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Held schildert die dramatischen Minuten am Schwarzen Meer

Enkel (21) rettet Opa (76) das Leben: Wie ein Bruckmühler im Türkei-Urlaub fast ertrunken wäre

Nur wenige Minuten zuvor geschossen: Auf dem Bild ahnte Held Enhar A. (22) noch nicht, was sein Schicksal für ihn bereithalten sollte.
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Nur wenige Minuten zuvor geschossen: Auf dem Bild ahnte Held Enhar A. (21) noch nicht, was das Schicksal für ihn bereithielt.
  • M. Cihad Kökten
    VonM. Cihad Kökten
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In seinem Türkei-Urlaub am Schwarzen Meer stand ein Bruckmühler Senior am Mittwoch (10. August) dem Tod womöglich so nah wie noch nie. Wenn da nicht sein Enkel gewesen wäre…

Bruckmühl/Türkei – Wie fast jedes Jahr befindet sich Selahattin A. (76) aus Bruckmühl über die Sommermonate hinweg in der Türkei. Dieses Mal verschlug es ihn für ein paar Tage an den Strand des Adnan Menderes-Boulevards in der Provinz Samsun am Schwarzen Meer. Gemeinsam mit der Familie wollte er es sich weit weg vom ganzen Alltagsstress ein paar Tage gutgehen lassen. Doch am Mittwochnachmittag (10. August) wäre ihm dieser Genuss beinahe zum Verhängnis geworden, wie auch lokale Medien, unter anderem „Samsun Gazete“, berichten.

Enkel schrie noch: „Opa, komm bitte aus dem Wasser!“

Als er sich zum Abkühlen ins Meer begab, sah die Welt zunächst noch in Ordnung aus. Doch einige Zeit später nahm das Unheil seinen Lauf, wie Enhar A. (21), Enkelsohn von Selahattin, im Gespräch mit rosenheim24.de erzählt: „Er war für meine Begriffe schon ziemlich weit rausgeschwommen“, so der Bruckmühler – und fügte hinzu, dass er das Unglück schon kommen sah: „Ich rief ,Opa, die Wellen sind viel zu hoch, komm bitte raus aus dem Wasser‘.“ Tatsächlich soll auch der Senior den Ernst der Lage verstanden und mit den Worten „Ja ja, ich komme ja schon!“ zugestimmt haben.

Dramatische Minuten am Schwarzen Meer

Doch Selahattin soll, ehe er sich versah, schlagartig von den Wellen ins Meer gezogen worden sein. Die großen Wellen machten ihm enorm zu schaffen, sodass es ihm schlichtweg nicht mehr möglich war sich selber aus dieser Situation zu befreien. Sein 21-jähriger Enkelsohn reagierte aber blitzschnell und schwamm sofort nach, „weil er sonst weg wäre“, erklärt er.

Und die Rettungstat sollte sich glücklicherweise bezahlt machen: Er konnte seinen Opa, noch bevor die Wellen ihn weiter ins Schwarze Meer zogen, erreichen. „Als ich bei ihm war, sagte er mir noch, dass er nicht mehr kann. Daraufhin bin ich unter ihn getaucht und habe dann versucht, ihn etwas nach vorne zu schieben, damit wir dem Ufer etwas näher kommen.“

Lautstark soll er dann im Anschluss versucht haben, auf ihre missliche Lage aufmerksam zu machen und das mit Erfolg: Strandbesucher bemerkten den Kampf der beiden mit den Riesenwellen. Während die einen sofort die Einsatzkräfte alarmierten, eilten ungefähr 20 Badegäste zur Hilfe. Schließlich gelang es dann mithilfe der herangezogenen Rettungsschwimmer – trotz der schwierigen Umstände – den Bruckmühler aus dem Schwarzen Meer herauszuziehen.

„Wäre ich nicht gewesen, wäre mein Opa einfach weg!“

Dass dies kein leichtes Unterfangen war, verriet der Held im weiteren Verlauf des Gesprächs: „Ich habe aufgrund der Tatsache, dass ich immer wieder von den Wellen heruntergezogen wurde, so viel Wasser in der Zeit geschluckt, dass ich mich nachher mehrmals übergeben musste. Ich hatte schon weiße Lichter gesehen. Richtig schlimm, dieses Gefühl.“

Mit einem Krankenwagen wurde der Bruckmühler Senior, der zwischenzeitlich in Ohnmacht gefallen war, letzten Endes ins nächstgelegene Klinikum gefahren. Wie sich aber zum Glück aller Beteiligten herausstellte, kam Selahattin ohne jegliche Verletzungen oder Schäden davon und ist bereits aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Ob er den ganzen Schock schon überstanden hat, lässt sich schwer sagen. Sein persönlicher Held hingegen wird noch einige Zeit brauchen, bis er das Ganze verarbeitet hat. „Ich stehe immer noch unter Schock und kriege Gänsehaut, wenn ich nur ansatzweise daran denke. Wäre ich nicht gewesen, wäre mein Opa einfach weg – und ich auch!“, fügte Enhar am Ende des Gesprächs noch mit einem tiefen Seufzer hinzu.

mck

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