Von 1,9 auf 2,5 Millionen Euro

Bruckmühl: Hochwasserschutz entlang der Berghamer Bäche wird teurer

Beschaulich plätschert der Berghamer Bach an der Blumenstraße entlang. Doch bei Starkregen kann er sich in einen reißenden Strom verwandeln. Zum Hochwasserschutz der Anwohnerwerden Regenrückhaltebecken gebaut. Im Bereich der Blumenstraße 1 a-g investiert die Marktgemeinde auch in eine neue Brücke.
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Beschaulich plätschert der Berghamer Bach an der Blumenstraße entlang. Doch bei Starkregen kann er sich in einen reißenden Strom verwandeln. Zum Hochwasserschutz der Anwohnerwerden Regenrückhaltebecken gebaut. Im Bereich der Blumenstraße 1 a-g investiert die Marktgemeinde auch in eine neue Brücke.
  • Kathrin Gerlach
    vonKathrin Gerlach
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Von rund 1,9 auf 2,5 Millionen Euro sind die Kosten für den Hochwasserschutz im Bereich der Berghamer Bäche in Bruckmühl gestiegen. Darüber informierte Bürgermeister Richard Richter den Marktgemeinderat. Eine Ursache dafür sei die allgemeine Steigerung der Baupreise in den vergangenen beiden Jahren.

Bruckmühl – Die Planung für den Hochwasserschutz stammt aus dem Jahr 2018. Erst im Februar dieses Jahres wurde das Projekt genehmigt. Im April beauftragte der Bauausschuss ein Salzburger Ingenieurbüro mit der Ausführungsplanung. Der aktuelle Kostenvoranschlag geht nun von 2,45 Millionen Euro aus, was einer Kostensteigerung von 604 000 Euro entspricht.

Feuersalamander schützen

Wie Bürgermeister Richard Richter erläuterte, ergaben sich außerdem zusätzliche Aufgaben. So sei ein schützenswertes Feuersalamander-Vorkommen entdeckt worden. Zudem sei die Baugrundsicherung aufwendiger geworden, müssten zusätzliche Wege für die Bewirtschaftung der Deiche und Dammanlagen angelegt und die Berghamer Bäche temporär verrohrt werden, um die Bauarbeiten ausführen zu können.

Im Bereich des Einlaufbauwerkes in der Blumenstraße seien zudem zusätzliche Steinsetzarbeiten erforderlich. Der Marktgemeinderat stimmte der Kostensteigerung mit 17:5 Stimmen zu. Für die zuwendungsfähigen Kosten der Gesamtinvestition kann die Gemeinde mit einer 45-prozentigen Förderung rechnen. Ein Förderbescheid liegt noch nicht vor, dafür aber der Bescheid über den vorzeitigen Baubeginn.

Bäume gerodet

Die für den Bau erforderlichen Rodungen wurden bereits im November ausgeführt. Der Bau der Hochwasserrückhaltebecken am Haschberg und am Mühlberg ist für 2021 und 2022 geplant. Schon im kommenden Jahr soll die Brücke über den Berghamer Bach in der Blumenstraße erneuert werden. „Bei einer Sichtbegutachtung im Juni wurden erhebliche Mängel festgestellt, die einen Neubau des Bauwerkes erforderlich machen“, informierte der Bürgermeister. Bis dieser erfolgt ist, wurde die Brückenlast sicherheitshalber auf drei Tonnen beschränkt.

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Die Brücke ist zur Erschließung der Anwesen an der Blumenstraße dringend erforderlich. Momentan steht eine Hälfte auf kommunalem und die andere auf privatem Grund. Die erforderliche Grundabtretung an die Gemeinde ist mündlich vereinbart worden. Sie ist erforderlich, damit die Straße gewidmet und die Erhaltungsmaßnahmen an der Brücke durch die Marktgemeinde erfolgen können.

Brücke wird abgebrochen

Nach den ersten Planungen eines Grafinger Ingenieurbüros liegen die Kosten für Abbruch und Neubau der Brücke bei 83 255 Euro. Der Marktgemeinderat bewilligte dafür einstimmig (22:0) die Einstellung von 75 000 Euro in den 2021er-Haushalt der Marktgemeinde.

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