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BÜRGERDIALOG IN BRUCKMÜHL

Live-Musik auf dem Volksfestplatz Bruckmühl– 70 Teilnehmer hören zu

Etwa 70 Menschen beteiligten sich am zweiten Bruckmühler Bürgerdialog.
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Etwa 70 Menschen beteiligten sich am zweiten Bruckmühler Bürgerdialog.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Ein zweites Mal hatte Veranstalter Konstantin Döring aus Bruckmühl am Freitag, 7. Mai, zum Bürgerdialog eingeladen – diesmal auf den Volksfestplatz am Rathaus.

Bruckmühl – Hatten beim ersten Forum etwa 150 Menschen zwei Stunden in strömendem Regen vor dem Gymnasium ausgeharrt, rechnete die Polizei diesmal mit weitaus mehr Teilnehmern. Entsprechend war sie in Zugstärke mit sieben Mannschaftsbussen und zwei Einsatzwagen präsent. Zu Beginn der Veranstaltung sah es fast so aus, als wären mehr Polizeibeamte und Veranstalter vor Ort als Zuhörer. Doch mit der Zeit nahm auch die Zahl der Teilnehmer zu – letztlich waren es circa 70.

Der Strahlenbiologe Professor Lengfelder.

Stimmung auf dem Volksfestplatz

„Ich sehe im Bürgerdialog eine Chance, das soziale Miteinander zu fördern“, beschreibt Eva Heimbacher aus Valley ihre Beweggründe, an der Veranstaltung teilzunehmen. „Kontakt ist das, was wir Menschen am dringendsten brauchen. Und für jeden, der aus seiner Einsamkeit gerissen wird, lohnt sich diese Veranstaltung.“

Wie groß die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Geselligkeit ist, machten auch die Reaktionen der Teilnehmer auf die Live-Musik der „Zusammengewürfelten“ deutlich. Eine Frau tanzte allein. Ein junger Mann drehte ein Selfie von einer fast unwirklichen Stimmung. Ein Paar wiegte sich eng umschlungen mit der Musik. Einer Frau liefen vor Rührung die Tränen übers Gesicht. Und ein Bruckmühler meinte: „Das ist unser Volksfestplatz. Ich bin das erste Mal ganz nüchtern hier.“ Ein zweites Mal in Folge musste das Bruckmühler Volksfest aufgrund der Pandemie in diesem Jahr abgesagt werden.

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Am Freitagabend nutzten einige Besucher die Möglichkeit, ihre Sorgen öffentlich auszusprechen. Sie zeigten Gesicht, auch wenn sie sich nur mit ihren Rufnamen vorstellten.

Martin Kaiser aus Bad Feilnbach informierte über die Unterschriftensammlung einer Brannenburger Elterninitiative gegen Tests und Maskenpflicht an den Schulen. 8500 Unterschriften seien in den vergangenen vier Wochen zusammengekommen und würden am Dienstag, 11. Mai, dem Kultusministerium überreicht.

Professor zweifelt Notsituation an

Professor Dr. Edmund Lengfelder, pensionierter Mediziniprofessor der LMU München, erinnerte an seine Forschung zum Schilddrüsenkrebs 1990 in Tschernobyl. Der Srahlenbiologe stellte die Neutralität der Weltgesundheitsorganisation infrage. Zudem vertrat er die Auffassung, eine Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe sei nicht erforderlich gewesen. Eine Alternative zeigte er nicht auf, da es seiner Meinung nach keine Notsituation gegeben habe.

Boxtrainer Arthur Korthals berichtete darüber, wie er seinen Kindern in dieser Krise beibringe, Nein zu sagen.

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Eva Heimbacher fasste die Veranstaltung mit den Worten zusammen: „Viele Menschen sind aufgrund der Pandemie ratlos, haben Fragen und Nöte. Hier können wir unsere Sorgen teilen und zusammenstehen – wenn auch mit Maske und Sicherheitsabstand.“ Und obwohl einige Teilnehmer die Polizeipräsenz kritisiert hatten, brachte sie die Menschen dazu, den Beamten freundlich zuzuwinken.

Veranstalter Döring kündigte an, den Bürgerdialog alle zwei Wochen im Wechsel in Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham fortsetzen zu wollen.

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