 2024 zu eröffnen.

Bebauungsplan einstimmig als Satzung beschlossen

Bei der Abwägung der Anmerkungen und Einwände der Träger öffentlicher Belange war ein Thema besonders interessant: die Niederschlagswasserbeseitigung. Nach Informationen von Bauamtsleiter Konrad Kremser wurde bei Bodenerkundungen und -bohrungen ein unterirdischer Gebirgszug entdeckt – vor allem im Bereich der geplanten Wohnbebauung.

Dadurch müsse dort die Entwässerung für private und öffentlichen Flächen über Rigolen auf öffentlichen Verkehrsflächen erfolgen. An einer Lösung werde noch gearbeitet. Im Bereich der geplanten Kindertagesstätte sei die Versickerung über Füllkörperrigolen aber problemlos möglich, da sich hier ein kiesiger Untergrund befinde.

Eine umfangreiche Stellungnahme war von der Deutschen Bahn gekommen. Diese wies unter anderem darauf hin, dass mit einem Ballfangzaun verhindert werden müsste, dass Bälle auf den Gleiskörper geworfen werden können. Nach Informationen von Kremser sei eine Einfriedung des Kindergartens mit einem 1,60 Meter hohen Zaun nach dem B-Plan ausreichend. Der Bahndamm sei von einem dichten, biotopgeschützten Baum- und Strauchbestand vom Areal des Kindergartens abgetrennt.

Zudem befinden sich die Spielflächen der neuen Kita im Süden und Osten des Gebäudes, also in von den Bahngleisen abgewandten Bereichen. Der Markt Bruckmühl machte wiederum darauf aufmerksam, dass die Bahngleise künftig nicht mehr vom gemeindeeigenen Grundstück aus betreten werden können. Die Bedenken der Bahn, dass der Umbau des Bruckmühler Bahnhofes zum Bestandteil der Planungen an der Rösnerwiese werden könnte, wurden ausgeräumt.

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