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Unverschämter DIEBSTAHL

Kolbermoor: Unbekannte klauen Blumen aus Beeten und Trögen

Auch im Trog„Am Glasberg“ habe des Bahnübergangs wurden Blumen entwendet.
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Auch im Trog„Am Glasberg“ habe des Bahnübergangs wurden Blumen entwendet.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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Stadtgärtner und Verwaltung in Kolbermoor sind empört: Rund 30 Stauden haben Unbekannte aus Beeten und Blumenträgen gestohlen. Die Gärtner des Bauhofs haben jetzt nachgepflanzt, weil sie noch Restbestände hatten. Sollten jetzt allerdings wieder Blumen entwendet werden, bleiben die Stellen leer. Was die Stadt dazu sagt und welcher Baum vor Jahren gestohlen wurde.

Kolbermoor – Erst vergangene Woche haben die Gärtner des Bauhofs rund 3000 Sommerblumen im Stadtgebiet gepflanzt: Auf Plätzen, nahe der Straße am Rand der Bürgersteige, auf Verkehrskreiseln und obendrein haben sie rund 80 Pflanzentröge bestückt.

Auch im Beet an der Brückenstraße nördlich der Brücke wurden Blumen gestohlen.

Und nun das: „Als mein Kollege die Blumen jetzt gegossen hat, fiel ihm auf, dass gleich an zwei Stellen Blumen geklaut worden sind“, ärgert sich Simon Reiter, Chefgärtner beim Bauhof. Knapp 30 Stück. Zum einen an einem Beet an der Brückenstraße zwischen Mangfall und von-Bippen-Straße sowie in einem Trog Am Glasberg, so Reiter.

Kein Ersatz mehr vorhanden

Chefgärtner Simon Reiter hat wieder alles hergerichtet und die Lücken wieder bepflanzt. Riediger

Tagsdrauf haben sie zwar wieder nachgepflanzt. Aber sollten noch einmal welche gestohlen werden, bleiben die Lücken in Beeten und Trögen frei. „Denn mehr Ersatzpflanzen haben wir nicht“, so Reiter. „Es tut uns einfach für die Kolbermoorer leid, die sich an den Bepflanzungen erfreuen.“ Die Blumen würden von Steuergeldern gekauft, seien mit zwei bis drei Euro pro Stück auch teuer, erklärt er. Er versteht es nicht: Überall kann man sich Blumen kaufen, dann muss man die doch nicht stehlen.

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Reiter sagt, dass es immer wieder vorkommt, dass Blumen aus den Trögen und Beeten gestohlen werden. Sollte man mal einen Hochzeitstag vergessen haben, habe Reiter Verständnis, dass man eine Tulpe aus einer Wiese abschneidet, aber gleich knapp 30 Stauden? Nein, dafür hat er kein Verständnis. Das sieht Jürgen Halder vom Bauamt der Stadt genauso. Er vermutet, „dass die entwendeten Blumen für die Gräber auf dem Friedhof hergenommen werden“. Beweisen kann er das nicht – „das ist eine Vermutung“, sagt er. Anzeige wurde bei Polizei nicht erstattet.

Verantwortliche: Nicht beirren lassen

Christian Poitsch vom Stadtmarketing geht davon aus, dass es sich nicht um einen Jungenstreich handelt – „was sollen die mit Blumen?“ Er geht vielmehr davon aus, dass es sich bei den Tätern um Erwachsene handelt. „Das ist kriminell. Das ist Diebstahl.“ Aber er stellt auch klar: „Wir werden weiter Blumen pflanzen. Von so etwas lassen wir uns nicht beirren, wir werden weiterhin Blumen pflanzen.“

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Frisch gesetzte Linde am Werkskanal entwendet

Neben Stauden wurde vor rund zehn Jahren am Werkskanal auch mal Linde gestohlen, erinnert sich Jürgen Halder. Sie war frisch gepflanzt und gepflockt, so Halder. Somit war sie quasi fast noch wie ein Blumentopf.“ Zu dritt bekommt man die schon rausgehoben, so Halder. Seither sei das aber nicht noch einmal passiert.

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