Bruckmühl: Erster Spatenstich für soziale Wohnanlage mit 17 Appartements am Rübezahlweg

Der symbolischerste Spatensticherfolgte gestern für die Sozialwohnanlage am Rübezahlweg. Mit dabei waren Bürgermeister, Gemeinderäte, Planer und Bauleute. Baumann

Gestern erfolgte der erste Spatenstich für die Sozialwohnanlage am Rübezahlweg 13 in Bruckmühl. Hier entstehen 17 Wohnungen für Singles und Familien. Insgesamt werden in diesem Jahr in der Marktgemeinde 74 geförderte Wohnungen gebaut.

Bruckmühl – Die Baugrube für die neue gemeindliche Wohnanlage am Rübezahlweg ist zwar schon ausgehoben, gestern erfolgte nun der offizielle Spatenstich. „Wir starten heute dieses große Projekt, das in sehr kurzer Zeit auf den Weg gebracht wurde. Wir schaffen damit bezahlbaren Wohnraum in zentraler Wohnlage“, erklärte Bürgermeister Richard Richter. Am Rübezahlweg 13 entstehen 17 Wohnungen über das Programm „Geförderter Wohnungsbau“ mit Größen zwischen 25 und 104 Quadratmetern.

Spatenstich mit Maske, aber mal wieder mit Zeremoniell

Am „Spatenstich-Zeremoniell“ nahmen Planer, die Bürgermeister-Stellvertreter Klaus Christoph und Anna Wallner, Mitarbeiter des gemeindlichen Bauamtes und mehrere Mitglieder des Marktgemeinderates teil. Das Projekt sei vorzeigbar und beispielhaft, betonte der Bürgermeister. „Viele Gemeinden reden über bezahlbaren Wohnraum, Bruckmühl macht es“, konstatierte er nicht ohne Stolz.

Es sei einiges an Vorbereitung zu leisten gewesen, darunter die Einstimmung der Nachbarschaft. „Die Bürger haben ihre Sorgen im Rathaus kundgetan, die wir entkräften konnten“, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Er würdigte besonders den Einsatz des Liegenschafts-Referenten Markus Zehetmaier und hob auch die Leistung des mit der Planung beauftragen Münchener Architekturbüros LSA Lampadius Schmidt hervor. Durch die Anwesenheit von Pfarrer Harald Höschler beim Spatenstich komme auch Gottes Segen dazu.

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Der Bürgermeister wünschte dem Bauvorhaben, dass es zügig und unfallfrei vonstattengehe und dankte allen bisher daran Beteiligten. „Ein gutes Gelingen wäre der Lohn für den Fleiß der Vorbereitung“, betonte er.

Die Wohnanlage wird mit einer Holzkonstruktion über einem betonierten Keller errichtet. Das Gebäude mit seinen insgesamt drei Stockwerken – Erdgeschoss und zwei Obergeschosse – ist 32 Meter lang, 14 Meter breit und hat eine Traufhöhe von 8,10 Metern.

Acht Wohnungen und neun Appartements

Es entstehen insgesamt acht Wohnungen mit folgenden Wohnungsgrößen beziehungsweise Flächen: zwei Fünf-Zimmer-Appartments mit jeweils etwa 104 Quadratmetern, vier Vier-Zimmer-Wohnungen von einer Größe von je 88 Quadratemetern und zwei Drei-Zimmer-Domizile mit je 59 Quadratmetern.

Außerdem sind neun Einraumwohnungen mit je 25 Quadratmetern vorgesehen. Die Gesamt-Geschossfläche beträgt 1805 Kubikmeter, der Bruttorauminhalt 5894 Kubikmeter.

Nach Aussage des Architekten und verantwortlichen Bauleiters Philipp Seeliger (LSA) ist eine Bauzeit von zwölf Monaten vorgesehen. Die gesamten Baukosten werden voraussichtlich rund 4,3 Millionen Euro betragen. Abgeschlossen wurde der kurze Spatenstich-Akt mit einem kleinen Stehumtrunk im „Corona-Modus“.

74 Sozialwohnungen für Bruckmühl

In diesem Jahr werden in der Marktgemeinde 74 geförderte Wohnungen gebaut: 24 an der Kirchdorfer Straße, 17 am Rübezahlweg, 27 in Heufeld und sechs in Weihenlinden.

Der Bezug von Wohnungen, die über das Programm „Geförderter Wohnungsbau“ gebaut wurden, setzt neben einer Wohnungsbewerbung beim Markt Bruckmühl auch einen Wohnberechtigungsschein voraus. Dieser wird vom Landratsamt erteilt, wenn das Gesamteinkommen bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet.

Interessierte Bürger können sich im Rathaus bei Agnes Seibeck über Details informieren. Sie ist montags bis donnerstags, von 8 bis 12 Uhr, unter Telefon 0 80 62/5 94 14 oder aber per E-Mail unter agnes.seibeck@bruckmuehl.de zu erreichen. Antragsformulare stehen unter www.bruckmuehl.de/nachrichten zur Verfügung.

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