„Der bayerische Protectulus“ am Stadltheater Bruckmühl: Was tun ohne Ochs und ohne Weib?

Wenn Frauen Pläne schmieden, sollten sich die Männer in Acht nehmen. Ingrid Brandl (links) und Renate Forstner bringen ihre Männer als Vroni und Finni zur Räson.

Voll besetzt war die Theaterhalle in Heufeld, als sich der Premierenvorhang für das neue Stück des Stadltheaters Bruckmühl hob. „Der bayerische Protectulus“ – ein Schwank in drei Akten von Peter Landstorfer – stand auf dem Programm. Am Wochenende finden die nächsten Vorstellungen statt.

Bruckmühl – Die neueste Geschichte des Stadltheaters spielt Ende der 60er-Jahre auf einem Bayerischen Bauernhof und für Bauer Gustl (Peter Iberle) sieht es gar nicht gut aus. Mit seinem Freund Bartl (Thomas Sedlmair) war er beim Kartenspielen, hat reichlich dem Alkohol zugesprochen und dann seinen besten Ochsen an den Viehhändler Greimoser (Max Burggraf) verloren.

Vroni greift durch, und Gustl fliegt raus

Seine Frau Vroni (Ingrid Brandl) sperrt den beschwipsten Heimkehrer aus, und Gustl muss die Nacht im Freien verbringen. Auch Bartl bekommt wegen seiner nächtlichen Sauftour Ärger mit seiner Frau Finni (Renate Forstner).

Wie kommt der Ochs zurück zum Bauern?

Während die beiden Frauen Pläne schmieden, wie sie ihre Männer zur Räson bringen können, überlegen die beiden Freunde, wie sie den Ochsen zurückgewinnen.

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Da alle beschäftigt sind, kann der Gemeindediener Blasius (Herbert Gabler) eine wichtige Nachricht nicht an den richtigen Adressaten übermitteln, was die Lage auch nicht besser macht. Da hilft es auch nichts, dass sich die Magd Sophi (Jutta Westner) sehr um Blasius bemüht.

Viel Arbeit für den Schutzengel

Die Pläne der Freunde scheitern. Es droht Gustl der finanzielle Ruin, und seine Vroni macht sich auf und davon. Plötzlich taucht sein Schutzengel (Barbara Heynen) auf, der sich ein paar Tage Urlaub gegönnt hat und jetzt entsetzt feststellen muss, was sein Schützling während dieser Zeit angerichtet hat. Ob es da noch Hilfe gibt?

Eindrucksvolle Ensemble-Leistung

Unter der Regie von Heidi Heynen lieferte das gesamte Ensemble eine eindrucksvolle Leistung, mit steigendem Tempo, präzise sitzenden Pointen und perfekt umgesetzten Übergängen. Die Darsteller überzeugen allesamt in ihren jeweiligen Rollen und präsentieren sie höchst unterhaltsam.

Applaus für eine gelungene Premiere

Zum erwartungsvollen Premierenpublikum zählten unter anderem die Vorsitzenden des Heufelder Ortskartells Christian Kastl und Juliane Grotz, Sepp Käser vom Verband Bayerischer Amateurtheater sowie die Theatergruppe der Heufelder Trachtler D´Mangfalltaler um Karl Schubeck. Das Publikum sparte weder mit Szenen- noch mit Schlussapplaus für einen rundum gelungenen Theaterabend.

Die nächsten Termine

Weitere Aufführungen: Freitag, 13. März; Samstag, 14. März; Freitag, 20. März und Samstag, 21. März, jeweils um 20 Uhr. Einlass ist bereits ab 19 Uhr. An den Sonntagen 15. März sowie 22. März beginnen die Vorstellungen bereits um 19 Uhr. Der Einlass beginnt 18 Uhr. Restkarten zu zehn Euro für Erwachsene und fünf Euro für Jugendliche bis 14 Jahren sind an der Abendkasse erhältlich. Reservierte Karten müssen bis 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.

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