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Am Bahnhof scheiden sich die Geister

Als "charmant" wurde die Variante 2 im Marktgemeinderat betitelt. Leider ist sie zu teuer. Vielleicht helfen Zuschüsse? Die Gemeinde wird das nun prüfen.
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Als "charmant" wurde die Variante 2 im Marktgemeinderat betitelt. Leider ist sie zu teuer. Vielleicht helfen Zuschüsse? Die Gemeinde wird das nun prüfen.

Der Bahnhofsumbau bereitet dem Bruckmühler Marktgemeinderat Kopfzerbrechen. Die ursprünglich favorisierte Variante 2 (Mittelbahnsteig und Personenunterführung) führt zu Zusatzkosten, die die Bahn nicht zu decken gewillt ist.

Die Gemeinde aber auch nicht.

Bruckmühl - "Wir wurden erneut aufgefordert, zu entscheiden, welche der beiden Varianten weiter verfolgt werden soll", so Zweiter Bürgermeister Engelbert Wolf, der den in Urlaub weilenden Richard Richter bei der letzten Sitzung des Marktgemeinderates vertrat. Denn die DB Station & Service AG ist nicht bereit, im Vorfeld einer Grundsatzentscheidung zwei völlig unterschiedliche Umbaukonzepte zu beplanen.

Dies wird der Bahn zudem erleichtert, wie Rainer Weidner ausführte, da bei ihr keinerlei Handlungsdruck besteht. Weidner erklärte in der Folge für die neuen Räte nochmals kurz beide Varianten.

Variante 1, die so genannte Grundvariante, unterstellt zwei Außenbahnsteige, zwei barrierefreie Rampen. Die Anbindung erfolgt hier über die bestehende Personenunterführung. Variante 2 hat einen Mittelbahnsteig, eine barriefreie Rampe, einen Aufzug und vor allem eine neue Personenunterführung im Bereich des Empfangsgebäudes.

Der Knackpunkt liegt aber bei den Kosten. Während die erste Alternative für den Markt kostenfrei ist, müsste Bruckmühl bei der zweiten Variante rund 1,4 Millionen Euro zuschießen. Weidner stellte nach den letzten Gesprächen mit der Bahn nochmals klar: "Die Bahn ist nicht gewillt, bei Variante 2 etwas mitzuzahlen." Wolf plädierte deshalb, die Haushaltsberatungen im Januar abzuwarten.

Sehr unterschiedlich sahen die Räte die ganze Sachlage. "Wir stellen hier die Weichen für die Zukunft", meinte Hermine Obermeyer (CSU/PW) und plädierte für Variante zwei. "Ich sehe dabei einen Verkehrskollaps", beschwor dagegen Edmund Neumaier (BP), der meinte, dass man sich mit der Variante eins nichts verbaue. Die Bahn machen zu lassen sei ein grober Fehler meinte dagegen Robert Niedermeier (SPD), der für Variante zwei war: "Wir sollten dies der Bahn auch schnellstens signalisieren".

Auch Florian Nierle (CSU/PW) kann dem Bahnfavoriten nichts abgewinnen: "Als Pendler halte ich Variante eins für untragbar". Einen neuen Aspekt brachte Gabriele Hauser (Grüne) dann in die Diskussion: Wenn wir einen Durchstich machen, warum dann nicht gleich eine richtige Straße dazu?" Laut Engelbert Wolf wird das aber absolut den Rahmen sprengen. Maria Weber (OLB) meinte sogar, ohne Überplanung der Rösnerwiese seien beide Varianten nichts wert. So wechselten sich Pro und Kontra munter ab, bis Wolf das Wort ergriff und dafür plädierte, diese weitreichende Entscheidung einfach nochmals zu überdenken. Dabei pflichtete ihm Rainer Weidner bei: "Wenn wir warten, bis wir die finanziellen Mittel haben, bekommen wir den Umbau vielleicht nicht mehr."

Alternative 1 wurde mehrheitlich zurückgestellt. Für Variante 2 mit einer Kostenbeteiligung durch den Markt von etwa 1,4 Millionen Euro fand sich keine Mehrheit. Mit 6:15 Stimmen wurde diese abgelehnt. Schließlich fand der Vorschlag von Wolf, alles noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen, die detaillierten Kostenunterschiede herauszuarbeiten und die Zuschussfähigkeit zu eruieren Anklang. Er wurde mit 16:5 Stimmen befürwortet. Im Januar wird das Thema "Bruckmühler Bahnhof" dann erneut auf der Tagesordnung des Marktgemeinderates stehen. ws

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