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Neue Feldgeschworene bewahren das „Siebenergeheimnis“

Drei neue „Grenzstein-Sheriffs“ rüsten sich für ihr Amt in Bruckmühl

Bei der Vereidigung: (von links) Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Rosenheim, Anton Obermayr, Josef Braun, Jürgen Knott und Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter.
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Bei der Vereidigung: (von links) Falk Brem, Leiter des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Rosenheim, Anton Obermayr, Josef Braun, Jürgen Knott und Bruckmühls Bürgermeister Richard Richter.
  • VonJohann Baumann
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Josef Braun, Jürgen Knott und Anton Obermayr wurden zu neuen Feldgeschworenen für die Marktgemeinde Bruckmühl vereidigt. Dabei wurde ihnen auch das „Siebenergeheimnis“ weitergegeben.

Bruckmühl – Die Bewahrung des „Siebenergeheimnisses“ schworen die neugewählten Feldgeschworenen der Marktgemeinde Bruckmühl Josef Braun, Jürgen Knott sowie Anton Obermayr.

Das Amt des Feldgeschworenen, im Volksmund auch „Siebener“ genannt, ist eines der ältesten erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung. In Bayern sind rund 24.000 Männer und Frauen in diesem Amt vereidigt, das vor rund 500 Jahren eingeführt wurde. Abgesehen von Bayern gibt es das nur noch in Rheinland-Pfalz.

„Siebener-Zeichen“ sind geheim und regional

Die Feldgeschworenen wirken bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen mit. Sie setzen Grenzsteine höher oder tiefer, wechseln beschädigte Zeichen aus oder entfernen sie. Nur sie kennen die geheimen regionalen „Siebener-Zeichen“, mit denen die Grenzen zusätzlich zu den Steinen markiert werden. Diese geheimen Daten sind von Kommune zu Kommune unterschiedlich und werden nur mündlich an die Nachfolger weitergegeben.

Die Zeichen spielen bei Grenzstreitigkeiten oft eine ausschlaggebende Rolle: Hat ein Nachbar etwa die Markierung entfernt oder verlegt, hat der Feldgeschworene damit noch ein Ass im Ärmel.

In der Praxis arbeiten die Feldgeschworenen eng mit den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung zusammen. „Die Feldgeschworenen sind unerlässliche Partner für das Vermessungsamt. Mit ihrer Bekanntschaft der Beteiligten, ihrer Ortskenntnis, der Bereitstellung des Abmarkungsmaterials sowie ihres großen Engagements unterstützen sie das Vermessungsamt hervorragend bei der schnellen und reibungslosen Durchführung der Vermessungen“, sagte Falk Brem vom Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Rosenheim mit der Außenstelle Wasserburg.

Arbeitsbereiche sind geografisch eingeteilt

Die Tätigkeitsbereiche der Feldgeschworenen in der Marktgemeinde sind geografisch eingeteilt. Josef Hell ist in der Gemarkung Holzham für das Gebiet Breitenberg, Oed, Nacken, Oberwall und Unterwall zuständig. Alois Maier in der Gemarkung Holzham für Ginsham, Hornau, Stachöd, Voglried, Oberholzham, Unterholzham und Hirschberg. Josef Hochwind ist im Teilgebiet Bruckmühl Nord bis zur Gemarkungsgrenze Holzham tätig, Jürgen Knott im Teilgebiet Bruckmühl West östlich bis zum Zulauf neue Mangfallbrücke und südlich bis zur Gemarkungsgrenze Götting. Auf Anton Obermayr fällt das Teilgebiet Bruckmühl Ost westlich bis zur Zulaufstrecke neue Mangfallbrücke, südlich bis zur Gemarkungsgrenze Götting. Konrad Mack betreut die Gemarkung Götting, und Josef Braun steht als Springer bei Urlaubs- und Krankheitsvertretung für alle Feldgeschworenen parat.

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Zum Abschluss der Veranstaltung blieb den alten und neugewählten Feldgeschworenen Zeit für einen intensiven Gedankenaustausch, wobei auch das „Siebenergeheimnis“ weitergegeben wurde. So sind die „Grenzstein-Sheriffs“ für ihre Arbeit bestens gerüstet.

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