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„Habe viel Kraft und Ruhe“

Von der Alm ans Gymnasium Bruckmühl: Das ist die neue Leiterin der Ganztagsschule

Kerstin Höllbauer (rechts) ist die neue Chefin der Offenen Ganztagsschule (OGTS) am Gymnasium Bruckmühl. Auch beim Kickern mit den Schülern macht sie gern mal mit.
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Kerstin Höllbauer (rechts) ist die neue Chefin der Offenen Ganztagsschule (OGTS) am Gymnasium Bruckmühl. Auch beim Kickern mit den Schülern macht sie gern mal mit.
  • VonJohann Baumann
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Kerstin Höllbauer ist die Neue an der Offenen Ganztagsschule (OGTS) am Gymnasium Bruckmühl. Jetzt ist sie seit fast 100 Tagen im Amt und blickt auf ihre ersten Erfahrungen zurück.

Bruckmühl – Lange hing die OGTS am seidenen Faden. Die Initiatorin und bisherige Leiterin Christine Baumgartner wollte zum Jahresende gern aufhören. Da jedoch rechtzeitig keine Nachfolge in Sicht war, erklärte sie sich bereit, „so lange zu bleiben, bis die OGTS wieder in ruhigem Fahrwasser angekommen ist“. Mit der Übernahme der Leitungsfunktion durch Kerstin Höllbauer ab dem 1. Februar konnte die personelle Lücke nun geschlossen werden. Ein paar Wochen unterstützte Christine Baumgarter ihre Nachfolgerin noch bei der Einarbeitung.

Jetzt hat sich die neue OGTS-Chefin „freigeschwommen“ und blickt im Gespräch mit dem Mangfall-Boten auf ihren Werdegang und die ersten rund 100 Tage in ihrer neuen Funktion am Gymnasium Bruckmühl zurück. Die 45-Jährige ist Mutter einer Tochter. An der Berufsfachschule für Sozialpflege in Mühldorf bereitete sie sich auf die Arbeit in der Pflege vor und war danach in einem Altenheim beschäftigt. Später übernahm sie einige Jahre die Büroarbeit im Handwerksbetrieb ihres Lebensgefährten, kehrte jedoch später wieder in ihren angestammten Beruf zurück.

Ausbildung in der Sozialpflege

Dabei arbeitete sie sowohl in der ambulanten Pflege als auch im Palliativ-Bereich. Nebenbei war sie im Raum Miesbach als Betriebshelferin in der Landwirtschaft tätig. Seit 2017 nahm sie jeden Sommer eine ganz besonders „hohe Position“ ein: als Sennerin auf einer Alm im Kufsteiner Land. Dort war sie verantwortlich für Kühe, Kalbinnen, Kälber und Haflinger. „Diese Arbeit habe ich mit viel Herzblut gemacht, insbesondere in den Corona-Jahren“, beschreibt sie: „Die Allein-Tätigkeit dort oben war für mich wie eine Reinigung der Seele. Ich habe viel Kraft und Ruhe daraus gezogen.“

Kraft und Ruhe kommen ihr nun bei der Leitung der OGTS zugute, die 20 Wochenstunden umfasst und sich täglich von Montag bis Donnerstag zwischen 12 und 16 Uhr erstreckt. Kerstin Höllbauer ist aber immer schon ab 11 Uhr zu Vorarbeiten vor Ort und korrespondiert in dieser Zeit auch mit den Eltern. Unterstützt wird sie von zwei sozialpädagogischen Kräften und von Tutoren. Der Kreis ihrer Schützlinge besteht aus 75 Kindern und Jugendlichen aus den fünften bis achten Klassen. Die OGTS-Betreuung besteht aus drei Bereichen und beginnt mit dem Mittagessen in der Mensa. Dort werden je nach Wochentag zwischen 45 und 55 Schüler verpflegt. Geliefert wird das abwechslungsreiche Mittagessen der Frischeküche Holzkirchen und vorbereitet vom separaten Mensa-Team der Schule.

Im Anschluss daran erfolgt ab etwa 13.30 Uhr in vier nach Jahrgangsstufen zusammengestellten Gruppen die Hausaufgabenbetreuung. Danach ist Freizeitgestaltung angesagt – meist in der Zeit von 14.30 bis 16 Uhr. Dabei spielt der Sport eine große Rolle, ob Fußball, Volleyball, Tischtennis oder Badminton. Im Rahmen des Freizeit-Stundenplans wird dienstags außerdem unter Anleitung einer Kunstlehrerin gezeichnet, gemalt und getöpfert. Mittwochs steht unter dem Titel „Cook mal“ Backen und Kochen mit zweiehrenamtlicher Helferinnen auf dem Programm.

Kinder auf ihrem Weg begleiten

„Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen macht mir sehr viel Spaß. Es ist schön, sie ein Stück weit zu begleiten und ihre Entwicklung zu beobachten“, genießt Höllbauer ihren neuen Job. Ebenso lobt sie die gute Zusammenarbeit mit Schulleitung, Lehrerkollegium und Mensa-Team sowie die tatkräftige Unterstützung durch das Sekretariat. Für die nächste Zeit hat sich Höllbauer unter anderem vorgenommen, den Kontakt zu den Eltern zu intensivieren. Auch möchte sie externe örtliche Freizeitaktivitäten verstärken – unter anderem mit Besuchen im Schwimmbad oder im Auwald-Biotop. „Ich bin sehr motiviert“, bekräftigt sie ihre Freude an der neuen Arbeit.

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