TRINKWASSER FÜR ACHTHAL

Bad Feilnbacher Gemeinderat bezuschusst Wasserleitungsbau mit 250.000 Euro

Vom Hochbehälter bei Oberpremrain soll eine Verbundleitung bis Achthal verlegt werden.
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Vom Hochbehälter bei Oberpremrain soll eine Verbundleitung bis Achthal verlegt werden.
  • vonKonrad Kriechbaumer
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Rund 670 Anschlussnehmer versorgt die Wasserversorgung Au eG mit frischem Trinkwasser. Aufgrund der baulichen Entwicklung im Gemeindeteil Au reicht das bestehende Leitungsnetz bald nicht mehr aus.

Bad Feilnbach – Zu wenig Druck beim Trinkwasser und eine nicht ausreichende Löschwasserversorgung sind insbesondere im Bereich Achthal, Achthaler Straße und Thalhamer Feld absehbar.

Trinkwasserleitung kostet 500. 000 Euro

Nun soll eine neue Wasserleitung zum Hochbehälter Oberpremrain erstellt werden. Geschätzte Kosten: rund 500 000 Euro. Die Gemeinde Bad Feilnbach übernimmt mit 250 000 Euro die Hälfte als Zuschuss für die Löschwasserversorgung.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Eduard Steiner vom Ingenieurbüro Infra aus Rosenheim das Vorhaben vor. Als Lösung soll eine Verbundleitung vom Oberpremrain bis Achthal erstellt werden. Das Wasser dafür liefern die Stadtwerke Bad Aibling.

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Der Leitungsneubau dient nicht nur der Versorgung der Bewohner mit Trinkwasser, sondern stellt auch das Löschwasser im erforderlichen Maße bereit. Des Weiteren kann die Leitung auch als Notverbund verwendet werden, falls es Probleme mit dem Trinkwasser aus dem Brunnen der Wassergenossenschaft unterhalb von Gottschalling geben sollte.

Der Ingenieur stellte anschaulich dar, dass der erste Abschnitt der Leitung aufgrund der örtlichen Gegebenheiten querfeldein geführt werden müsse. Damit der Flurschaden durch die Leitungsverlegung möglichst gering ausfällt, werde die neue Wasserleitung mit einer Spülbohrung unter die Erde gebracht.

Leitung wird mit Spülbohrung verlegt

Dabei müsse ein mehrere Meter tiefer Graben gequert werden, sodass die Leitung bis zu sechs Meter unter der Oberfläche zu liegen komme. Unterhalb von Unterpremrain soll die Leitung dann entlang der Straße herkömmlich verlegt werden.

Bürgermeister Anton Wallner erläuterte dem Gremium nochmals die getrennten Zuständigkeiten bei der Wasserversorgung: „Die Gemeinde Bad Feilnbach hat die Versorgung mit Trinkwasser an die Wasserversorgung Au bei Aibling eG übertragen. Die Sicherstellung der Löschwasserversorgung ist nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz Aufgabe der Gemeinde“, so Wallner.

Auch Dettendorfer Wasserversorger erhielt Zuschuss

Alternativ zu der Versorgungsleitung könne die Bereitstellung von Löschwasser auch mittels Löschwasserbehältern erfolgen. Die Kosten dafür seien allerdings sehr hoch, darüber hinaus müssten dafür geeignete Grundstücke gefunden werden.

Bereits in vergangenen Jahrzehnten wurde den Wasserversorgern in ähnlichen Fällen ein gemeindlicher Zuschuss für die Löschwasserversorgung aus dem Trinkwassernetz gewährt, zuletzt im Februar 2020 für die Wasserversorgung in Dettendorf.

Wassergebühren noch einmal prüfen

Vor diesem Hintergrund forderte Sebastian Obermaier (CSU) einen Ausgleich für die gemeindliche Wasserversorgung in Bad Feilnbach. Dort würde ebenfalls das Löschwasser aus dem Trinkwassernetz entnommen. Eine frühere Anfrage bei der Gemeindeverwaltung habe ergeben, dass sämtliche Kosten auf die Trinkwasserversorgung und damit auf die Wassergebühren umgelegt wurden. Dies solle von der Verwaltung nochmals überprüft werden.

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Einstimmig beschloss der Bad Feilnbacher Gemeinderat nach kurzer Diskussion, einen Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro an die Wasserversorgung Au zu gewähren, der in drei Raten abgerufen werden kann. Dazu muss die eingetragene Genossenschaft entsprechende Verwendungsnachweise vorlegen.

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