200 Besucher genießen Blasmusik und „beeindruckende Spielfreude“

Ein beeindruckendes Konzert gab die Blaskapelle Bruckmühl unter Leitung von Dirigent Michael Rokoss. Neuwirth

Bruckmühl. – 512 Bilder aus dem Vereinsleben, mehr als 200 begeisterte Konzertbesucher, 97 Minuten Blaskapellenmusik-Genuss, 38 sympathische Musiker mit gelebter Musikleidenschaft, zwölf perfekt arrangierte Musikstücke, drei mit lautem Beifall geforderte Zugaben, zwei professionell agierende Solisten und ein bestens aufgelegter Dirigent – so lässt sich das mitreißende Herbstkonzert der Blaskapelle Bruckmühl in der Turnhalle der Realschule Bruckmühl kurz und knapp zusammenfassen.

„Die Konzertzusammenstellung ist ein Spiegelbild der musikalischen Vorlieben der Mitglieder unserer Blaskapelle“, stimmte Dirigent Michael Rokoss auf den Konzertabend ein.

Mit den ersten zarten Taktstockbewegungen gab er den Startschuss zum knapp eineinhalbstündigen und facettenreichen Musikerlebnis. Beim musikalischen Auftakt mit dem Titel „Libertango“ von Astor Piazolla fühlten sich die Besucher nach Argentinien versetzt. Schon ab den ersten Takten agierte das 39-köpfige Ensemble im Alter von 14 bis 65 Jahren mit einem großen harmonischen Klangvolumen. Beim folgenden „Hochachtungsmarsch“ von Herbert Pixner gingen viele Konzertgäste spontan Füße wippend den schwungvollen Rhythmus mit. „Nicht zu verwechseln mit dem Ausspruch `Mia san Mia´ des FC Bayern München“, kündigte Blaskapellen-Vorstand Krapichler danach die Polka „Wir sind wir“ von Peter Leitner humorvoll an. Emotional berührte das Stück „Nothing`s gonna change my love for you“. Hierbei begeisterte Dirigent Rokoss am Saxofon im Duett mit Thomas Krapichler an der Trompete. Zuvor hatte er dazu seinen Dirigentenstab an die souverän agierende Martina Watzlawick übergeben. Für diese perfekte „Team-Orchesterleistung“ gab es großen Szenenapplaus.

Mit dem Stück „Meran“ schlugen die Musiker den Bogen ins anspruchsvolle Musik-Genre. Schwere Passagen wurden dabei souverän als harmonische Einheit mit gut gesetztem Timing gemeistert. Nach der viel bejubelten „Blues Brothers Revue“ begeisterte der Wechsel ins Rock-Genre. Bei „AC/DC-Gold“ schnippten die Konzertbesucher bestens gelaunt mit den Fingern zu den Top-Klassikern wie „Hells Bells“, „Highway to hell“ und „You shook me all night long“.

Als Arrangeur für diesen Hörgenuss erhielt das Orchestermitglied Dr. Michael Stacheter großen Beifall und ein kleines Überraschungspräsent vom Orchester-Vorsitzenden.

Das anschließende Meisterstück „Bohemian Rhapsody“ von Freddy Mercury sorgte für prickelndes Gänsehautgefühl. Nach dem Abschlusswalzer „Verträumte Herzen“ von Florian Wolf forderten die begeisterten Konzertgäste mit langanhaltenden Applaus weitere Zugaben. Den Schlusspunkt setzte nach den beiden Polka-Stücken „Ein Leben lang“ und „Ein halben Jahrhundert“ (hier glänzten die Musiker auch mit einer Gesangsdarbietung) traditionell der „Müller-zu-Prugg-Marsch“ von Stacheter. Für den ein oder anderen Lacher sorgte die humorvolle Moderation.

512 Bilder auf zwei 24 Meter langen Bahnen gaben zudem rund um das Herbstkonzert einen interessanten Einblick in das facettenreiche Vereinsleben. Das Fazit nach dem tosenden Schlussapplaus war einhellig: „Eine beeindruckende Spielfreude mit hoher musikalischer Qualität“, zeigte sich die Neu-Bruckmühlerin Margareta Neuwirth begeistert. Etwas kürzer brachte es Blaskapellen-Vorstand Krapichler auf den Punkt: „Es is ois guad glaffa, passd scho“. tn

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