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Wo kommt unser Trinkwasser her

Bruckmühl: Fahrrad-Infotour rund um die Brunnenanlage klärt über Grundwasser auf

Die Info-Radlergruppe mit Bürgermeister Richard Richter an der Spitze macht sich nach dem Besuch der Trinkwasseranlagen oberhalb von Mittenkirchen am Hochbehälter wieder auf den Weg. Baumann
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Die Info-Radlergruppe mit Bürgermeister Richard Richter an der Spitze macht sich nach dem Besuch der Trinkwasseranlagen oberhalb von Mittenkirchen am Hochbehälter wieder auf den Weg. Baumann
  • VonJohann Baumann
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Das Leitungsnetz des gemeindlichen Wasserwerks ist rund 120 Kilometer lang. Damit werden über 4200 Bruckmühler Haushalte jährlich mit etwa 850.000 Kubikmeter Trinkwasser versorgt. Aber wo kommt das Trinkwasser her?

Bruckmühl – Dieser Frage widmeten sich zwei von Bürgermeister Richard Richter geführte Fahrrad-Informationstouren.

Sie wurden im Rahmen der derzeit laufenden Stadtradel-Aktion durchgeführt, die Teilnehmerzahl war dabei aus Pandemie- und Organisationsgründen auf jeweils zehn Personen beschränkt. Die rund 15 Kilometer lange Tour startete am „Wolldecken-Rathaus“ und führte unter anderem auf dem Mangfalldamm zuerst zur neuen Brunnenanlage südlich von Götting.

Die neue Brunnenanlage südlich von Götting war Etappenziel.

Vorgänger beweist goldenes Näschen

„Beim Kauf bewies mein Vorgänger Franz Heinritzi 2013 ein goldenes Näschen, das war ein Meilenstein für unsere Trinkwasserversorgung“, stellte der Rathauschef fest. Die neue Brunnengründung wurde notwendig, weil die beiden bisher für Wasserversorgung zuständigen Vagener Brunnen wegen des Baues des Hochwasserrückhaltebeckens in Feldolling zumindest temporär stillgelegt werden mussten.

Moritz Pröckl, der Wassermeister der Marktgemeinde, erläuterte den Teilnehmern in zwei Gruppen das Innenleben der Brunnenanlage, deren Pumpen täglich 18 Stunden lang in Betrieb sind und täglich zwischen 1500 und 1800 Kubikmeter Trinkwasser fördern.

„Der Brunnen wurde 2013 in einer Tiefe von 38 Metern gebohrt und die Anlage 2020 in Betrieb genommen“, schilderte er. Der unterirdische Wasserzufluss kommt dabei aus dem Bereich Irschenberg/Aufham. Das Wasser ist relativ Sauerstoff-arm. „Es enthält Mangan und Eisen und daher wird das Wasser zunächst in die sechs Kilometer entfernte und 2018 neben dem Hochbehälter oberhalb von Mittenkirchen errichtete Aufbereitungsanlage gepumpt“, so der Wasserwerk-Leiter.

Aus dem Göttinger Brunnen erhält auch der Wasserbeschaffungsverband Högling-Bruckmühl, der das restliche Gemeindegebiet versorgt, Zulieferungen. Der Bürgermeister beschrieb ergänzend die für das in drei Zonen gestaffelte Wasserschutzgebiet geltenden Bestimmungen.

Wassermeister Moritz Pröckl erläuterte die Wirkungsweise der Trinkwasser-Aufbereitungsanlage.

3500 Kubikmeter fassender Hochbehälter

Anschließend ging es auf Feldwegen zum Auffangbecken des Hainerbachs und weiter zum Mobilfunkmast südlich von Waith. Dieser wurde für den Funkverkehr der Polizei und der Rettungsdienste errichtet, seine Strahlenbelastung wird regelmäßig gemessen.

Die weitere „Drahtesel-Route“ führte zum besagten, 3500 Kubikmeter fassenden Hochbehälter, in den die Teilnehmer einen Blick werfen konnten. Außerdem erklärte Moritz Pröckl die Wirkungsweise der Aufbereitungsanlage, die unter anderem dem Wasser durch Sauerstoffzufuhr Eisen und Mangan entzieht. Die Radler-Gruppe bedankte sich mit einem kräftigen Applaus für die Erläuterungen des Wassermeisters.

Die gut zweistündige informative Trinkwasser-Erkundungsfahrt endete nach einem Abstecher zu den beiden Vagener Brunnen im Bruckmühler Ortszentrum mit dem Dank der „Pedalritter“ an den Bürgermeister.

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