Corona-Krise: In Bad Feilnbach werden 330 Bäume als Zeichen der Zuversicht gepflanzt

Wie die Vorsitzende Gerti Seebacher,hier mit ihrem Ehemann Christian, pflanzen Obstbauern und Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Feilnbach-Wiechs-Litzldorf derzeit über 330 Obstbäume für eine hoffnungsvolle und gesunde Zukunft. Strim

Bad Feilnbach – In diesen schwierigen und herausfordernden Zeiten, hervorgerufen durch das unberechenbare Coronavirus, kann nach Ansicht des Obst- und Gartenbauvereins Feilnbach-Wiechs-Litzldorf ein optimistischer Blick in die Zukunft nicht schaden.

Vorsitzende Gerti Seebacher zitiert dazu den legendären Spruch des Reformators und Apfelliebhabers Martin Luther, der für die Bad Feilnbacher Region so passend ist: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen!“

Die dem Verein angeschlossenen Obstbauern und Mitglieder pflanzen derzeit junge Obstbäume. Über 330 Hoch- und Halbstammpflanzen, die allerdings erst in einigen Jahren die begehrten Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen hervorbringen, wurden in den letzten Tagen von Baumwart Michael Litzlfelder junior in Zeiten der staatlich verordneten Beschränkungen an die Besteller ausgeliefert.

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Wie Gerti Seebacher betont, müsse es wie nach vielen anderen Krisen auch nach der Corona-Pandemie wieder weitergehen, und dazu gehöre auch das Angebot naturbelassener Produkte aus der Region. Mit den Neupflanzungen leisten die im Verein angeschlossenen Obstbauern und Mitglieder einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung ihrer traditionsreichen Streuobstwiesen. Die Kosten, allerdings nur für Halb- und Hochstammsorten, übernimmt heuer in vollem Umfang die Gemeinde Bad Feilnbach. Profitieren von dem entsprechenden Beschluss der Kommune können dabei auch Gemeindebürger ohne Vereinsmitgliedschaft, die ihren Garten mit einem neuen eigenen Obstbaum bereichern wollen.

Jeder gepflanzte Baum sei von großem Wert für Natur und Landschaft, begünstige den Klimaschutz und die Direktvermarktung in der Region, so die Vorsitzende mit einer generationsübergreifenden Vorausschau. „Denn ein Obstgarten mit herrlichen und gesunden Früchten ist wertvoll auch für Kinder und Kindeskinder – einfach für alle Menschen, die sich an heimischen Produkten erfreuen“, so Seebacher abschließend.

 

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