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ZWEI BAUWERBER, ZWEI ENTSCHEIDUNGEN

Bauen bleibt in Weihenlinden auch in Zukunft schwer

Südlich der Adlfurter Straße (Bildmitte) kann nun ein neues Wohnhaus gebaut werden.
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Südlich der Adlfurter Straße (Bildmitte) kann nun ein neues Wohnhaus gebaut werden.

Bauwünsche können im Ortsteil Weihenlinden nur realisiert werden, wenn sie nach detaillierter Einzelfallprüfung der Bauverwaltung auch ein positives Votum des Marktgemeinderates erhalten. Deshalb wurden jetzt auch die Anträge von zwei Bauwerbern unterschiedlich bewertet.

Bruckmühl – Kurz- oder mittelfristig wird es keine Überplanungen des südöstlichen Bereiches von Weihenlinden geben. Das entschied der Marktgemeinderat in seiner April-Sitzung mehrheitlich. Dafür darf an der Adlfurter Straße ein neues Haus gebaut werden.

Bauvorhaben südlich der Adlfurter Straße

Im Südosten von Weihenlinden bleibt alles beim Alten. Der Bereich zwischen Adlfurter Straße und Dorfstraße wird auch künftig nicht mit einem Bebauungsplan überplant.

Auslöser der erneuten Diskussion über ein gewünschtes oder eben nicht gewünschtes Wachstum von Weihenlinden war ein Bauvorhaben südlich der Adlfurter Straße auf Höhe des Pfarrhaus-Grundstückes. Dafür hatte der Bauwerber eine Erweiterung der Ortsabrundungssatzung beantragt.

Wie Thomas Brückner von der Bauverwaltung erläuterte, ergab eine Nachfrage bei der die Kommune beratenden Rechtsanwaltskanzlei, dass für das betroffene Areal noch eine „baulichen Prägung“ und somit auch Baurecht gelte.

Pläne gibt es auch östlich der Dorfstraße

Dieses positive Signal griff ein zweiter Bauwerber auf und beantragte ebenfalls eine Erweiterung der Ortsabrundungssatzung – allerdings östlich der Dorfstraße. Alternativ bat er um Prüfung, ob ein eng gefasster, kleiner Bebauungsplan aufgestellt werden könne. In diesem sollten auch nicht näher bezeichnete Bereiche der nördlichen und südlichen Grundstücksnachbarn mit einbezogen werden.

Mit einer der beiden Varianten wollte er Baurecht auf seinem Grundstück – in zweiter Reihe östlich der Dorfstraße – erwirken.

Erweiterung nicht zulässig

In diesem Fall war die rechtliche Bewertung der Anwaltskanzlei aber negativ. Der Tenor: Eine Erweiterung sei nicht zulässig, da der Satzungsumgriff zu umfangreich und eine geordnete Erschließung fraglich sei. Der Rat der Rechtsexperten: Mit der Ablehnung solle man auch einer „unorganischen Entwicklung“ entgegenwirken.

Gegen einen „kleinen“ Bebauungsplan als Alternativmaßnahme spreche neben der fehlenden städtebaulichen Entwicklung auch die ungeklärte Frage einer ordnungsgemäßen Erschließung. „Um hier Baurecht zu schaffen, bedarf es einer großen Gesamtüberplanung des Südostens von Weihenlinden, mit einem weit gefassten Bebauungsplan“, erläuterte Brückner.

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CSU/PW-Rat Hubert Maier befürwortete den Antrag für ein Wohnhaus südlich der Adlfurter Straße: „Die Sache ist gut, hier wird auch das Landratsamt zustimmen.“ Er wollte lediglich die von der Bauverwaltung vorgeschlagene Linienführung für die erweiterte Ortsabrundgungssatzung noch enger gefasst sehen, was er auch zum Antrag erhob.

Demgegenüber sprach er sich klar gegen den Erweiterungsantrag östlich der Dorfstraße aus: „Eine Satzungserweiterung und auch ein kleiner Bebauungsplan gehen nicht.“ Nach seinen Erfahrung stünden die Weihenlindener größeren Baumaßnahmen zudem eher skeptisch gegenüber.

Große Lösung für den Dauerbrenner?

Anders bewertete dies Robert Niedermeier (SPD/PU). Für ihn sei ein generelles Klein-Klein nicht zielführend und führe nur zu punktuellen Lösungen. Er plädierte grundsätzlich für eine große Lösung mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes zwischen der Adlfurter Straße und der Dorfstraße, denn: „Dieser Bereich bleibt ein Dauerbrenner, wir sollten hier umdenken – vorausgesetzt, dass die betroffenen Grundstücksbesitzer das auch so wollen.“

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In der Folge kam es im Bruckmühler Marktgemeinderat zu vier Abstimmungen: Im ersten Schritt sprach sich das Plenum mit 23:0 gegen eine Erweiterung der Ortsabrundungssatzung für den Bereich „östlich der Dorfstraße“ aus.

Den Bereich der bestehenden Ortsabrundungssatzung kennzeichnet die schwarze, durchgehende Linie. Die schwarz gestrichelte Linienführung kennzeichnet den Vorschlag der Verwaltung zur Erweiterung der Ortsabrundungssatzung. Die rote Linie markiert den mehrheitlich befürworteten Antrag der CSU/PW-Fraktion auf eine engere Linienführung der erweiterten Ortsabrundungssatzung. Für den grünen Bereich (ohne genaue Grenzziehung) war eine Erweiterung der Ortsabrundungssatzung beziehungsweise die Aufstellung eines Bebauungsplans beantragt worden.

Mit 3:20 Stimmen fiel dann der SPD/PU-Antrag zur Bebauungsplanaufstellung für den Südosten von Weihenlinden zwischen der Adlfurter Straße und der Dorfstraße durch.

Ohne Gegenstimmen erhielt der Antrag zur grundsätzlichen Erweiterung der Ortsabrundung südlich der Adlfurter Straße grünes Licht.

Mit einem 15:8 Entscheid schloss sich der Marktgemeinderat dem CSU/PW-Antrag für eine engere Linienführung der Ortsabrundungssatzung entlang der Adlfurter Straße an.

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