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Hammerauftritt in Bruckmühl

Darum brauste Manuel Mark mit seiner früheren Kindergärtnerin Sissy im Ferrari davon

Wie vor rund 25 Jahren versprochen, holte Manuel Mark in Cowboystiefeln und mit Sonnenbrille seine ehemalige Kinderpflegerin Sissy Kienmeyer an ihrem letzten Arbeitstag mit seinem knallroten Ferrari ab. Und fuhr mit der „total geplätteten“, frisch gebackenen Ruheständlerin auf und davon.
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Wie vor rund 25 Jahren versprochen, holte Manuel Mark in Cowboystiefeln und mit Sonnenbrille seine ehemalige Kinderpflegerin Sissy Kienmeyer an ihrem letzten Arbeitstag mit seinem knallroten Ferrari ab. Und fuhr mit der „total geplätteten“, frisch gebackenen Ruheständlerin auf und davon.

Was für ein Auftritt! Mit Cowboystiefeln und Pilotenbrille stand Manuel Mark plötzlich vor dem Kindergarten „Sonnenschein“ in Weihenlinden. Gekommen, um ein 25 Jahre altes Versprechen bei seiner früheren Kindergärtnerin einzulösen. Was sein 271-PS-Ferrari damit zu tun hatte, lesen Sie hier.

Bruckmühl – Diesen Tag wird Sissy Kienmeyer so schnell nicht vergessen. Es war „eigentlich“ ein normaler Arbeitstag, ein Donnerstag. Was nur ganz Wenige wussten: Es war aber nach genau 44 Jahren, elf Monaten und 21 Tagen auch der letzte Arbeitstag der Bruckmühlerin. „Das ist jetzt bitte aber auch kein großes Ding“, machte die Kinderpflegerin im engsten Kreis dazu immer deutlich. Doch es kam anders, ganz anders.

Dieser Donnerstag begann wie üblich. Dienstbeginn war für die gebürtige Bruckmühlerin zusammen mit ihren Kolleginnen im Weihenlindener Kindergarten „Sonnenschein“ um sieben Uhr. Eine halbe Stunde später trudelten die 24 Kinder nacheinander ein. Nach der Morgenbesprechung um kurz nach acht Uhr nahm der Kindergartenalltag dann seinen gewohnten Lauf.

Überraschung mit lautem Hallo

Ab elf Uhr schlug die große Stunde für die Kinder in einer gemeinsamen Runde, zu der die Eltern der Vorschulkids traditionell ein paar Getränke und Häppchen reichten. In diese harmonische und lockere Szenerie erschienen wie aus dem Nichts auf einmal mit großem Hallo die ersten, mittlerweile erwachsenen, ehemaligen Kindergartenkinder aus der Bruckmühler Umgebung auf der Bildfläche.

Doch damit nicht genug. Im Minutentakt kamen unter großem Jubel und Trubel immer weitere hinzu. Manche hatten sich extra Urlaub genommen und waren aus Prien, München oder sogar aus Würzburg nach Weihenlinden angereist. Kinderpflegerin Sissy hatte sie alle entweder im Heufelder oder später auch im Weihenlindener Kindergarten fürsorglich betreut.

Am Ende ließen rund 50 „alte“ Kindergartenkinder im Alter von acht bis 44 Jahren den „Sonnenschein-Vorplatz“ aus allen Nähten platzen und die Emotionen Purzelbäume schlagen.

„Um diesen Überraschungs-Coup so punktgenau landen zu können, wurde von den Ehemaligen eigens die WhatsApp-Gruppe ,Sissy for ever‘ ins Leben gerufen. Die Hotline hat perfekt funktioniert, wir hatten schon bei den Vorbereitungen zu diesem Treffen so viel Spaß und Vorfreude“, erzählt mit einem Augenzwinkern Insider-Informantin und Kindergarten-Leiterin Ramona Eisentraut.

Da brachen die emotionalen Dämme

Die ausgelassene Stimmung wurde dann von einem dumpfen Motorenröhren jäh unterbrochen, was bei Sissy „alle emotionalen Dämme brechen ließ“. Die 64-Jährige zeigte sich von dieser Überraschungsaktion „total geplättet“. „Was hier heute abgeht, kann man nur als den puren Wahnsinn bezeichnen“: Vor dem Kindergarten hielt ein roter Ferrari 328 GTS.

Markant war nicht nur der rote Flitzer, sondern auch das Outfit des Fahrers Manuel Mark. Er trug Röhren-Jeans, Cowboystiefel und eine lässige Retro-Sonnenbrille. Der Überraschungsgast aus Högling hatte in seiner Kindergartenzeit vor rund 25 Jahren sein Versprechen gegeben, „Sissy, wenn ich mal groß bin, kaufe ich mir einen roten Ferrari, ziehe Cowboy-Stiefel an und setze eine lässige Sonnenbrille auf. Dann hole ich dich ab und wir drehen eine Runde.“

Perplex und barfuß im feuerroten Flitzer

Nachdem die „Jubilarin“ ihre Sprache wiedergefunden hatte und die letzten Freudentränen abgewischt waren, wurde das Versprechen dann auch mit viel Jubel und Trubel in die Tat umgesetzt. Kinderpflegerin Sissy Kienmeyer nahm – sichtlich immer noch perplex – barfuß in dem legendären italienischen Sportwagen Platz.

Bevor es dann mit dem roten Boliden und seinem blubbernden Acht-Zylindermotor unter großem Szenenbeifall der kleinen und großen Kindergartenkinder auf Tour ging, scherzte „Chauffeur Manu“ mit zwei nach oben zeigenden Daumen: „Jetzt geht die Sissy mit 271 PS in den Ruhestand.“

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