Blaskapelle setzt auf die Jugend

Thomas Krapichler als Solist mit seinem Xylophon.
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Thomas Krapichler als Solist mit seinem Xylophon.

Einen musikalischen Hochgenuss bot die Blaskapelle Bruckmühl auch heuer wieder bei ihrem traditionellen Herbstkonzert. Besonders erfreulich war, dass der Leiter der Kapelle diesmal zu Beginn zehn noch ganz junge Dirndl und Buam aufspielen ließ, die auf dem besten Weg sind, gut ausgebildete Musiker zu werden.

Bruckmühl - Für das Herbstkonzert hatte Dirigent Dr. Martin Uhl in der großen Kiste für Blasmusik kräftig gewühlt und dabei einige Stücke gefunden, die aus Filmen bekannt sind.

Es war diesmal die Jugend, die mit "Band on Tour" und weiteren Stücken das Konzert eröffnete. Die zehn jungen Musiker spielten mit ihren Blechblasinstrumenten schneidig auf. Besonders aufgefallen ist dabei die kleinste Musikerin mit ihrer Taschentrompete. Für den Nachwuchs ist bei der Blaskapelle sichtlich gesorgt. "Werd scho", so das Urteil eines Zuhörers, dessen Enkelin mitspielte.

Ein schneidiger Auftakt des Herbstkonzertes war der "Seyffertitz Marsch", den Feldmarschallleutnant Theodor von Seyffertitz komponierte und Rudolf Ableitner bearbeitete. Bei dem Solostück "Tenorova" von Miloslav R. Prochazka für Tenorhorn hatte Ulrich Neumaier Gelegenheit, mit seinem Instrument sein Können zu Gehör zu bringen, was ihm bestens gelang und viel Beifall einbrachte.

Bei der böhmischen Polka "Wir Musikanten" von Kurt Gäble kam der Musikkörper, dem 50 Musiker angehörten, voll zur Geltung. Die Filmmusik aus dem Publikumsrenner "Blockbusters" wurde von Michael Brown arrangiert und von der Blaskapelle brillant dargeboten. Bevor es in die Pause ging, übernahm die erste Flötistin Martina Riedl den Dirigentenstab, da Dr. Uhl mit seiner Geige das Solo zu "Schindler's List" spielte.

Mit dem Medley "Golden Hits" von dem amerikanischen Trompeter Herb Alpert wurde nach der Pause das Konzert weitergeführt. Bei der Filmmusik "The Rose" von Amanda McBroom aus dem gleichnamigen Film erfreute Anian Feyrer mit seinem Flügelhornsolo die Zuhörer.

Höhepunkte des Konzerts waren "Souvenir de Circus Renz", bei dem Thomas Krapichler mit seinem Xylophon das Solo beeindrucken spielte, und "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" von Karel Svoboda.

Da sich die Musiker sicher waren, dass sie mit dem letzten auf dem Programm stehenden Marsch "Müller zu Prugg", der von dem mit seiner Tuba mitspielenden Dr. Michael Stacheter komponiert wurde, nicht von der Bühne kommen, erfreuten sie die Zuhörer mit den Märschen "Dem Land Tirol die Treue" und "Hoch heilig Blut" (Bericht über Ehrungen folgt). og

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