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Kostenexplosion im Bruckmühler Schwimmbad

„Alles wird teurer“: Wie Bruckmühler Schwimmbadverein die Preisexplosionen überleben kann

Die Vorbereitungen für den Saisonstart im Bruckmühler Schwimmbad laufen auf Hochtouren. Gegenwärtig wird der Boden ausgetauscht und neuer Rasen angelegt.
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Die Vorbereitungen für den Saisonstart im Bruckmühler Schwimmbad laufen auf Hochtouren. Gegenwärtig wird der Boden ausgetauscht und neuer Rasen angelegt.

Die Kostenexplosion ist im Schwimmbad Bruckmühl angekommen. Das wird seit 50 Jahren von einem Verein getragen, der nach der Corona-Krise nun auch noch die Energiekrise schultern muss. Das hat Auswirkungen auf die Eintritts- und Mitgliedspreise.

Bruckmühl – Die Preise für Energie, Wasseraufbereitung, Abfallentsorgung und Personal sind enorm gestiegen. Doch vor allem die hohen Heizkosten schlagen im Schwimmbad zu Buche. Deshalb wurden jetzt die Eintrittspreise und Mitgliedsbeiträge angepasst. Der Mehraufwand liegt bei zehn bis 14 Euro pro Jahr.

„Es handelt sich effektiv wirklich nur um eine Anpassung, keine Preiserhöhung“, betont Betriebsleiter und Kassier Louis Dandl: „Alles wird teurer. Die Mitgliedsbeiträge sind nach wie vor die wichtigste finanzielle Stütze für unseren Betrieb.“

Verein betreibt Freibad seit 50 Jahren

Einlass ins Freibad erhält, wer Mitglied im Verein ist. Künftig liegt der Jahresbeitrag bei 40 statt bisher 35 Euro. Wer dazu eine Saisonkarte bucht, zahlt ab Mai 60 Euro, also ebenfalls fünf Euro mehr. Der Preis der Familien-Saisonkarte klettert von 90 auf 99 Euro. Kinder kommen nach wie vor mit einer Tageskarte für 2,50 Euro ins Bad. Bis zum sechsten Lebensjahr haben sie auch in Zukunft freien Eintritt. Erwachsene legen 50 Cent aufs Tagesticket drauf und zahlen jetzt vier Euro. Für die lokalen Schulen ist der Eintritt im Rahmen des Sportunterrichts auch weiterhin kostenlos.

Eine Besonderheit des Bruckmühler Bades ist der Betrieb durch einen Verein, der vor mehr als 50 Jahren aus einer Interessensgemeinschaft entstand. Seitdem trägt der Schwimmbadverein Bruckmühl das Bad aus der Bevölkerung heraus und auf Grundlage ehrenamtlicher Arbeit.

„Unser Bad ist kein exklusiver Ort, sondern hat einen am Gemeinwohl orientierten Charakter. Es dient der ganzen Marktgemeinde und soll für die breite Öffentlichkeit verfügbar sein“, betont Betriebsleiter Dandl. „Aber wir brauchen unbedingt die Unterstützung der Bürger durch ihre Mitgliedsbeiträge. Nur so können wir den Betrieb finanziell stemmen“, ergänzt Lukas Buxot, ebenfalls Betriebsleiter.

Mit einem Blick auf die neue Saison wird klar, dass das Freibad auf jeden Fall „sein Geld wert ist“. Die Geländesanierung (wir berichteten) läuft nach Plan. Zudem soll der Weg zum Becken neu und barrierefrei gestaltet werden. Eine verlängerte Rampe wird das natürliche Gefälle überbrücken, um allen Gästen den Zugang bequem zu ermöglichen. Die Kosten trägt die Marktgemeinde Bruckmühl.

Neu errichtet wird auch eine Umkleidekabine im Ruhebereich der Liegewiese. Der Dachstuhl hierfür war durch einen Umbau am Spielplatz bereits vorhanden. Die Besucher sollen sich so besser auf dem Gelände verteilen können. „Unser Schwimmbad wird heuer 50 – und wir freuen uns noch auf viele weitere Jahre“, blickt Vereinsvorsitzender Michael Fischer-Wagner in die Zukunft. Ab Mitte Mai präsentiert sich das Bruckmühler Freibad mit frischem Grün und vielen Neuerungen den Badegästen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Heuer werden wieder viele externe Kurse angeboten – vom Schwimmkurs für die Jüngsten bis zum Aqua Zumba.

Vereinsvorstand für zwei Jahre gewählt

Nach coronabedingter Zwangspause fand jetzt die Jahreshauptversammlung des Schwimmbadvereins Bruckmühl statt. Durch die Berichte von Betriebsleitung und Kassenwart erhielten die Mitglieder einen Überblick über die vergangenen zwei Jahre. Aus allen Bereichen war zu hören, dass die vergangene Saison zwar voller Herausforderungen war, jedoch gut gemeistert werden konnte. Die Besucherausfälle, die durch den verspäteten Saisonstart durch Corona entstanden waren, konnten im außergewöhnlich warmen Sommer noch gut abgefangen werden. Die Vereinskasse verzeichnete dabei sogar ein leichtes Plus, was der effizienten Planung der Kassiere Dominik Sailer und Louis Dandl, aber besonders den vielen ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden zuzuschreiben ist.

Neben dem regulären Badebetrieb konnten einige weitere Projekte realisiert werden. So entstand eine neue Website, die unter schwimmbad-bruckmuehl.de vor allem der Bekanntheit des Bades und als Plattform für Informationen aller Art dient.

Die Beckenpumpen wurden nach einem Defekt erneuert. Sie waren seit Eröffnung des Bades im Dauerbetrieb. „50 Jahre Lebensdauer – man findet heute kaum ein Gerät, das das schafft“, betonte Lukas Buxot, neben Louis Dandl einer der beiden Betriebsleiter. „Da die neuen Pumpen nun mit Steuerungstechnik ausgestattet sind, ermöglichen sie eine Reduzierung der Leistung über Nacht. „Davon versprechen wir uns als Verein eine enorme Strom- und damit Kostenersparnis.“

Die Revisoren Katharina Schindler und Harald Heinrich, beide langjährige Vereinsmitglieder, bestätigten, dass die Kassen ohne Beanstandungen und ordnungsgemäß geführt wurden. Die Vorstandschaft wurde nach zwei Jahren im Amt entlastet. Vor den Neuwahlen teilte der bisherige erste Kassenwart Dominik Sailer mit, dass er wegen Umzuges nicht mehr zur Wahl steht. Einstimmig wiedergewählt wurden Vorsitzender Michael Wagner-Fischer, Bürgermeister Richard Richter als zweiter Vorsitzender, Elisabeth Schillinger als Schriftführerin sowie Katharina Schindler und Harald Heinrich als Revisoren. In einstimmiger Wahl übernahm Louis Dandl, der bereits mit der Materie vertraut ist, das Amt des Kassenwarts.

Im Ausblick auf die kommende Badesaison bietet der Schwimmbadverein wieder Jobs auf 450-Euro-Basis an. Interessenten für eine Tätigkeit als Aufsicht oder Kassenkraft finden Infos im Internet unter schwimmbad-bruckmuehl.de oder können sich direkt per E-Mail an aufsichten@schwimmbadbruckmuehl.de bewerben. Gesucht werden zudem Helfer für die Technik und die Arealpflege.

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