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Nach schwerem Auffahrunfall auf A8: Neun Verletzte – davon einer schwer

Rückstau wohl noch bis in den Abend

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A8/Rosenheim – Am Sonntagvormittag (3. Juli) ist es auf der A8 München Richtung Salzburg zwischen …
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Neuer Verein gründet sich in Bad Feilnbach

Wie Leonhardi-Wallfahrt von Lippertskirchen erhalten bleiben kann

Der Vorstand des Leonhardivereins Lippertskirchen: (von links) Peter Gasteiger, Bernhard Bocksberger, Sebastian Antretter, Josef Braun, Barbara Zschocke, Peter Strim, Pfarrer Ernst Kögler, Andreas Kriechbaumer (Vorsitzender), Lorenz Müllauer, Sebastian Seebacher (zweiter Vorsitzender), Georg Rechenauer, Konrad Schwaiger und Korbinian Zehetmair.
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Der Vorstand des Leonhardivereins Lippertskirchen: (von links) Peter Gasteiger, Bernhard Bocksberger, Sebastian Antretter, Josef Braun, Barbara Zschocke, Peter Strim, Pfarrer Ernst Kögler, Andreas Kriechbaumer (Vorsitzender), Lorenz Müllauer, Sebastian Seebacher (zweiter Vorsitzender), Georg Rechenauer, Konrad Schwaiger und Korbinian Zehetmair.
  • VonPeter Strim
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Die Leonhardi-Wallfahrt zu Lippertskirchen gehört zu den ältesten im oberbayerischen Raum. Die Bad Feilnbacher haben jetzt einen Weg gefunden, wie sie die Tradition unabhängig von der Pfarrei Herz Jesu erhalten können.

Bad Feilnbach – Die Gemeinde Bad Feilnbach ist um einen Verein für den Erhalt und die Pflege heimatverbundener Traditionen reicher: den Leonhardiverein Lippertskirchen. 19 Personen aus der Gemeinde Bad Feilnbach haben ihn jetzt im Heimgartensaal gegründet. Gleichzeitig traten Versammlungsteilnehmer spontan in den jüngsten Verein der Kommune ein.

Ebenso haben sie sich per Akklamation für eine solide Vorstandschaft entschieden, die sich in den kommenden drei Jahren um „Erhalt, Pflege und Förderung der Tradition der Leonhardi-Wallfahrt zu Lippertskirchen“ kümmern wird. Andreas Kriechbaumer wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt, ebenso Sebastian Seebacher zum zweiten Vorsitzenden . Das Amt des Kassenwarts bekleidet Konrad Schwaiger, der von Bernhard Bocksberger unterstützt wird. Erster Schriftführer ist Peter Strim, sein Stellvertreter Peter Gasteiger. Als Beisitzer wurden gewählt: Barbara Zschocke, Josef Braun, Pfarrer Ernst Kögler, Lorenz Müllauer, Sebastian Antretter, Korbinian Zehetmair und Georg Rechenauer.

Die Leonhardifahrt in Lippertskirchen zählt zur Ältesten ihrer Art im oberbayerischen Raum. Reiter, Fuhrleute und Pferdefreunde sind stolz auf diese Tradition und pflegen diese nach gutem Brauch mit Herz und Liebe zur Heimat. Verbunden im Glauben ehren sie den heiligen Leonhard als Patron für Rösser und Vieh sowie für Gefangene, Hilfsbedürftige und Wöchnerinnen. Die Leonhardi-Wallfahrer prägen alljährlich das bunte Bild mit Gespannen und Pferden vorm Feldaltar auf der Köglwiese mit anschließender Umfahrt und Segnung durch Geistliche.

Ehrerweisung auch in Pandemie-Zeiten

Weder von Witterung noch Pandemien lassen sich Reiter und Pferdefreunde davon abhalten, dem Heiligen Leonhard ihre Ehre zu erweisen. Sowohl 2020 als auch im vergangenen Jahr gab es zwar aufgrund von Corona keine Wagengespanne und auch keinen Feldal-tar. Dafür wurden Gottesdienste unter freiem Himmel und Einhaltung der Hygienevorschriften gefeiert. Dem guten Brauch folgend wurden Reiter und Pferde an der Wallfahrtskirche Maria Morgenstern gesegnet.

Die Veranstaltung als Aushängeschild für die Gemeinde Bad Feilnbach organisierte bislang der Leonhardi-Ausschuss der Pfarrei Herz Jesu Bad Feilnbach. Künftig wird die Leonhardi-Wallfahrt vom neuen Verein organisiert, wie Sebastian Gasteiger junior erläuterte. Er ist nicht nur ehrenamtlicher Kirchenpfleger, sondern leitete auch die Gründungsversammlung.

Wie Pfarrer Ernst Kögler ausführte, gebe es mehrere Gründe, einen eigenständigen Leonhardiverein ins Leben zu rufen. Ausschlaggebend waren auch ein Gerichtsurteil zur Umsatzsteuerpflicht für Vereine und Kirchenstiftungen sowie die Empfehlung des Erzbischöflichen Ordinariats München und Freising, Feste und Feiern auszulagern. Hinzu kämen Personalplanungen des Ordinariats, wonach ein Pfarrstelle vor Ort künftig möglicherweise nicht mehr sicher sei. Entsprechend biete ein Leonhardiverein, der auf eigenen Füßen stehe, mittelfristig Vorteile auch zur Aufrechterhaltung seiner Tradition am Ort.

Unter Federführung von Sebastian Gasteiger, der mit dem Finanz- und Steuerwesen bestens vertraut ist, wurde unter Mitwirkung von Mitgliedern des neuen Vereins in den vergangenen Wochen eine eigene Satzung erarbeitet. Diese wurde nach Vorstellung und Aussprache mit kleinen Anpassungen von den Gründungsmitgliedern einstimmig beschlossen. Sie wird in den nächsten Tagen von einem Notar noch überarbeitet. Danach kann der Eintrag beim Registergericht erfolgen. Details außerhalb der Satzung sollen in eine Geschäftsordnung aufgenommen werden.

Der neugegründete Verein finanziert sich aus Rücklagen der vergangenen Leonhardiveranstaltungen und aus Mitgliedsbeiträgen, über die in einer ordentlichen Mitgliederversammlung noch entschieden wird. Auch könne die Leonhardistandarte nach eingehender Prüfung an den Verein übertragen werden.

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