Bebauungsplan für Bolkam wird aufgestellt - Bautätigkeit in der Gemeinde Tuntenhausen ist ungebrochen

Die Situation in Bolkam erläutert Bürgermeister Georg Weigl den Räten.
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Die Situation in Bolkam erläutert Bürgermeister Georg Weigl den Räten.

Die Gemeinde Tuntenhausen möchte die Bauwünsche im Ortsteil Bolkam mit einer geordneten Bauleitplanung steuern und wird deshalb einen neuen Bebauungsplan aufstellen.

Tuntenhausen – „Im Rahmen der Klarstellungs- und Einbeziehungssatzung für drei Teilgrundstücke im Südwesten von Bolkam wird der Ort als im Zusammenhang bebauter Ortsteil festgelegt“, erläuterte Bürgermeister Georg Weigl (CSU/FWG). Damit seien Bauanträge innerhalb des Geltungsbereiches nach Paragraph 34 des Baugesetzbuches zu beurteilen. Allerdings würden für einzelne Grundstücke im Außenbereich vermehrt Bauwünsche geäußert.

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Die Gemeinde möchte diese deshalb mit einer geordneten Bauleitplanung steuern und festlegen. Dafür sollen, so Weigl, alle Grundstückseigentümer angeschrieben werden, die sich im vorläufigen Geltungsbereich des Bebauungsplanes befinden. So soll ihnen noch vor der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung die Möglichkeit gegeben werden, sich in die Planung einzubringen. Nach Vorliegen dieser Stellungnahmen werde dann gemeinsam mit dem Planungsverband „Äußerer Wirtschaftsraum München“ geprüft, inwieweit sich die Vorschläge in einem Entwurf umsetzen lassen.

Einstimmiger Beschluss

Die Reihenfolge – erst Bebauungsplan dann Abfrage der Interessen – störte Anna Fernández Diarte (UW Ostermünchen). Herbert Prechtl (Liste 83104) fragte nach der Aufstellung eines Flächennutzungsplanes. Das sollte eigentlich schon seit 2014 vorangetrieben werden, betonte der Bürgermeister. Der Rat stimmte der Neuaufstellung des Bebauungsplanes für den Ortsteil Bolkam einstimmig (20:0) zu.

Die Verwaltung und derPlanungsverband „Äußerer Wirtschaftsraum München“ werden nun einen Planentwurf erarbeiten und das weitere Verfahren durchführen. Im nächsten Schritt stand der Flächennutzungsplan auf der Tagesordnung. „Die geplante Neuaufstellung unseres Flächennutzungsplanes kann bis zu fünf Jahre Bearbeitungszeit haben“, informierte Weigl die Räte. Daher ist es nach seinen Ausführungen erforderlich, parallel zur Neuaufstellung des Bebauungsplanes auch eine Änderung des Flächennutzungsplanes durchzuführen.

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In der anschließenden Diskussion wurden weitere Ortsteile genannt, die in den Flächennutzungsplan aufgenommen werden sollten, beispielsweise Biberg. Maria Breuer (UW Ostermünchen) schlug auch Ostermünchen-Dorfmitte vor. Dadurch solle langfristig eine maßvolle Erweiterung der bestehenden Bebauung „und deren Steuerung“ möglich sein. Mit 20:0 Stimmen wurde die 29. Änderung des Flächennutzungsplanes für Bolkam, Biberg und Ostermünchen-Mitte beschlossen. Werner Stache

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