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Friedhofsarkaden an Ellmosener Straße

Baustelle auf dem Friedhof - Was hat es mit dem Millionenprojekt in Bad Aibling auf sich?

Das Leichenschauhaus auf dem Bad Aiblinger Friedhof ist seit Kurzem eingerüstet. Hadersbeck
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Das Leichenschauhaus auf dem Bad Aiblinger Friedhof ist seit Kurzem eingerüstet. Hadersbeck
  • Nicolas Bettinger
    VonNicolas Bettinger
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Der Friedhof Ellmosener Straße wird in den kommenden Monaten Schauplatz von Sanierungsmaßnahmen sein. Doch was wird dort eigentlich genau gemacht, warum ist das so teuer und welche Auswirkungen gibt es für Besucher?

Bad Aibling – Wer dieser Tage auf dem Friedhof Ellmosener Straße unterwegs ist, wird einen ungewöhnlichen Anblick vorfinden. Denn seit Kurzem wird der Turm des Leichenschauhauses von einem Gerüst umhüllt. Die Maßnahme ist der Startschuss einer rund eine Million Euro teuren Sanierung auf dem Friedhof. Doch was wird dort eigentlich genau gemacht und welche Auswirkungen hat das auf die Besucher?

Stadtrat beschloss die Sanierung

Bereits im vergangenen Jahr hat der Bad Aiblinger Stadtrat entschieden, dass das Dach und die Fassade der rund 160 Jahre alten Friedhofs-Arkaden saniert werden. Damals erklärte Stadtbaumeister Andreas Krämer, dass lange nichts gemacht worden sei, in der Vergangenheit habe man marode Stellen immer nur geflickt. Nun also starten die Sanierungsmaßnahmen, weswegen kürzlich bereits ein Gerüst aufgestellt wurde. Auf Nachfrage des Mangfall-Boten erklärte Peter Hauser, Fachbereich Planen und Bauen der Stadt Bad Aibling, dass nun das Dach der Friedhofsarkaden saniert werde, „da es marode ist“.

Zurzeit seien dort nun zunächst überwiegend Gerüstbauer unterwegs. Die eigentliche Dachsanierung beginne dann im Mai. Die Maßnahmen sollen sich laut Hauser bis August 2022 ziehen. „Als Erstes wurde der Turm am Haupteingang eingerüstet, Stahlträger überbrücken das Dach.“

Anschließend sollen die Arkaden eingerüstet werden. Die Gräber sollen dabei zugänglich bleiben. „ Der Besuch des Friedhofes sollte nicht eingeschränkt sein. Lediglich sollte man auf die Bauarbeiten als Besucher achten“, erklärt Hauser.

Warum ist die Sanierung so teuer?

Doch wieso ist die Sanierungsmaßnahme überhaupt so kostspielig? Laut Hauser müssten dabei „aufwendige Details“ beachtet werden. Hauptgrund für die hohen Kosten ist der Denkmalschutz. Denn die ummauerte Anlage aus dem Jahre 1866/67 steht unter Denkmalschutz. Seitens der Behörde wurde gefordert, dass anstelle von Stahlblech Kupfer verwendet werden soll, was zu einer massiven Kostensteigerung führt.

Ursprünglich ging man davon aus, dass sich die Kosten für die Maßnahme auf 500.000 Euro belaufen. Mit Kupfer als Blechdeckung hat sich der Preis deutlich gesteigert. Hauser erklärt, dass nun rund 900 Quadratmeter Kupfer verlegt werden müssen, was einem Gesamtgewicht von etwa 5600 Kilogramm entspricht. Laut Hauser könne man mit einer Fertigstellung der Sanierungen im August oder September dieses Jahres rechnen.

Diskussionen um hohen Preis

Vor allem der hohe Preis von über einer Million Euro sorgte bereits im vergangenen Jahr für Diskussionen. So bezeichnete ihn beispielsweise Stadträtin Martina Thalmayr (Grüne) als „wahnsinnig“. Dabei kam auch die Frage auf, ob die Möglichkeit bestehe, den Bau durch „Flicken zu erhalten“ und aus Kostengründen auf die Sanierung zu verzichten. Dieser Vorstellung schlossen sich damals einige Gremiumsmitglieder an. Erwin Kühnel (CSU) gab jedoch damaals schon zu Bedenken, dass eine Sanierung, die man aufschiebe, immer teurer werde.

Von diesem Standpunkt aus sehen die historischen Friedhofs-Arkaden gut aus. Dach und Rückseite des Bauwerkes weisen starke Mängel auf.

Das Denkmalamt forderte, für das Dach Kupfer zu verwenden, anstelle von Stahlblech oder Edelstahl. Ein Gutachter erklärte im November 2021 zudem, dass die Maßnahme nicht aufschiebbar sei.

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