Blick in die Pferdeställe: Zu Gast bei Jessica von Bredow-Werndl und Benjamin Werndl

Jessica von Bredow-Werndlund Benjamin Werndl führen die Besucher durch die Reitanlage Aubenhausen. Stac he

„Aubenhausen Live“: So arbeiten Spitzensportler mit ihren Vierbeinern

Aubenhausen – Spitzensportlern über die Schulter schauen und sehen, wie Sportpferde leben und trainieren: Einen Einblick haben am Freitag 80 Besucher bei „Aubenhausen Live“ erhalten. Die Reitanlage Aubenhausen ist nicht nur „Home of the Dressage Horse“, sondern auch die Heimat von Jessica von Bredow-Werndl und ihrem Bruder Benjamin Werndl.

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Die Zwei ließen die Pferdefreunde einen Blick hinter die Kulissen werfen. Und das Interesse war enorm: „In wenigen Stunden waren die Tickets vergriffen“, so Benjamin Werndl. Die Besucher kamen aus der ganzen Republik und sogar aus England und den Niederlanden.

Die Geschwister zeigten den Besuchern das weitläufige Gelände. Es folgte eine Stallbesichtigung, bei der die Beiden ihre Ausbildungsphilosophie erklärten und einen Einblick in die tägliche Arbeit gaben.

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Jessica von Bredow-Werndl stellte die Pferde der unterschiedlichen Ausbildungs- und Altersklassen vor und zeigte auch deren Vorlieben auf. „Knapp 50 Pferde haben wir hier“, so die Mannschaftsweltmeisterin des Jahres 2018. Und diese genießen nicht nur große Aufmerksamkeit, sondern auch viel Freiluft. „Zurück zu den Wuzeln“ lautet deshalb das Motto in Aubenhausen.

Dort will man die Pferde als Partner gewinnen, „ich wäre ohne sie nicht da, wo ich jetzt bin“, sagte die mehrfache Grand-Prix-Siegerin. Und die Liebe zu den Pferden und die Begeisterung für den Reitsport merkte man bei jedem Satz aufs Neue. „Flipper ist mein Star auf Instagram“, betonte sie, lachte und streichelte den neunjährigen liebevoll. Zu jedem der Spitzenpferde hatte sie Anekdoten parat, über jeden gab die Reiterin Details aus dem Zusammenleben preis.

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Weiter ging es dann auf der Zeitreise durch das Leben der Pferde in die große Reithalle, wo die beiden Geschwister Einblicke in die Ausbildung und das tägliche Training gaben. Dabei sehen sie ihre Aufgabe vor allem darin, jedes Pferd nach seinen Begabungen entsprechend zu fördern, für sich zu gewinnen und so eine nachhaltige Entwicklung möglich zu machen.

„Pferde machen nie vorsätzlich etwas falsch“, betonte Benjamin Werndl, „wir versuchen den Charakter der Pferde zu erhalten und daraus das Bestmögliche zu machen. Mit „Unee BB“, dem dunkelbraunen Hengst, der eigentlich schon in Rente ist, zauberte Jessica von Bredow-Werndl dann unter dem Beifall der Zuschauer eine ehemalige Grand-Prix-Kür auf das Hallenviereck von Aubenhausen.

Anschließend gab es noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Besucher waren begeistert: Petra Kerschbaum sagte beispielsweise: „Es war eine wunderbare Veranstaltung.“

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