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Eröffnungskonzert mit Händel und einem „Skandal“

Blaskapelle Bruckmühl feiert doppelte Premiere: So klingt‘s in der neuen Kulturmühle

Mit tosendem Applaus wurde die Blaskapelle Bruckmühl unter der Leitung von Martina Riedl bei ihren Konzerten in der Kulturmühle bedacht.
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Mit tosendem Applaus wurde die Blaskapelle Bruckmühl unter der Leitung von Martina Riedl bei ihren Konzerten in der Kulturmühle bedacht.
  • VonJohann Baumann
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Doppelte Premiere für die Blaskapelle Bruckmühl: Die Formation durfte jetzt mit einer neuen Dirigentin die neue Kulturmühle musikalisch einweihen. Wie‘s geklungen hat – und warum es auch für einen „Skandal“ viel Applaus gab.

Bruckmühl – Der Blaskapelle Bruckmühl war es jetzt vorbehalten, in der nagelneuen Kulturmühle erstmals ein Konzert zu veranstalten – und das gleich im Doppelpack. „Mit der Kulturmühle ist etwas Großes entstanden“, erklärte Bruckmühls Zweiter Bürgermeister Klaus Christoph in seinem Grußwort und wies darauf hin, dass neben dem Saal auch ein Probenraum für die Musiker geschaffen wurde. „Mit der musikbegeisterten Martina Riedl wurde eine neue Dirigentin gefunden: viel Glück, Martina“, fügte er hinzu.

Zum Auftakt ertönte der erste Satz der „Feuerwerkmusik“ von Georg Friedrich Händel, gefolgt von „Domi Adventus“. Dieser Konzertmarsch ist der letzte Teil von Alexander Pflugers gleichnamiger Marsch-Trilogie und beschreibt die Heimreise des Seefahrers Abel Tasman von seiner ersten Entdeckungsreise.

Bei der „Moulinet“-Polka sorgte „Schlagwerker“ Harald Höschler für die Mühlrad-Töne.

Gemütlich ging es weiter mit dem Walzer „Träumerei“ von Mark Sven Heidt und der Polka „A miigeler Sound” von Hannes Guggenmos, gefolgt von den Polkas „Moulinet” (“kleine Mühle”) von Josef Strauß, bei der Harald Höschler als „Schlagwerker” für die Mühlrad-Klänge sorgte, und „Ehrenwert“ von Martin Scharnagl. Beim schneidigen „Maxglaner Zigeunermarsch“, komponiert vom österreichischen Volksmusiker Tobi Reiser, agierten Bartholomäus Grabichler (Klarinette), Marinus Obermayer (Tenorhorn) und Stephan Wörndl (Trompete) als Solisten.

Der zweite Konzertteil wurde mit dem „Florentiner Marsch“ von Julius Fucik eingeleitet, einem der am meisten gespielten Märsche (Flügelhorn-Solist: Thomas Krapichler). Darauf folgte die „Salletmayr Polka“ von Patrik Prammer, die den Untertitel „Für’n Willi sein Opa“ trägt, der Großvater eines Freundes des Komponisten.

Es gab auch einen Ausflug ins Rock- und Pop-Genre

Der Endspurt des genüsslichen Musikabends bildete mit „modernen neuen Tönen“ eine kleine Zeitenwende im Repertoire des Bruckmühler Blasorchesters. Während bisher stets klassische beziehungsweise konservative Werke auf dem Programmzettel standen, erfolgte erstmals ein Ausflug ins Rock- und Pop-Genre.

Auf das durch Frank Sinatra bekannte „May Way“ (Trompetensolo: Stephan Wörndl) folgte unter dem Titel „80er-Jahre-KULT (tour)“ ein flottes Medley mit den Erfolgsnummern „Skandal um Rosi“, „Sternenhimmel“, „Ohne Dich“, „1000mal berührt“ und „Amadeus“ (Solisten: Tobias Schwegler/Trompete und Thomas Krapichler/Flügelhorn). „Rockig“ blieb es auch mit der Peter-Gabriel-Version von „Book of Love“ zum Abschluss.

Der 2022 ausgeschiedene Dirigent Michael Rokoss dirigierte die Polka mit dem beziehungsreichen Titel „Meine letzte Runde“.

Die Blaskapelle Bruckmühl präsentierte sich prächtig harmonierend, voller Spielfreude und mit „entspannter Präzision“. Das begeisterte Publikum spendete nicht nur nach den Stücken kräftigen Applaus, sondern auch einen langen Schlussbeifall. Die vielfachen „Zugabe-Rufe“ wurden mit „Baba Yetu“ von Christopher Tim, der Titelmelodie für das „Computerspiel „Sid Meier’s Civilization IV“ (Solistin an der Querflöte: Martina Riedl) und mit der Polka „Eine letzte Runde“ von Markus Nentwich erfüllt. Sie wurde vom 2022 ausgeschiedenen Dirigenten Michael Rokoss dirigiert – quasi als Hommage für seine sechsjährige Tätigkeit. Zum Abschluss erklang traditionell der vom Bassisten Dr. Michael Stacheter komponierte „Müller-zu-Prugg-Marsch“.

Für Auflockerung sorgten humorvolle und interessante Erläuterungen zu den einzelnen Werken und ihren Komponisten durch Marlene Binder, Magdalena Friesinger, Dr. Kathrin Haegler (mit Witze-Intermezzo), Thomas Krapichler, Martina Riedl und Tobias Schwegler. Eröffnet hatte beide sehr gut besuchte Konzerte der Blaskapelle-Vorstand Thomas Krapichler, der sich unter anderem bei der Marktgemeinde für den Bau des Konzertsaals und des Probenraum bedankte Krapichler: „Wir haben da was Wunderbares gekriegt.“

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