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KAMPAGNE ZUM SCHUTZ DER WILDTIERE

Bad Feilnbach: Warum die Wildtier-Kinder um Ruhe bitten

„Menschen sollen sich in diesen Zeiten in der Region erholen dürfen, aber sollen Rücksicht auf die heimische Wildtierwelt nehmen“ appellieren die Jäger Bernd Holthaus, Josef-Martin Schlemer mit Kurzhaardackel „Karli“ und Vitus Gasteiger. Strim
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„Menschen sollen sich in diesen Zeiten in der Region erholen dürfen, aber sollen Rücksicht auf die heimische Wildtierwelt nehmen“ appellieren die Jäger Bernd Holthaus, Josef-Martin Schlemer mit Kurzhaardackel „Karli“ und Vitus Gasteiger. Strim
  • VonPeter Strim
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Aufklären, nicht verbieten: Bad Feilnbacher starten Schilder-Kampgane zum Schutz von Flora und Fauna – 150 Tafeln nahe der Wanderwege aufgehängt. Was bisher schon passiert ist und warum eine Rehgeiß tot aufgefunden wurde, erzählen die Jäger.

Bad Feilnbach – Wandern und sich erholen ja, aber bitte mit Rücksicht auf die heimische Flora und Fauna: Das fordern jetzt Jäger und Förster in Bad Feilnbach. Deshalb haben sie eine Aktion auf die Beine gestellt, die diese Forderung noch unterstreicht: Sie haben jetzt rund 150 Aufklärungstafeln nebst der Wanderwege aufgehängt. Kurzer Appell an die Ausflügler: Bleibt auf den Wegen, leint die Hunde an.

150 Tafeln in den Revieren

Denn auch in die Gemeinde kommen immer mehr Ausflügler – insbesondere besuchen sie die Erholungsgebiete mit Berg- und Filzenlandschaft. Damit gehen aber auch immer mehr Probleme einher: Und so blicken Bad Feilnbachs Förster und Jäger sowie Revierpächter in den zwölf gemeindlichen Jagdrevieren auf die schutzbedürftige Wildtierwelt.

Etwa 150 Aufklärungstafeln werden an markanten Stellen sichtbar angebracht, wie hier von Bernd Holthaus am Wanderweg vorm Bad Feilnbacher Klärwerk.

Zu ihnen gehören auch Josef-Martin Schlemer (42) aus Au, Bernd Holthaus (49) sowie Vitus Gasteiger (74). Sie haben sich zu dieser Kampagne entschlossen und haben mit anderen Jägern vorerst 150 Schilder an den Wegen der Reviere Au, Bad Feilnbach und Wiechs angebracht.

Aufklären, nicht verbieten

Wie das Trio gegenüber des Manfall-Boten betont, sollen die Tafeln für Besucher und Wanderer keine Verbotsschilder darstellen. Sie sollen ausschließlich aufklären und sensibilisieren. Die Schilder waren eine Idee der Kreisjagdgruppe Starnberg. Diese Idee übernahmen jetzt auch die Bad Feilnbacher.

Nicht nur Bienen sind schützenswert

Zum Schutz von Natur- und Artenvielfalt gehören nach Ansicht von Holthaus und Schlemer eben nicht nur Bienen und Insekten, sondern auch die Vielfalt an Feldhasen, Rehen und vielen weiteren Wiesenbrütern. Gasteiger, Landwirt und Rentner, ergänzt in diesem Zusammenhang die Schönheit des Auerwildes zwischen Tregleralm, Wirtsalm und Sternplatte, das streng geschützt ist und erinnert an die dort lebenden Hirsche.

Via Tafel werden die Wanderer daraufhingewiesen, auf dem Wegen zu bleiben. „Pass bitte auf....“ heißt es auf eine der Tafeln.Foto: Strim

Im Gespräch verurteilte er die sich „häufenden unerlaubten Feuerstellen in den Bergregionen seines Reviers“. Sie stellen nicht nur eine Gefahr für den Bergwald dar, sondern erst recht für das Wildtier und die Vogelvielfalt. „Prävention und Aufklärung zur Rücksichtnahme sei dringend notwendig“, lautet die Forderung der drei Jäger.

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Sie erzählen von einem „sehr tragischen Ereignis im Bereich des oberen Osterbachs“. „Dort wurde der Kadaver einer Rehgeiß, nachweislich von einem Hund gerissen, gefunden. Das Muttertier hinterließ zwei Kitze.“ Also: Hunde an die Leine.

Rühriger Appell eines Rehkitzes

Auf den Tafeln im DIN A4-Format bitten Tierkinder um Ruhe sowie Rücksichtnahme. Rehkitze oder Feldhasenbabys seien kaum sichtbar. Sie haben keinen Geruch an sich und können von Hunden nicht erschnüffelt werden. Jedoch ihre Mütter, wie das aktuelle Beispiel zeigt, und dann die Tierbabys zu Waisen werden.

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