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Zum fairen Welthandel beitragen

Bruckmühl ist mit Turboantrieb auf dem Weg zum Fairtrade-Siegel

Die neu gegründete Bruckmühler Fairtrade-Steuerungsgruppe: (von links) Leiterin Silvia Mischi, Gemeinderat Wolfgang Huber, Elisabeth Eder als Vorsitzende des Vereins „Weltladen- Faire Welt“, Christine Knoll als Vorsitzende des Werberings und Bund der Selbstständigen im Mangfalltal sowie Bürgermeister Richard Richter.
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Die neu gegründete Bruckmühler Fairtrade-Steuerungsgruppe: (von links) Leiterin Silvia Mischi, Gemeinderat Wolfgang Huber, Elisabeth Eder als Vorsitzende des Vereins „Weltladen- Faire Welt“, Christine Knoll als Vorsitzende des Werberings und Bund der Selbstständigen im Mangfalltal sowie Bürgermeister Richard Richter.

Bürgermeister Richard Richter füllt die Präsentkörbe für die Bruckmühler Jubilare schon seit Jahren mit fairen Produkten. Jetzt will die Marktgemeinde noch intensiver zum fairen Welthandel beitragen.

Bruckmühl – Auf den Weg zum Fairtrade-Siegel hat sich der Markt Bruckmühl erst Ende Februar gemacht. Mit dem damaligen einstimmigen Ratsbeschluss ist der Startschuss für die Zertifizierung gefallen und zugleich das erste von fünf Bewerbungskriterien erfüllt.

Einstimmig erfolgte jetzt als zweiter Schritt – keine zweieinhalb Monate danach – schon die Gründung einer Steuerungsgruppe. Diese ist Auflage, zweites Bewerbungskriterium und zugleich Motor hinter der „Fairtrade-Kommune“.

Seit zehn Jahren gelebte Praxis

Dabei praktiziert Bruckmühl als Gemeinde bereits seit über zehn Jahren faires und nachhaltiges Engagement. „Unter Altbürgermeister Franz Heinritzi und unter Federführung von Elisabeth Eder vom Eine-Welt-Laden wurden bereits die Geschenkkörbe für Jubilare, gefüllt mit fairen Produkten, initiiert“, umriss Bürgermeister Richard Richter die Anfänge. Er weiß selbst von den Gratulationen her „nur zu gut, wie beliebt die Produkte bei den Jubilaren sind oder wie freudig überrascht sie sind, dass es eine eigene Markt-Bruckmühl-Kaffee-Mischung gibt“. Bis dato hatte der Markt dieses Engagement ohne Siegel eingebracht. Jetzt soll es amtlich werden.

Die neue Steuerungsgruppe besteht aus einem fünfköpfigen Team. Bürgermeister Richard Richter als Gemeindeoberhaupt und Gemeinderat Wolfgang Huber als Fairtrade-Siegel-Antragsteller decken den Bereich Politik und Verwaltung ab. Mit Christine Knoll als Vorsitzender des Werberings und des Bunds der Selbstständigen (BdS) Mangfalltal sind Wirtschaft mit Einzelhandel, Handel und Gastronomie kompetent vertreten.

Elisabeth Eder ist als Vorsitzende des Vereins „Weltladen Bruckmühl – Faire Welt“ und zugleich Motor des fairen Handelsgedanken in der Marktgemeinde von Beginn an mit im Boot: „Das ist besonders toll, denn du unterstreicht die Bedeutung des Siegels, der Steuerungsgruppe und des gemeinsamen Einsatzes für das Projekt“, so Richter zu Eder. Diese steht somit für den Bereich „Zivilgesellschaft“.

Silvia Mischi als Stadtmarketing-Chefin ist ebenfalls an Bord und ergänzt die Bandbreite – wie in den Auflagen als Bonus beschrieben – um diesen Sektor. Mischi ist zugleich einstimmig zur Leiterin der Steuerungsgruppe gewählt worden. Sie vertritt die Gruppe künftig nach außen und ist Ansprechpartnerin für Fairtrade Deutschland. Die Steuerungsgruppe firmiert als Initiative, ist basisdemokratisch organisiert und agiert als eigenständige sowie unabhängige Gruppe. Was steht als Nächstes an? Ein drittes Bewerbungskriterium: Faire Produkte in Geschäften und Institutionen etablieren.

Faire Produkte jetzt überall etablieren

In Bruckmühler Einzelhandelsgeschäften, bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants sollen mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Richtwert für die Anzahl ist hier die Einwohnerzahl. „Das bedeutet für Bruckmühl, dass wir vier teilnehmende Geschäfte, zwei Gastronomiebetriebe, eine Schule, eine Glaubensgemeinschaft und einen Verein benötigen“, schlüsselt Mischi auf. Hier sei man schon weit fortgeschritten. Bis auf die Gastronomie habe man bereits alle Anforderungen erfüllt. „Wir sind optimistisch, bald die Bewerbungsunterlagen beisammen zu haben und in die Prüfungsphase für die Zertifizierung zu gelangen“, gibt sich Richter optimistisch.

Für fairen Handel auf kommunaler Ebene

• Als Fairtrade-Town können sich Städte, kreisfreie Städte, Stadtbezirke, Gemeinden, Verbandsgemeinden, Kreise, Regionen, Inseln und Bundesländer bewerben.

• Die Teilnahme an der Fairtrade-Towns-Kampagne ist kostenfrei.

• Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer Vernetzung von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, die sich gemeinsam lokal für den fairen Handel stark machen. Vor Ort steht dafür die Steuerungsgruppe.

• Das Engagement vieler Menschen zeigt, dass eine Veränderung möglich ist, und dass jede und jeder etwas bewirken kann. So soll auch die Besetzung der Steuerungsgruppe sein.

• Was ist und was macht eine Steuerungsgruppe? Zu den Kernaufgaben der Steuerungsgruppe gehören die Erfüllung der Kriterien auf dem Weg zur Fairtrade-Town, das Setzen von Schwerpunktthemen für den fairen Handel vor Ort, die Koordination und Organisation von Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Gewährleistung von Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten.

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