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Welche Pläne gibt es für einen Neubau?

Abschied von einem 60-Jährigen: Bruckmühler Rathaus aus dem Ortsbild verschwunden

Historische Details wir diese Wappen bleiben ebenfalls erhalten.
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Historische Details wie diese Wappen bleiben ebenfalls erhalten.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Bald ist das alte Bruckmühler Rathaus Geschichte. Mit großen Schritten nähern sich die Abrissarbeiten ihrem Ende. Doch was wird danach? Noch gibt es keine Pläne für ein neues Rathaus. Doch lange kann die Verwaltung im Übergangsdomizil in der alten Wolldecke nicht mehr bleiben.

Bruckmühl – Das fast 60-jährige Verwaltungsgebäude verschwindet – bis auf wenige historische Details wie die alte Eingangstür mit Metall-Griffen, der Turm mit Uhr und Wetterfahne oder verschiedene Gedenktafeln, die aufbewahrt werden.

Abriss neigt sich dem Ende entgegen

Nach langen, intensiven Beratungen hatte der Marktgemeinderat die Planungen für den Rathausneubau aus Kostengründen im Mai 2021 mit 22:1 Stimmen gestoppt. Das Verwaltungsgebäude aus dem Jahr 1954, das 1983 und 2010 erweitert worden war, sollte in einer Symbiose aus Alt- und Neubau den Bürgern einen Treffpunkt und der wachsenden Verwaltung ausreichend Platz bieten.

Das alte Rathaus aus dem Jahr 1954 verschwindet aus dem Ortsbild.

Doch wie berichtet war das Projekt mit jeder Planungsrunde immer größer, voluminöser und teurer geworden. Zuletzt lagen die geschätzten Kosten bei 19,25 Millionen Euro.

Wurde zwischenzeitlich auch darüber nachgedacht, das alte Rathaus für Schulerweiterungen, Ganztagsbetreuung oder auch als Kindertagesstätte zu verwenden, fasste der Marktgemeinderat im Oktober 2021 dann doch den einstimmigen Beschluss zum Abriss des Rathauses. Grund dafür war der bauliche Zustand des alten Gebäudes.

Rückblickend sagt Bürgermeister Richard Richter: „Bei der derzeitigen Kostenexplosion wäre ein Neubau um Vieles teurer geworden. Ich bin froh, dass wir jetzt nur den Abriss bewältigen müssen.“ Wie geht es nun weiter: Die Mietverträge für das Übergangsdomizil in der „Wolldecke“ im Gewerbepark Heufeldmühle gelten bis Juni 2024, doch in zwei Jahren ist kein neues Rathaus gebaut. „Wir sind in Gesprächen mit unserem Vermieter Werndl und Partner“, informiert der Bürgermeister.

Standortvarianten und die Frage, ob die Verwaltung perspektivisch in der alten „Wolldecke“ zur Miete bleiben solle, beantwortete der Rat – ebenfalls im Okotber 2021 – mit einem 13:7-Beschluss: Das neue Rathaus soll sich auch in Zukunft „um den bisherigen Standort herum“ befinden.

Der Turm mit Wetterfahne wird aufbewahrt.

Dafür wurden nun auch die baurechtlichen Weichen gestellt. Der Bebauungsplan „Rathausplatz-Ost“ mit integriertem Grünordnungsplan wurde in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates einstimmig als Satzung beschlossen. Zuvor waren die Hinweise der Träger öffentlicher Belange abgewogen worden.

Damit ist das Baurecht am Rathausplatz gesichert und die Grundlage dafür gelegt, dass dort wieder ein Verwaltungsgebäude errichtet werden kann.

Der Anbau aus dem Jahr 2010 ist schon fast vom Erdboden verschwunden.

Auf welchem Weg Bruckmühl zu einem neuen Rathaus kommt, ist allerdings noch nicht klar. Nach der Sommerpause will die Verwaltung verschiedene Vergabeverfahren aufzeigen. Erst dann kann der Rat über das Verfahren und den zeitlichen Ablauf entscheiden.

Entwicklung des Zentrums

Der Neubau soll im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) erfolgen. Dieses betrachtet die Entwicklung des Zentrums im gesamten Bereich von Sonnenwiechser-, Kirchdorfer-, Bahnhof- und Müller-zu-Bruck-Straße.

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