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Ab 2023

Bruckmühl bekommt für 6,35 Millionen Euro einen barrierefreien Bahnhof

Eine Visualisierung der Entwurfsplanungen im Frühstadium zeigt in etwa, wie der neue Bruckmühler Bahnhof mit Haus- und Außenbahnsteig organisiert sein könnte. Die Vorschläge des Marktgemeinderates für eine Überdachung der Bahnsteige und auch die Rampe auf der Seite der Rösner-Wiese sind hier nicht zu sehen.
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Eine Visualisierung der Entwurfsplanungen im Frühstadium zeigt in etwa, wie der neue Bruckmühler Bahnhof mit Haus- und Außenbahnsteig organisiert sein könnte. Die Vorschläge des Marktgemeinderates für eine Überdachung der Bahnsteige und auch die Rampe auf der Seite der Rösner-Wiese sind hier nicht zu sehen.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Pünktlich zum Fahrplanwechsel 2023 soll der Bahnhof Bruckmühl in einen modernen, barrierefreien Bahnhaltepunkt umgewandelt werden. In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates stellte Sven Hollaus von der DB Engineering und Consulting GmbH die Planungen für die Umgestaltung vor.

Bruckmühl – PDie Kosten von circa 6,35 Millionen Euro trägt die Deutsche Bahn. Verkehren die Züge auf der Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen aktuell im Stundentakt in beide Richtungen, soll nach dem Umbau ein 30-Minuten-Takt möglich werden.

Mittelbahnsteig wäre zu aufwendig

Die Frage, welche Art von Bahnsteig sie bevorzugen, hatten die Marktgemeinderäte schon im Oktober 2015 beantwortet: Doch obwohl sie damals mit 21:1 Stimmen einen Mittelbahnsteig bevorzugten, sieht die Bahn nach den Worten von Hollaus in dem Modell „Haus- und Außenbahnsteig“ die bessere Variante. Der Grund: Ihre Umsetzung ist um 1,6 Millionen Euro „billiger“ als der Mittelbahnsteig. Doch nicht nur das: Sie verursacht keine Neutrassierungen, keinen Oberleitungsneubau, kommt mit weniger Baufeldfreimachung und damit mit weniger Sperrungen der Strecke und Ausfall der Züge aus, denn die Gleise bleiben an ihre Stelle. Während der Bauphase kann zudem der bestehende Mittelbahnsteig genutzt werden.

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Der Zugang erfolgt auf der Seite des Bahnhofsgebäudes über eine Treppe und eine gewendelte Rampe. Es wird eine drei Meter breite Unterführung zur Rösnerwiese geben, die von der Bahn gebaut und auch künftig unterhalten wird. Von Seiten der Rösnerwiese ist der Außenbahnsteig über eine Treppe und einen Fahrstuhl erreichbar. Die Kosten von 6,35 Millionen Euro trägt die Bahn. Die Marktgemeinde muss lediglich die Kosten für eine Rampe als Zuwegung von der Rösnerwiese zum Fahrstuhl tragen.

Die Bahnsteige werden künftig eine Höhe von 76 Zentimetern haben. Gegenwärtig sind sie ebenerdig und damit vor allem für das eilige Überqueren der Gleise geeignet. Harald Höschler (CSU/PW) fragte nach einem Zaun für mehr Sicherheit. Doch Zäune seien neben und zwischen Bahnanlagen nicht erlaubt, so die Erklärung des Projektsteuerers. Den Antrag von Andreas Riedl (CSU/PW), den Außenbahnsteig zu verlängern, damit er an die bestehende Unterführung angeschlossen werden könne, lehnte das Gremium mit 16:7 Stimmen ab, da die Marktgemeinde diese Kosten selbst tragen müsste. Kritisch bewertete Josef Staudt (SPD/PU) mit Blick auf Herbst und Winter, dass für Treppen und Rampen bislang keine Überdachung geplant wurde.

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Anna Wallner (CSU/PW) machte am Beispiel des Haltepunktes Heufeld klar, dass bei einem Fahrstuhl Barrierefreiheit nur so lange gewährleistet sei, wie er auch funktioniere. Nach Informationen von Sven Hollaus fehle auf der Seite zur Rösnerwiese aber der Platz, um eine Rampe bauen zu können, denn die Bahn sei bestrebt, alle Anlagen auf Bahngrund auszuführen.

Gemeinderat fordert Treppen-Überdachung

Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) erinnerte daran, dass sich der Marktgemeinderat aus gutem Grund für einen Mittelbahnsteig entschieden und diese Variante auch als zukunftsträchtig angesehen hatte. Er pflichtete Anna Wallner bei, dass zwar der Hausbahnsteig immer barrierefrei sei, aber der Außenbahnsteig eben nicht. Der Wunsch der Marktgemeinderäte, dass es künftig einen festen Bahnsteig für jede Fahrtrichtung geben solle, wurde in den Beschlussvorschlag aufgenommen. Mit einem klaren Votum von 23:0 stimmte der Rat der Variante „Haus- und Außenbahnsteig“ zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Verträge mit der Bahn auszuarbeiten.

Ein einfaches Überqueren der Gleise wird in Zukunft am Bruckmühler Bahnhof nicht mehr möglich sein.
Der Mittelbahnsteig ist bald Geschichte. Während des Umbaus wird er aber noch genutzt.

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