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In Kooperation mit der BayernHeim GmbH

Bad Feilnbach will bezahlbaren Wohnraum für 30 Familien schaffen: Das sind die Details

Dieses Grundstück ist für bezahlbaren Wohnraum vorgesehen.
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Dieses Grundstück ist für bezahlbaren Wohnraum vorgesehen.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Wo junge Familien fürs Grundstück mit Eigenheim inzwischen fast eine Million Euro zahlen müssen, wird der Ruf nach bezahlbarem Wohnraum immer lauter. Die Gemeinde Bad Feilnbach hat nun einen Weg gefunden, diesen zu schaffen.

Bad Feilnbach – Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist schon lange der Wunsch der Gemeinde Bad Feilnbach. Dafür sollte ursprünglich eine kommunale Wohnbaugesellschaft gegründet werden. Aufgrund rechtlicher Hürden sprach sich der Gemeinderat im Dezember allerdings dagegen aus. Nun eröffnet sich eine neue Möglichkeit: Die BayernHeim GmbH – eine 100-prozentige Tochter des Freistaates Bayern – möchte sich in Bad Feilnbach engagieren.

Positives Signal der Staatsforsten

Dabei geht es um ein knapp 7000 Quadratmeter großes Grundstück an der Wendelsteinstraße. Es gehört der Bayerischen Staatsforsten und damit ebenfalls dem Freistaat. „In Gesprächen wurde bereits die Entbehrlichkeit des Grundstücks in Aussicht gestellt“, informierte Bürgermeister Anton Wallner (CSU) jetzt den Gemeinderat.

Der sollte sich dazu positionieren, ob ein solches Projekt an der Wendelsteinstraße überhaupt gewünscht ist: Konkret geht es dabei um drei Gebäude mit drei Geschossen und Tiefgarage. „Das Ensemble könnte im Hofcharakter gestaltet werden“, erläuterte Verwaltungsleiter Helge Dethof. Bei diesem Grundstück handle es sich um eine „Innenlage“. Mit den Bebauungsplänen würde die Gemeinde damit auch der im bayerischen Landesentwicklungsplan gewünschten baulichen Entwicklung „innen vor außen“ entsprechen.

Im ersten Schritt könnten drei Häuser in Holzbauweise mit etwa 30 Wohnungen errichtet werden. „Die BayernHeim GmbH würde das Projekt als Partner für uns abwickeln“, erläuterte Dethof. Im zweiten Schritt könnten im Idealfall auch soziale Einrichtungen wie eine Kindertagesstätte oder eine Seniorenresidenz entstehen.

Bedarf an Wohnraum ist unstrittig

Die Lage aus der Vogelperspektive.

„Wir könnten unseren Bürgern bezahlbaren Wohnraum anbieten“, begrüßte Bürgermeister Wallner das Projekt der BayernHeim GmbH. Das Gremium war sich einig, dass die Grundstückspreise so hoch sind, dass sich junge Familien kaum mehr ein Eigenheim leisten könnten. Daher wurde der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum im Gemeinderat zwar allgemein anerkannt. Über den Weg dorthin gab es allerdings unterschiedliche Auffassungen.

Sieglinde Angermaier (Grüne) sprach sich dafür aus, bezahlbaren Wohnraum mit einer eigenen kommunalen Wohnbaugesellschaft zu schaffen: „Wir sollten den Grund selbst erwerben und selbst ein Projekt für unsere Leute entwickeln.“

Zweiter Bürgermeister Sepp Rauscher (CSU) betonte, dass der Bedarf unstrittig sei und die Gemeinde darauf Einfluss habe, wer in die Wohnungen einziehe.

Martin Huber (CSU) befürwortete die Zusammenarbeit mit der BayernHeim GmbH, da die Gemeinde nicht in der Lage dazu sei, ein solch großes Projekt zu stemmen.

Thomas Forster (Grüne) fragte nach, ob die Gemeinde überhaupt Einfluss auf die Vergabe der Wohnungen habe. „Ohne dieses Mitspracherecht würden wir das Projekt gar nicht machen“, versicherte der Bürgermeister.

Konrad Schwaiger (SPD) regte an, den Bedarf vor dem Projektstart abzufragen, um sicherzustellen, dass sich tatsächlich 30 Bad Feilnbacher Mieter finden.

Drei Mehrfamilienhäuser sollen entstehen.

Stephan Oberprieler (Grüne) hatte sich zuvor mit den im Rahmen der einkommensorientierten Wohnbauförderung festgelegten Einkommensgrenzen der künftigen Mieter beschäftigt: „Das betrifft viele Menschen: Rentner, Alleinerziehende und auch Familien mit einem Nettomonatseinkommen von 3900 Euro“, erläuterte er.

Oberprieler hakte nach, was nach den 25 Jahren Belegungsbindung mit den Wohnungen passiere. Diese Frage und ein vertragliches Mitspracherecht bei der Auswahl der Mieter will die Gemeinde im Gespräch mit der BayernHeim GmbH klären.

Mit 15:2 Stimmen gab der Bad Feilnbacher Gemeinderat ein erstes positives Signal für die „Schaffung von Baurecht für bezahlbaren Wohnraum für Gemeindebürger und soziale Einrichtungen wie Senniorenwohnen oder Kinderbetreuung“ an der Wendelsteinstraße.

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