LESERFORUM

Gut für Bruckmühl?

Leserbrief zum Beitrag „Neue Elf im Team – Marktgemeinderat Bruckmühl stellt sich auf“ im Lokalteil:

Bei der ersten Sitzung des Marktgemeinderats Bruckmühl war ich Gast und erlebte dabei so manche Überraschung. Der Wählerwille zählt ja nicht. Besonders die CSU schert sich wenig da rum. Wichtig ist der Mehrheitsfraktion, dass sie alles im Griff hat. Das Auftreten des Bürgermeisters empfand ich als etwas spöttisch gegenüber den Marktgemeinderäten, die nicht der CSU/ PW-Fraktion angehören, besonders merkte man ihm seine Aversion gegen die Grünen an. Das gipfelte dann darin, dass die Marktgemeinderätin Dr. Monika Mager nicht zur Dritten Bürgermeisterin gewählt wurde, was sicher der Anstand und auch der Wählerwille geboten hätte. Da war ja auch noch die Antrittsrede der neuen Dritten Bürgermeisterin, die – statt Freude und Demut über ihr Amt auszustrahlen – sich gleich beschwerte, dass sie das Kulturreferat nicht mehr bekommen hat. Nennt sich das etwa Wählerwille? Da ist ja auch noch die SPD, die zwei Sitze verloren hat. Das könnte Wählerwille sein. Ach ja, die Bayernpartei ist auch angetreten. Da fühlt sich sicher mancher Wähler verarscht. Klar ist es jedem gewählten Kandidaten freigestellt, ob er die Wahl annimmt. Nur riecht es hier stark danach, dass die Spitzenkandidatin zur Stimmenbeschaffung ins Rennen geschickt wurde. Natürlich kommt auch der Verzicht nach internen Querelen in Frage. Jedenfalls sollte die BP in Zukunft keine Rolle mehr spielen in der Bruckmühler Kommunalpolitik. Wer jetzt noch glaubt, dass mit dieser Mehrheitsfrak tion gute Politik für Bruckmühl gemacht werden kann, der wird bald merken dass dieses mit der CSU/PW als Mehrheitsfraktion nie möglich sein wird. Hoffentlich sehen das noch viele Bürger ein, damit in sechs Jahren endlich die Mehrheit der CSU/PW gebrochen wird, und Bruckmühl dann in eine bessere Zukunft aufbrechen kann.

Martin Obermaier

Bruckmühl

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