Bauvoranfrage abgelehnt

Bruckmühler Reihenhaus mit zu vielen Ausnahmen von der Regel

Am Straßeneck Heufelder Straße – Im Steinfeld bleibt erst einmal alles beim Alten. Die geplanten Dimensionen für drei Reihenhauseinheiten waren dem Marktausschuss schlichtweg zu überzogen.
+
Am Straßeneck Heufelder Straße – Im Steinfeld bleibt erst einmal alles beim Alten. Die geplanten Dimensionen für drei Reihenhauseinheiten waren dem Marktausschuss schlichtweg zu überzogen.

Der Bruckmühler Marktausschuss war sich einig: Für ein Reihenhaus mit drei Einheiten, Carports und Parkplätzen an der Heufelder Straße lehnte er das gemeindliche Einvernehmen ab. Der Grund: Das Vorhaben ist bauplanungsrechtlich nicht zulässig.

Bruckmühl – Die drei Reihenhauseinheiten waren mit einem Gesamtvolumen von 22,5 mal 10 Metern, einer Wandhöhe von 6,50 Metern und einer Firsthöhe von neun Metern geplant. Drei Carports und drei Parkplätze sollten im nordwestlichen, östlichen und nordöstlichen Grundstücksbereich angelegt werden.

Da der Bauwunsch nicht den Festsetzungen des Bebauungsplanes entspricht, beantragte der Bauwerber im gleichen Schritt die notwendigen Befreiungen: Diese betrafen zum einen die Baugrenzenüberschreitungen des Hauptgebäudes von 1,20 Metern im Westen und 4,90 Metern im Osten. Auch sollten ein Carport auf der Ostseite des Grundstücks und die drei Parkplätze – alle vier Stellplätze liegen außerhalb der vorgeschriebenen Baugrenzen – durch entsprechende Befreiungen baukonform gemacht werden.

Weitere Bericht aus dem Mangfalltal finden Sie hier (ovb-online.de)

Markus Schwinghammer von der gemeindlichen Bauverwaltung informierte darüber, dass die Grundstücksnachbarn vom Antragsteller angeschrieben worden seien, deren Zustimmungen für das Projekt aber nicht vorlägen. Das Fazit der Bauverwaltung: „Im Bereich des Bebauungsplanes ,Im Steinfeld‘ wurden zwar auch schon Befreiungen von Festsetzungen bewilligt, aber nicht in diesen Dimensionen. Befreiungen in dieser Größenordnung würden die städtebaulichen Planungen des Marktes massiv negativ beeinflussen“.

Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) traf mit seiner Argumentation den Nerv seiner Plenumskollegegen: „Die Überschreitungen der Baugrenzen sind an diesem exponierten Eckstraßen-Grundstück zu massiv. Auch gibt es in der Umgebungsbebauung keinen vergleichbaren Baukörper in den beantragten Dimensionen. Eine Zustimmung von unserer Seite würde das Landratsamt nie mittragen.“ Letztlich votierte der Marktausschuss einstimmig gegen den Vorbescheidsantrag samt Befreiungen von den Festsetzungen. (re)

Mehr zum Thema

Kommentare