Ein Baum pro Baby: Mit jedem Neugeborenen wird’s grüner in Bad Aibling

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Grüner, schattiger, nachhaltiger soll Bad Aibling werden. Das ist das Ziel, das die CSU-Stadtratsfraktion mit ihrem Antrag „Ein Baum für jedes Bad Aiblinger Neugeborene“ anstrebt.

Bad Aibling – Mitgetragen wird das Ziel vom gesamten Stadtrat, der das Thema in seiner jüngsten Sitzung behandelte. „Wir wollen damit auch ein Zeichen für Klimaschutz setzen“, betonte CSU-Fraktionssprecher Stephan Schlier.

Ein Symbol für die Verwurzelung

Wichtig ist den Antragstellern auch die Möglichkeit der Individualisierung: So können Eltern von Neugeborenen gegen Zahlung einer Kostenpauschale an bestimmten Bäumen ein kleines Schild mit einer persönlichen Widmung anbringen lassen oder Baumpatenschaften übernehmen: „Das symbolisiert auch die Verwurzelung des Kindes mit seiner Heimatstadt Bad Aibling.“

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„Egal, wo die Stadt Straße ausbaut, von den Bürgern kommt immer der Wunsch nach Bäumen“, wusste Bürgermeister Felix Schwaller (CSU) aus der Verwaltung zu berichten. Er sieht im Stadtgebiet jede Menge Potential, den Antrag der CSU umzusetzen. „Eine großartige Idee“, befand auch GOL-Rätin Martina Thalmayr. Sie forderte, dass es bei der Aktion rein um Nettoneubepflanzungen gehen soll. Notwendige Nachpflanzungen hingegen sollten nicht auf die „Babybaumrate“ angerechnet werden. „Ein bisschen inhaltsschwach“ sei es jedoch, dass man nur Eltern von Neugeborenen – wie von der CSU vorgeschlagen – bei der Anmeldung im Rathaus die Informationen zur Möglichkeit von Baumpatenschaften gebe.

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Thalmayr forderte eine Ausweitung. „Auch bei anderen Anlässen – von der Hochzeit über Geburtstag bis zur Genesung nach Krankheit – sollten wir das für alle Bürger anbieten. „Fangen wir erst einmal mit den Bäumen an, die wir für die rund 200 Neugeborene pro Jahr pflanzen“, meinte Schwaller. „Ich freue mich über jedes Kind und jeden Baum in unserer Stadt. Man muss sich um die Bäume dann aber auch kümmern“, forderte Rosemarie Matheis (GOL).

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Florian Weber (BP) stellte fest: „Als ich den Antrag las, war mir klar: Jetzt hat der Wahlkampf wirklich begonnen. Klar, das ist gut, aber man könnte es besser machen.“ Weber meinte: „Wenn es ums Klima geht, lasst uns Bäume pflanzen. Wenn es um Erinnerungen für Kinder geht, sollten wir aber schon den Flächennutzungsplan anschauen, nicht dass so ein Baum dann irgendwann wegen einer Bebauung wieder weg muss. Das wäre schon grotesk.“

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Bevorzugt sollten die Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden, forderte ÜWG-Rätin Kirsten Hieble-Fritz. Alleen seien denkbar, ebenso wie Bäume entlang von Nordic-Walking-Strecken. „Vielleicht erklärt sich ja auch manch ein Grundstücksbesitzer bereit, eine Fläche zur Verfügung zu stellen“, so Hieble-Fritz. „Wir untersuchen, was möglich ist“, versicherte Schwaller.

Bäume pflanzen, wo immer es möglich ist

Heidi Benda (GOL) erklärte: „Ich unterstütze den Antrag voll und ganz. Er unterstreicht die Wertigkeit von Bäumen. Wir sollten sie pflanzen, wo immer es möglich ist. In den zunehmend heißen Sommern ist jeder froh, wenn er im Schatten die Straßen entlang gehen kann.“ Johann Schweiger (CSU) forderte, dass man auch Besitzern von Einfamilien- und Doppelhäusern die Möglichkeit geben sollte, die von der Stadt zu pflanzenden „Neugeborenen-Bäume“ für ihr Grundstück zu bekommen.

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