Bruckmühl: Endlich wieder Senioren-Sprechstunde

Auch das beliebte Senioren-Weißwurstfrühstück in Mittenkirchen – hier ein Bild aus Zeiten vor Corona – musste abgesagt werden. Baumann

Persönliche Gespräche wieder möglich: Wie schwierig aber die kontaktreduzierte Zeit für ältere Menschen war, erklärt Anneliese Weißbrich, Seniorenbaufragte der Marktgemeinde, hier.

von Johann Baumann

Bruckmühl – Die Seniorenbeauftragte derMarktgemeinde Bruckmühl kann endlich wieder in direkten Kontakt mit den betagten Bürgern der Gemeinde treten. So steht sie auch am Montag, 6. Juli, von 15 bis 16 Uhr, im Zimmer 31 des Rathauses wieder für persönliche Gespräche zur Verfügung.

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Unter dem Corona-Lockdown litten und leiden in besonderem Maße auch in Bruckmühl die älteren Mitbürger. Dazu kam auch, dass schon seit Anfang März die monatlichen Sprechstunden der Seniorenbeauftragten Anneliese Weißbrich im Rathaus abgesagt werden mussten. Doch die sprechstundenlose Zeit ist vorbei. Jetzt bietet Anneliese Weißbrich wieder an jedem zweiten Montag im Monat die beliebte Seniorensprechstunde an.

Kontakt via Telefon und E-Mail

„Die Lockdown-Phase war eine schwierige Zeit für die Senioren“, berichtet Anneliese Weißbrich im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie hat seitdem viele Anrufe und E-Mails älterer Menschen oder ihrer Angehörigen erhalten, die sich unter anderem nach Fahrdiensten, Einkäufen oder häuslicher Versorgung erkundigten.

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Sie hebt das starke Engagement insbesondere der Dirndl- und Burschenvereine, des Trachtenvereins „d’Wendlstoana“ (zusätzlich mit Postkarten-Aktion), weiterer örtlicher Organisationen und Vereine und auch von Privatpersonen hervor, die Einkäufe für die Senioren tätigten.

„Die Rückmeldungen der jungen Leute besagen, dass die Einkaufsunterstützung besonders in den ersten beiden Lockdown-Wochen gefragt war“, so die Seniorenbeauftragte. Danach seien viele Senioren offenbar wieder verstärkt selbst zum Einkaufen gegangen.

Viele Senioren hätten nach eigenem Bekunden vor allem auch unter den fehlenden persönlichen Kontakten insbesondere zu den Enkelkindern gelitten. Bei manchen hätte sie auch Zukunftsängste verspürt und Unsicherheit, wie die Corona-Krise sich noch weiterentwickelt.

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Erschwerend kam hinzu, dass alle seit Mitte März geplanten seniorenbezogenen Veranstaltungen vorerst beziehungsweise endgültig abgesagt werden mussten. Dies betraf beziehungsweise betrifft unter anderem drei Seniorenfrühstücke, einen Filmnachmittag, zwei Vorträge zu Gesundheitsthemen sowie eine Schulung für Angehörige demenziell erkrankter Menschen.

Ebenfalls storniert wurden der „Runde Tisch Seniorenarbeit“ im April und Oktober und das Frühjahrstreffen des Arbeitskreises „Sucht im Alter“. „Vielleicht können wir die eine oder andere geplante Veranstaltung ja noch durchführen“, hofft die „Senioren-Managerin“ der Marktgemeinde, „wir werden das zu gegebener Zeit prüfen und rechtzeitig bekannt geben“.

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