Bernd Schmitz aus Bad Aibling wird 80: Als Diakon immer „in Reichweite“

Bekannt ist er in Bad Aibling mit seinen Ortsteilen wie der berühmte „bunte Hund“. Aber nur wenige wissen, dass das „echte Münchner Kindl“, wie er sich selbst bezeichnet, am Dienstag, 22. Dezember, seinen 80. Geburtstag feiert.

Von Uwe Hecht

Bad Aibling –. Die Rede ist von Bernd Schmitz, Diakon „i.R“, das heißt im Normalfall „im Ruhestand“. Doch bei Bernd Schmitz müsste es wohl eher „in Reichweite“ heißen, da er auch nach Erreichen des „Rentenalters“ seiner Berufung treu geblieben ist und weiterhin seinen Dienst – „nicht Amt“ wie er betont – versieht, wo immer er gebraucht wird.

Aktuelle Nachrichten und Artikel rund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite

Derzeit wird ihm dieser Dienst bedingt durch die Corona-Pandemie, natürlich nicht leicht gemacht. „Pfarrer Georg Neumaier hat mich weitgehend aus dem liturgischen Dienst herausgenommen, da ich ja schon durch mein Alter zur Risikogruppe gehöre. Geblieben sind mir aber noch wenige Tauffeiern und Beerdigungen, Glaubensgespräche, die Feiern der Abendlobe in St. Jakobus sowie die ;Auszeiten‘, die wöchentlich in St. Sebastian stattfinden“, so Schmitz.

Er macht aber deutlich, dass er sich auch in Covid19-Zeiten die Besuche bei kranken, alten und einsamen Menschen nicht nehmen lässt. „Selbstverständlich geschieht das unter Einhaltung aller Schutzmaßnahmen“, so der Diakon.

Die Weihe war ihm ein Herzensanliegen

Durch verlässliche priesterliche Freunde, ein großes Interesse an der Theologie und nicht zuletzt durch den „Anruf Gottes“ hat der Jubilar zum Dienst des Diakons gefunden. Seine vielfältige Mitarbeit in der Kirche, gepaart mit der kirchlichen Jugendarbeit waren neben seinem Beruf als Pädagoge Wegbereiter für sein „Herzensanliegen“, sich zum Diakon im Zivilberuf weihen zu lassen.

Die Botschaft Gottes weitersagen

„Ich bin gerne für viele Menschen da, möchte das Leben und den Glauben teilen sowie immer helfen, trösten und beistehen, wo es Not tut“, gibt Bernd Schmitz einen Einblick in sein Wirken. Dabei vergisst er auch nicht, zu erwähnen, dass er sich stets freut, „die Botschaft Gottes weiter zu sagen“. Als „Lohn“ bekomme er viel von den Menschen zurück, was sein Leben bereichert.

Lesen Sie auch:

OVB-Weihnachtsspendenaktion zugunsten den Christophorus-Haus in Brannenburg

Nachdem Schmitz 1982 zum Diakon geweiht wurde, war sein erster Einsatz an der Walter-Klingenbeck-Realschule in Taufkirchen, deren Bänke er einst als „Pennäler“ selbst strapaziert hatte. Daneben hatte er seine Dienste dem erzbischöflichen Ordinariat in München und im Pfarrverbund St. Andreas in Sauerlach angeboten.

„Im Herbst 1994 bat ich dann um Anweisung zur Seelsorgemithilfe und kam in die Pfarrei St. Georg nach Bad Aibling, wozu damals noch Willing St. Jakobus und Berbling Heilig Kreuz gehörte“, erinnert sich der allseits beliebte Diakon an seinen Start in der Kurstadt. Mittlerweile gehören diese Kirchen zum Pfarrverband Bad Aibling.

Stets war und ist an seiner Seite Ehefrau Anni. „Ohne meine Frau und meine Familie hätte ich diesen Weg nicht gehen können“, ist er sich sicher und zudem dankbar für deren Unterstützung und Begleitung, aber auch für Kritik, wo diese nötig ist.

Aktuelle Nachrichten und Artikel rund um das Thema Coronavirus in der Region finden Sie auf unserer OVB-Themenseite

In seiner Freizeit fährt der bekennende „Löwen-Fan“ gerne zu seinen „Sechzgern“ ins Grünwalder Stadion und bedauert, dass dies derzeit nicht möglich ist. Zudem bleibt ihm noch genügend Zeit für „das Wandern in Gottes schöner Natur“, Zusammensein mit der Familie und Bildungsreisen. Überdies sieht er auch die Beschäftigung mit kirchlichen und theologischen Fragen als „Freizeitbeschäftigung“.

Wer den Bernd, wie er von den meisten Aiblingern genannt wird, kennt, der ist sich sicher, dass auch mit 80 das „i.R.“ weiterhin für „in Reichweite“ steht.

Kommentare